Handlungsprodukte

Selbständiges Arbeiten – Handlungsprodukte
Womit die Brücke zum hauptdidaktischen Prinzip, dem handlungsorientierten Unterricht, geschlagen ist. Handlungsorientierung soll – um das Fundament nicht auf blankem Aktionismus („action for fun“) zu bauen – stets auf ein Produkt, das Handlungsprodukt, zielen.

„Handlungsprodukte sind die veröffentlichungsfähigen materiellen und geistigen Ergebnisse der Unterrichtsarbeit.“ (Hilbert Meyer, Unterrichtsmethoden II, S. 158)

Diese Handlungsprodukte werden hergestellt (Dokumentation, Wandzeitung, am Modell, im Heft) oder inszeniert (Diskussion, Rollenspiel, Aufführung). Sie können weiterhin zu größeren Vorhaben und Projekten (Klassen-, Stufen-, Schulaufführung, Feste, Feiern, Konzerte etc.) ausgeweitet werden.

Handlungsprodukte sind u.a.

– Singen

– Spielen

– Inszenieren

– Arbeit mit Kostüm und Maske

– Bühnenbilder erstellen

– Musizieren

– Tanzen

– Malen zu Musik

– Schreiben zu Musik

– Musik am Computer erstellen

– (Wand-)Zeitungen, Reportagen, Präsentationen

– Festhalten auf Bild- oder Tonträgern

– Ausstellungen

– Aufführungen planen und durchführen

– Aufführungsbesuch planen und durchführen

– usw.

Handlungsbezüge sollten sorgfältig vorbereitet und in den Unterricht integriert werden.

Hierfür ist auf ein ausgewogenes Verhältnis von „lehrgangsmäßig geordneten und handlungsorientiert organisierten Unterrichtsphasen“ (Hilbert Meyer, S. 160), also von elementenhaft-synthetische und ganzheitlich-analytisches Verfahren zu achten.

Im „normalen Frontalunterricht“ sollten immer wieder Handlungsphasen und im großen Vorhaben und Projekt immer wieder lehrerzentrierte Phasen der Wissensvermittlung wechseln.

Das routinierte, wiederholte, rhythmisierte (Kinder brauchen Wiederholung!) Üben von Fähigkeiten und Fertigkeiten muss gesichert sein.