Archiv für Januar, 2010
BeatBoxing im Musikunterricht
0BeatBoxing im Musikunterricht
BeatBoxing (auch Human Beat Box) wird oft als das fünfte Element im HipHop (neben MCing, DJing, Breakdance und Graffiti) bezeichnet. Hierbei werden schlagzeug- bzw. drumcomputerartige Sounds mit dem Mund und unter Zuhilfenahme von einem Mikrofon erzeugt und oft durch nahezu akrobatische Stimmleistungen wie Scratching, Percussion, Gesang, Bass- bzw. Synth-Lines und sonstige Geräusche ergänzt.
Was ursprünglich in Ermanglung eines Drumcomputers imitiert wurde, etablierte sich sehr rasch als eine Kunstform: Beatboxer wie Killa Kela, Rahzel oder Kenny Muhammad, den man auch einmal vor klassischem Sinfonieorchester hört, gelten als Meister ihres Faches und die Video von ihnen haben sehr hohen künstlerischen wie auch unterhaltenden Charakter.
Eine der Grunddisziplinen für Beatboxer scheint u.a. “If your mother only knew” zu sein,ein Song bei dem die Beatboxer die Melodie singen und sie “gleichzeitig” mit Drumsounds unterlegen bzw. bei der Drumgeräusche an Textsilben geheftet werden. Hierzu findet man auf YouTube Tutorials.
Das Notenbild kann helfen, die Komplexität zu erfassen; nach mehrmaligem Üben stellt man fest, dass das Pattern nicht so schwer ist, wie es anfangs den Anschein nimmt.
Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Videos und mp3 zum legalen Download, um die Technik zu üben bzw. abzuschauen, die auf den Seiten humanbeatbox.com, einem Wiki und weiteren Seiten mit Tutorials und Hilfen nachgelesen bzw. -gehört werden können.
Beatboxing wurde in erster Linie über Imitation gelernt; Publikationen gab es anfangs so gut wie gar nicht – mittlerweile wurde aber aucher dieser Markt bedient und so findet man mit
Groove Karaoke, Vocal Percussion
und Rap Rhythm & Rhyme
Bücher, die vor allem für Schüler und Jugendliche gedacht und somit für die Schule geeignet sind.
Mittlerweile trennt sich das BeatBoxing immer mehr vom HipHop und etabliert sich auch im klassischen Chorwesen, wo sie – im Stil von Take 6 – zum Begleiten von rhythmischen Acapella-Songs eingesetzt wird.
Da Beatboxing eine stimmliche Musizierform ist, die sehr viel Übung voraussetzt, kann sie in einer Unterrichtseinheit nur tangiert werden – dennoch ist man oft überrascht, wie viel die Schüler hiervon schon wissen bzw. können.
Die Stimme imitiert beim Beatboxing in erster Linie die Hauptteile des Schlagzeugs, die Bassdrum, die Snare und die Hi-Hat. Professionelle BeatBoxer bauen noch andere Instrumente ein.
Da jedes Schlagzeug ein wenig anders klingt, wird auch beim BeatBoxing mit unterschiedlichen Sounds gearbeitet.
Bassdrum
Da jedes Schlagzeug ein wenig anders klingt, wird auch beim BeatBoxing mit unterschiedlichen Sounds gearbeitet.
1. Möglichkeit “Bb”
Ein möglichst hartes “B” aussprechen, das in Richtung “Bww” geht; die Snare wird durch das “Ps” gesprochen.
2. Möglichkeit “Bu”
Das “Bu” wird ausgesprochen wie Bus ohne “s”. Das “B” dabei hart und kraftvoll mit geschlossenen Lippen sprechen und das “u” mit tiefster Stimme ganz kurz sprechen
3. Möglichkeit “Ng”
Diesen erzeugt man, indem man ein “Würge-Schluck-Geräusch” macht, ohne zu schlucken
Die Bassdrum wird also hinten im Hals gesprochen
Snare
Auch hierbei gibt es verschiedene Sounds:
1. Möglichkeit “Pf”
Ein “Pfff” sprechen und ganz viel Luft durch den Lippenspalt pressen (wie beim Imitieren es Reifens, dem Luft entweicht)
2. Möglichkeit “Ps”
Wie oben klingt es mit “s” ein wenig “nasser”
3. Möglichkeit “Kl”
Die Zunge gegen den Gaumen pressen und hierbei “kl”sprechen, so dass die Luft seitlich entweicht.
4. Möglichkeit “ts”
Hierbei einfach ein “t” knapp und kurz aussprechen und die Zunge nach unten ziehen; die Snare-Drum klingt hiermit “funky”
5. Möglichkeit “ksch”
Sprich ein “sch” ganz kurz aus und setze ein wenig Luft davor, so dass der Sound wie ein “k-sch” klingt.
Bassdrum und Snare
Nun kann man beide Sounds kombinieren, so dass sich erste Pattern ergeben, die schon ziemlich gut nach HumanBeatBox klingen.
Durch die Zuhilfenahme eines Mikrofons klingen die Sequenzen wesentlich authentischer. Dennoch muss die Technik nicht zwingend eingesetzt werden – echte Beatboxer können auch ohne.
HiHat geschlossen
Bassdrum, Snare und HiHat dienen als Basis der meisten Beats. Die geschlossene Hi-Hat imitiert man, indem man ein “t” bei geschlossenen Zähnen spricht.
Schwieriger wird es, wenn die HiHat sehr schnell gespielt werden soll. Hier hilft manchmal der Trick, dass man “T” und “K” im Wechsel spricht; man wird damit schneller.
HiHat offen
Die offen HiHat imitiert man am besten, indem man ein “tsss” bzw. nur ein “sss” spricht. Ein HiHat-Groove wird dann lebendig, wenn sich geschlossenen und offene HiHat abwechseln:
Wenn alle Sounds durchprobiert sind, kann man versuchen, eigene Grooves zu beatboxen:
Beatboxing hört sich nicht nur interessant an, es hat auch auf der Bühne stets einen gewissen Reiz, der das Publikum fasziniert – von daher ist diese Technik auch prädestiniert, um sie in Szene zu setzen und somit Feiern, Revuen und kleine Auftritte zu bereichern.
Und für diejenigen, die gerne ein wenig mehr üben möchten, hier ein Beispiel, quasi aus der Championsleague (ein Mensch, keine Sampler, keine zweite Stimme)
FolkPopRockOrffArrangements
0FolkPopRockOrffArrangements
Die Gruppe 17 Hippies ist eine dreizehnköpfige Band aus Berlin, die auf überwiegend akustischen Instrumenten Musikstile und Rhythmen aus aller Welt mit Rock- und Popmusik verbindet.
Der Stil diesermehr als bemerkenswerteste Band ist vor allem für Musiklehrer interessant, da hier mit kleinen und überschaubaren Arrangements äußerst stimmungsvolle und ansprechende Musik erzeugt wird, die von Vitalität und einem nicht zu leugnenden Tanzaufforderungscharakter geprägt ist.
Eine große Anzahl der Stücke sind auch von kleinen Besetzungen in der Schule spielbar und in drei so genannten RealBooks veröffentlicht, wobei hier keine Arrangements sondern lediglich Leadsheets (einstimmige Melodielinie mit Akkordbezeichnung) publiziert sind.
Wer Freude am Arrangieren für gemischte Ensembles hat, dem sei die Seite Folkloretanznoten empfohlen, auf der sich ein sehr großer Fundus von Musiken aus aller Herren Länder befindet, was gerade für Schulen mit vielen Migrantenkindern von großem Interessen sein kann.
Weitere Noten für Folkloretanz können hier eingesehen und geladen werden, die mit Sicherheit für das ein oder andere Spielstück inspirieren.
Liedersammlungen für den Unterricht
0Liedersammlungen für den Unterricht
Der Begriff Liederdatenbank für Volks- und Kinderlieder wird im Netz ein wenig inflationär benutzt; zu oft findet man hier dann lediglich Seiten mit weniger als 50 Liedern, was für eine Recherche oft nicht ausreichend ist.
Micha Labbés Liederbaum ist eine der schönsten Liedersammlungen mit Texten, Noten und MIDIs. Umfangreich, geschmackvoll, schön und vor allem liebevoll gestaltet findet man hier in der Regel das passende Volks- oder Kinderlied und falls nicht, kann man mit Sicherheit Lieder entdecken, die genau so gut (oder manchmal sogar noch besser passen).
Bei weitem nicht so ansprechend, aber dennoch umfassend ist die Seite ingeb.org, die mit einer Sammlung von 29.000 Liedern aufwartet. Ein privater Sammler ist Herbert Fritz, der auf seiner Website sowohl Kinder- als auch Volkslieder veröffenticht.
Auf der Seite www.kinder-lieder.com kann man ganze Sammlungen in Form von pdf-Liederbücher anschauen und laden. Neuerdings gibt es auch ein Schlafliederbuch für registrierte Benutzer. Eine äußerst lohnenswerte Reihe von Wiegen- und Schlafliedern, welche wöchentlich mit einem Notenblatt, einer
Aufnahmen und einem Halbplayback erscheint, bietet übrigens auch die Zeit an.
Weitere umfangreiche Sammlungen sind auf der Seite www.singenundspielen.de (unter der Kategorie Das Liederbuch), in Mamas Truhe und im Alojado-Liederarchiv zu finden.
Für höhere Klassen (etwa ab 8. Schuljahr) oder Feiern im Kollegium kann sich auch einmal der Blick in die Lumpenlieder, eine Sammlung mit deftigen, pikanten, bisweilen auch schlüpfrigen Volksliedern.
Notendruck mit MuseScore – Freeware
1Notendruck mit MuseScore – Freeware
Der Tastengott hat’s neulich kurz erwähnt: MuseScore ist ein Freeware-Notendruckprogramm, das sich sehen lassen kann.
Es erinnert in der Arbeitsweise schon ein wenig an ein wenig abgespecktes Sibelius, beachtet man allerdings, dass es sich hierbei um ein freies, GNU GPL lizensiertes grafisches Notensatzprogramm handelt, dann muss man feststellen, dass man hier umsonst ein Programm bekommt, dass sowohl für die Arbeit in der Schule als auch für die Herstellung von Unterrichtsmaterialien mehr als ausreichend ist und somit ein echtes und ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt für alle erhältlichen Notendruckprogramme darstellt.
MuseScore kommt mit einem kleinen Handbuch, einem Kanal mit Tutorials auf YouTube und einem Forum daher und ist äußerst empfehlenswert.
YouTube – Tricks für den Unterricht
0YouTube – Tricks für den Unterricht
Lehrer und Wissenschaftler dürfen bis 2012 “kleine Teile” von Werken ausschließlich einem “bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern” in einem Intranet “öffentlich zugänglich” machen. Dazu gehört mitunter das Nutzen von YouTube bzw. die empfehlenswerte Seite TeacherTube.
Um YouTube ein wenig zu frisieren, bieten sich ein paar Tricks an:
1. Videos in höherer Qualität
Manche Videos auf YouTube gibt es auch in höherer Qualität. Ob dies der Fall ist, erfährt man, in dem man die Endungen ‘&fmt=18′ (Stereo, 480 x 270 Auflösung) oder ‘&fmt=22′(Stereo, 1280 x 720 Auflösung) am Ende der URL in die Browserleiste eingibt.
Weiterhin lassen sich Videos in höherer Qualität durch den Klick auf „HQ“ aufrufen.
2. Videos aus aller Welt schauen
Manche Videos sind in bestimmten Länderregionen nicht zugelassen – egal, ob sie für Unterrichtszwecke von Relevanz sind. Um dies zu umgehen, muss einfach die URL von http://www.youtube.com/watch?v=HierStehtDieVideoNummer in http://www.youtube.com/v/HierStehtDieVideoNummer geändert werden. Auch lässt sich das Video nun als Flash, im Mobile-Format, als *.mp4 oder in HQ laden.
3. Videos laden
Die schnellste Art und Weise, Videos zu laden geht über die Seite kickyoutube.com. Hierzu ergänzt man die URL des Videos http://www.youtube.com/v/HierStehtDieVideoNummer durch das Wörtchen „kick“ in http://www.kickyoutube.com/v/HierStehtDieVideoNummer. Hier werden nun verschiedende Konvertierungsmöglichkeiten (von *.mp4 über +:flv bis *.mp3) geboten.
Eine ähnliche Möglichkeit bietet www.3outube.com an – hierzu wird die URL von http://www.youtube.com/… in http://www.3outube.com/… geändert.
4. Videos laden (II)
Eine Möglichkeit, in HD zu laden, bietet keepHD. Um diesen Service zu nutzen, ändert man die URL des Videos http://www.youtube.com/v/HierStehtDieVideonummer derart, dass „youtube“ durch „keephd“ ersetzt wird, also in http://www.keephd.com/v/HierStehtDieVideonummer
5. Untertitel einfügen
Untertitel können sehr nützlich sein, um einen Film in fremder Sprache dennoch für den Unterricht schnell und effektiv nutzbar zu machen (darüber hinaus dienen sie dem Leseüben). Dies kann man ganz leicht mit CaptionTube bewerkstelligen.
6. Konvertieren
Eine kleine Hilfestellung für Windows-Nutzer haben die Macher von Film-Zirkus erstellt:


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