Filmmusik

Filmmusik
Filmmusik kann gehört, analysiert, verglichen und kritisch reflektiert werden; was oft im Musikunterricht praktiziert wird.

Filmmusik kann allerdings vor allem selbst gestaltet werden.

Wiederum drängt sich die Arbeit mit dem PC auf. Berührungsängste können gemeinsam mit den Schülern überwunden werden; mit Sicherheit findet sich in jeder Klasse ein „Computerfreak“.

Filmmusik kann improvisiert oder arrangiert werden. Auch hier wird mit „Mood-Technik“ gearbeitet; Geräuschadaptionen sind eher selten. Ein weiterer sehr interessanter Aspekt liegt in der Synchronität. Dort, wo bei Klanggeschichten „frei“ gearbeitet werden kann, muss in der Filmmusik ein „Sound“ genau „auf den Punkt“ gespielt werden.

Auch hier kann das Sounddesign verteilt werden: Einige Schüler befassen sich mit der Mood-Technik. Diese ist gerade im Film oft sehr interessant gestaltet; nicht immer werden „traurige“ Szenen mit trauriger Musik unterlegt. Oft ist es wesentlich interessanter, quasi „kontrapunktisch“ zu arbeiten, indem die Musik eine völlig andere Stimmung vermittelt als das Bild. Darüber hinaus kann Musik dazu beitragen, den Bildern einen ironischen Beigeschmack zu geben.

Die Geräusche im Film müssen so echt wie möglich sein. Unter www.hoerspielbox.de ist ein großer Fundus solcher Sounddateien zum Download bereit. Hier können Geräusche und Klänge im mp3-Format geladen, ggf. umgewandelt und verarbeitet werden.

Trotzdem sollte nicht nur auf die „Konserve“ zurückgegriffen werden. Mithilfe eines Mikrofons beginnt dann die Experimentierphase. Der Beruf des Sounddesigners schließt auch die Arbeit des „Geräuschemachers“ (ein mittlerweile fast ausgestorbener Beruf) mit ein. Noch heute sitzen (zumindest die Puristen) Geräuschemacher vor dem Mikrofon mit einem wahren Arsenal von Deckeln, Brettern, Gläsern, Flaschen, Werkzeug, Papieren, Tüten usw. und oft gelingt es ihnen, die passenden Geräusche täuschend echt zu erzeugen, was für viele Schüler eine sehr interessante Herausforderung ist.