Sequel 2 im Unterricht

Sequel 2 im Unterricht

Sequel 2 im Unterricht
Wer loopbasierte Programme im Musikunterricht eingesetzt hat, weiß, dass damit so ziemlich alles geht, wovon des Lehrers Herz träumt. Vom Erstellen einfacher Arrangements bis zur großen Produktion, vom Podcast über Bearbeiten von MIDI-Files bis hin zum Erstellen eigener Produktionen.

Arbeitet man plattformübergreifend hatte man bislang immer wieder das Problem, dass manche Programme hier, andere da dafür aber nicht laufen. GarageBand ist zwar eines der griffigsten Programme dieser Art überhaupt, gibt‘s aber leider nur für den Mac. Den MusicMaker gab es mal in einer Schulversion in 10 Versionen, dann waren es weniger, jetzt gibt es ihn anscheinend gar nicht mehr und wenn – dann lief er bislang eh nicht auf dem Mac.

Von daher war es bislang nie leicht, die Arbeiten der Schüler zuhause fortsetzen zu lassen. Steinberg hat mit SequelLECampus nun eine Lösung auf den Markt gebracht, die diese Lücke schließt.

SequelLECampus ist eine leicht reduzierte Version von Steinbergs beliebtem Software-Musikstudio Sequel2 und somit die ideale Lösung, um sofort – egal ob mit oder ohne Vorkenntnisse – mit dem Produzieren zu beginnen.

Natürlich sind 199,- Euro im Vergleich zum damals kostenlosen MusicMaker oder dem in iLife mitgeliefertem GarageBand, dennoch – weiterlesen, denn das Lizenzmodell von Steinberg ist in dieser Art einzigartig:

Man erhält eine Multi-User-Lizenz, die allen Mitgliedern der Einrichtung eine uneingeschränkte Nutzung in der Schule und zu Hause (!) gestattet. Die Software darf also zum einen auf allen Rechner der Schule installiert und genutzt werden, zum andern darf sie auch an die Kolleginnen und Schülerinnen weitergegeben werden – plattformunabhängig, da die CD mit der Mac- und der Win-Version geliefert wird.

Darüber hinaus ist dann von dieser Version ausgehend ein Upgrade in die Vollversion pro Arbeitsplatz für ca. 49,- Euro (statt 99,- Euro; ab 10 gibt es zusätzlich Mengenrabatt) möglich – für jeden Schüler und jeden Kollegen.

Zwar sind wir, wie Sebastian so schön schrieb

(…) eigentlich alle auf der Suche nach der “fast geschenkten eierlegenden Wollmilchsau für den Unterricht” (…)

dennoch halte ich diesen Preis für ein absolut gutes Angebot, alleine wenn man bedenkt, dass Produktionen nun zuhause fortgesetzt, erweitert, überarbeitet bzw. Ideen aus dem Schülerrechner unmittelbar in den Unterricht integriert werden können.

 

1. Aufbau
Sequel kommt mit genügend Audio-Loops daher, um sofort mit dem Arbeiten zu beginnen. Zwar ist die Software auf den ersten Blick ungewöhnlich, kommt sie doch nahezu ohne Worte und lediglich mit Icons aus, allerdings gewöhnt man sich sehr schnell daran, die Maus über das entsprechende Bild zu halten und die dazugehörigen Informationen zu lesen.

Sequel ist so aufgebaut, wie man es von ähnlichen Produkten kennt:

Man findet einen Loopbrowser, einen Editierbereich und ein Mischpult, wobei die Möglichkeit, den einzelnen Spuren Bilder zuzuordnen (welche darüber hinaus aus der eigenen Library ergänzt werden können) und sie farblich zu markieren gerade bei Anfängern sehr sinnvoll ist und vielleicht sogar bewusstes Hinhören erleichtert.

Eigene Audio-Files lassen sich per drag & drop in die Software ziehen und dort entsprechend bearbeiten, was besonders beim Remixing (eine sehr beliebte Technik bei Schülern) sinnvoll ist.

Ein besonderes Gimmick ist das Virtual Keyboard, welches es ermöglicht, die mitgelieferten Software-Instrumente über die Computertastatur zu spielen, wodurch man sich USB-Keyboards erspart,

Besonders interessant für Schulrechner (die ja in der Regel nicht die für den Musikunterricht gewünschte Leistung bringen) ist die Möglichkeit, Spuren einfrieren zu lassen, weil dadurch die Rechnerleistung weniger beansprucht wird.

Was Sequel2 sonst noch so alles bietet, lässt sich hier in den Video-Tutorials anschauen und -hören oder im Handbuch nachschlagen – oder gleich durch Laden der Demo-Version ausprobieren. Wer dann so richtig am Produzieren ist und dann auf gewisse Grenzen stößt, dem seien noch die zusätzlichen Content-Sets oder die einschlägigen Loop-Seiten wie freeloops oder looperman (mit Registrierung) empfohlen.

 

2. Unterrichtsideen
Mit looporientierten Programmen lassen sich nahezu alle Bereiche des Musikunterrichts abdecken. Einige Ideen hierfür sind bereits im Blog unter dem Aspekt „Musik mit und am Computer“ erwähnt wie: