Do The Hustle in the Classroom
0Do The Hustle in the Classroom
Wenngleich das Schieben und Stoßen im Klassensaal ja alltäglich und nicht gewollt ist, bietet The Hustle dennoch aufgrund seines Kult-Charakters enorm viel Potential für den Musikunterricht.
Von Primar- bis Sekundarstufe, von der kleinen Tanzeinlage zwischendurch, über den Beitrag beim Schulfest, der Revue, der Feier bis hin zur Großchoreographie auf dem Schulfest, auf dem Schulhof, im Lehrerzimmer oder sonst wo – der Hustle erzeugt immer wieder eine gewisse Form von Freude und guter Laune.
Gerade zur Karnevalszeit erlebt der Hustle immer wieder eine Renaissance, deshalb sei er hier von Deutschlands berühmtester Disco-Queen, Thomas Herrmans, in der speziellen HerrmannsHusstle Choreographie erklärt, zu der man laut dem Choreographen zumindest den innerlichen goldenen Anzug anziehen möge:
Phase 1 – der Grundschritt
rechts rück – links – rechts – tipp
links vor – rechts – links – tipp
rechts rück – links – rechts – tipp
links vor – rechts – links – tipp
Phase 2 – die Drehung
rechts zur Seite – halbe Drehung nach links – halbe Drehung nach links – tipp (mit Klatscher)
links zur Seite – halbe Drehung nach rechts – halbe Drehung nach rechts – tipp (mit Klatscher)
Phase 3 – das große Finale
Hacke, Hacke (mit Hühnchenbewegung), Wolle wickeln (mit Hüfte wackeln)
rechts vor, rechts zurück, rechts vor, Drehung um 45 Grad, ran
Und abschließend die gesamte Choreograpie:
Die sich dann mit Musik im Komplettablauf so darstellt:
Übrigens, wer Gefallen hieran findet, wer da eine gewisse Nostalgie nicht leugnen kann und sich an die alten Zeiten erinnert, dem sei Thomas Herrmanns Autobiographie für immer d.i.s.c.o., welche auch als Hörbuch
erhältlich ist, wärmstens empfohlen.
Line Dance in der Schule
1Line Dance in der Schule
Line Dance ist eine Form von Gruppentanz, bei dem die Tänzer unabhängig von Geschlecht und Alter in Reihen und Linien vor- und nebeneinander tanzen. Die Tänze sind (meist) passend zur Musik choreografiert, die oft aus den Bereichen Country oder Pop bzw. Disco stammt.
Der Tanzstil des Line Dance entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts hauptsächlich in den USA, wo er meist als Showtanz fungierte. In die europäischen Diskotheken gelangte er ab den 1960er Jahren, wo er sich als Tanzkultur neben dem traditionellen Paartanz etablierte.
Line Dance lebt vor allem von der Choreographie und ist prädestiniert für die Arbeit in der Schule, wo er von der Primarstufe bis in die Sek2 getanzt werden kann, da einzelnen Schrittfolgen ohne große Probleme dem Vermögen der Klasse angepasst und sowohl vom Lehrer als auch von den Schülern abgeändert und variiert bzw. erweitert werden können.
Somit bietet der Line Dance zum einen ein bereicherndes Element für den Unterricht, zum anderen kann damit leicht ein schön anzuschauender Beitrag für Schulfeste, Abschlussfeiern, Revuen usw. geleistet werden. Letzten Endes ist ein Line Dance, der während eines Festes zusammen mit Eltern, Kollegen und Besuchern live gelernt und getanzt wird immer wieder ein stimmungsvolles Element.
Die Seite kickit bietet eine große Ansammlung von Choreographien, die über eine Suchmaske abgerufen werden können. Das LineDancePortal liefert neben den ausgeschriebenen Tanzbeschreibung zu nahezu jedem Tanz ein kleines YouTube-Video der entsprechenden Schrittfolge, was vor allem für Tanzanfänger äußerst hilfreich sein kann.
Auch bei den Rompin’ Stompin’ Line Dancers findet man eine große Anzahl von Tanzbeschreibungen, hier alphabetisch geordnet. In vielen Choreographien werden Fachtermini verwendet, von denen die wesentlichsten im Schrittlexikon im Living Line Dance Magazin erklärt sind.
LiveLooping im Unterricht
3LiveLooping im Unterricht
RicoLoop wirkt auf den ersten Blick wie ein Beatboxer; erst beim genaueren Hinsehen (und -hören) merkt man, dass er ein gerade erzeugtes Pattern irgendwie aufgenommen hat, denn es wiederholt sich nun ständig, während der Künstler ein weiteres Pattern dazu einfließen lässt. Die beiden Rhythmen laufen in einer Endlosschleife weiter, während nun ein Basslauf, ein Gitarrenpattern und weitere Begleitinstrumente eingespielt werden, die ebenfalls immer wieder wiederholt werden. Plötzlich klingt eine Art Turnaround einer kompletten Rhythmussektion, die live von einem Mann erzeugt nun als Begleitband für ihn selbst bzw. sein Melodicaspiel dienen. RicoLoop ist “One Man Jam”.
Er arbeitet live als Multiinstrumentalist, baut seine Arrangements sukzessive nacheinander auf und lässt so polyrhythmische, patternbasierte Kunstwerke entstehen, die improvisiert und somit auf Zeit und Raum abgestimmt zu sein scheinen. Hierfür setzt er – genau so einfach wie genial – eine BOSS LoopStation ein, mit deren Hilfe er Stück für Stück Drumpattern (meist als HumanBeatBoxer), Percussionselemente, Bassläufe, nacheinander eingesungene Chorstimmen, Synthezsizerklänge oder Gitarren- aber auch Melodica- bzw. Mundharmonikapattern einspielt, welche overdubbt werden, um somit ein repetitives Arrangement aufzubauen, welches die live erstellte Begleitfunktion für seine Live-Performance darstellt.
Ein Loop war ursprünglich ein an beiden Enden zusammengeklebtes Tonband, welches als Endlosschleife abgespielt wurde. Dieses wurde oft und gerne im Sounddesign für Hintergrundgeräusche eingesetzt. Deshalb stimmt die Wikipedia-Definition wohl am ehesten, wonach ein Loop ein zeitlich begrenztes Klangereignis (etwa ein eintaktiges Drumpattern) ist, welches mit technischen Hilfsmitteln (am Computer oder mit Hardwaregeräten) wiederholt wiedergegeben wird.
Looporientiertes (und somit patternbasiertes) Arrangieren ist die gebräuchlichste Arbeitsweise bei Musikprogrammen wie „Fruity Loops“, „Magix Music Maker“ oder „GarageBand“ und stellt somit in den letzten Jahren den Hauptaspekt in der Produktion von Popmusik (vor allem Techno und HipHop) dar, wobei hier in der Regel vorher aufgenommene Sequenzen eingesetzt, verarbeitet und miteinander arrangiert werden.
Beim Live Looping werden die einzelnen Pattern während der Darbietung eingespielt, so dass die Produktion des Loops genau so zum musikalischen Prozess gehört wie das Musizieren zum bzw. mit der erstellten Sequenz.
Ein Looper (auch Loopmachine wie die LoopStation von BOSS bzw. eine Software) ermöglicht es, nacheinander eingespielte Patterns gleichzeitig erklingen zu lassen. Diese Arbeitstechnik nennt man Overdubbing.
Von Overdubbing spricht man, wenn die einzelnen Spuren eines Stückes nacheinander eingespielt bzw. eingesungen und dann miteinander abgespielt werden. Populärste Beispiele hierfür sind neben den Beatles ABBA (die einzelnen Stimmen wurden mehrfach aufgenommen), Queen (Freddy Mercury sang gerne den kompletten Chor) oder die Les Humpreys Singers, die nur mit vier Spuren arbeiteten und deren letzte Spur stets aus einer Improvisationsspur bestand, die dann den klassischen Sound ausmachte.
Die Arbeit mit LiveLooping bzw. mit Overdubbings ist auch in der Schule in vielerlei Hinsichtlich sinnvoll einsetzbar:
Bobby McFerrin bietet ein “Just Enough Game” an, mit dem man einzelne Stimmspuren des Künstlers mischen und somit neu arrangieren kann. Ein Notenfenster liefert weiterhin einen visuellen Überblick über die einzelnen Patterns.
Mit dem LividLooper gibt es eine Software, welche genau die gleichen Funktionen wie eine LoopStation liefert. Sie ist Freeware und somit gerade im Schulbetrieb ein dankbares und bereicherndes Element für den Musikunterricht. (Dank dem Tastengott für diesen Tipp)
Mit LiveLooping lässt sich im Unterricht vom improvisierten BeatBox- oder BodyPercussion-Arrangement bis zur gezielten Komposition (die sich mit nahezu allen Instrumenten des schulischen Alltags – von Boomwhackers über Xylophon bis hin zur Keyboardgruppe – spielen lässt) nahezu alles erstellen, was auf repetetiven Pattern basiert.
Der Break im wahrsten Sinne als „Bruch“ und macht die Darbietung interessanter. An dieser Stelle muss dann der Looper ausgeschaltet (gestoppt) werden.
Müll-Percussion-Loop
Hierbei handelt es sich um ein Arrangement, welches auf „Nichtinstrumenten“ (also in einer leichten Stomp-Adaption) gespielt werden soll. Es soll als „Matrix“ verstanden werden; weitere Instrument- und Patternideen bereichern es.
(Anm.: K = Karton, kann aber auch auf einem Mülleimer gespielt werden; T = Tüte, diese soll aneinander gerieben werden; BB = Brotbox, die mit Bleistiften gespielt wird, wobei der obere Ton auf dem Deckel, der untere am Rand gespielt werden soll; S = Schlüssel, der zunächst geschüttelt wird und im zweiten Takt in der Hand gehalten wird, derart, dass das Zusammenschlagen der Finger um den Schlüsselbund ein Geräusch erzeugt; F = Wasserflaschen (leer), welche entweder auf die Tischkante oder gegeneinander geschlagen werden; P = Papier) am besten großes Zeitungspapier, welches im ersten Takt laut geknüllt und im zweiten Takt aneinander gerieben werden soll.
Bolero-Kanon-Adaptionen
In ähnlicher Art und Weise lässt sich mit Hilfe eines Loopers ein Stück Orchestermusik vorbereiten. Folgender (vereinfachter) Satz kann die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Ravels Bolero einleiten.
Das schwierige Pattern der Snaredrum kann man besonders effektvoll mit einer aneinander geriebenen Plastiktüte gestalten; der Satz lässt sich mit jedwedem Instrumentarium erarbeiten und verliert auch mit Boowmackers nichts von seiner Faszination.
Adäquat dazu kann Pachelbels Canon vor- bzw. nachbereitet werden (auch dieses Arrangement kann mit Boomwhackers gespielt werden), da auch dieses Stück im Grunde loopbasiert aufgebaut ist.
BandLoop
Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass die meisten Loop-Künstler gerne Funky-Rhythmen einspielen.
Der BandLoop ist für höhere Klassen (etwa ab 7. Schuljahr) geschrieben. Die speziellen Spieltechniken sind für diese kurzen Pattern sehr einfach zu erlernen. Das Schlagzeug kann durchaus in zwei oder drei Durchgängen (erst nur Bassdrum und Snare, im zweiten Durchgang die HiHat) eingespielt werden (im letzten Takt auf die „vier und“ ist die HiHat geöffnet).
Der E-Bass wird geslapt gespielt, d.h. der Daumen schlägt auf die tiefe E-Saite. Jeweils auf die „vier und“ eines jeden Taktes wird die D-Saite „Hammer-On“ gespielt, d.h. leicht angerissen (erste Sechzehntel) und gleich mit dem Zeigefinger der linken Hand im zweiten Bund niedergedrückt. Wenngleich sich das Pattern auf den ersten Blick schwierig liest, ist es dennoch recht einfach zu spielen – der Rhythmus wirkt „bekannt“.
Die E-Gitarre (d-Saite 2. Bund) spielt zu jeder Kreuznote eine so genannte „Dead-Note“, d.h. die Saite wird nicht niedergedrückt sondern vielmehr wird der Zeigefinger leicht über die Saite gelegt, so dass der Ton mehr ein Geräusch ist. Das g wird auf der leeren g-Saite gespielt.
Die Elektroakustische Gitarre (kann durchaus auch von einer E-Gitarre gespielt werden) spielt die oberen beiden Saiten (h- und e‘-Saite) im 12. Bund und hängt nach der letzten Note ein kleines Glissando (Runterrutschen auf den Saiten) an – ein Stilelement im Funk.
Die Stimme der Keyboards kann – wie die Schlagzeugstimme auch – Ton für Ton eingespielt werden.
Auch hier gilt: Das Arrangement soll als „Schablone“ verstanden werden, denn auch hier lassen sich weitere bzw. andere Patterns einsetzen und auch die Instrumentierung kann erweitert bzw. umgestellt (Alltagsinstrumente, Orffinstrumente, Percussion, HumanBeatBox etc) werden.
Low Rider
Letzten Endes kann eine LoopStation immer dort eingesetzt werden, wo schnell ein Begleitrhythmus gebraucht wird bzw. wo ein solcher mit den Schüler erarbeitet werden soll. Das Arrangement zu „Low Rider“ von „War“ (den Schüler aus „Robots“ bekannt), soll als Beispiel dienen, wie man mit den Schüler in kurzer Zeit ein einfaches Halbplayback selbst erstellen kann (wobei die Lehrkraft durchaus das ein oder andere Pattern selbst einspielen darf …)
Luftballon-Konzert
Wie man alleine mit einem Luftballon und einer LoopStation (bzw. der Software-Lösung) musizieren kann, zeigt unten stehendes Video. Auch hier gilt: Diese Idee lässt sich mit zahlreichen Ideen fortsetzen:
Hilfe beim Kanon
Kanons stellen den Musiklehrer gerade am Anfang immer wieder vor das gleiche Problem: Klassen, in denen die Mehrstimmigkeit noch nicht so arg geübt wurde, singen zwar die Melodie als solche richtig, verlieren diese allerdings meist, sobald die zweite (oder weitere) Stimme einsetzt.
Gerade hierbe kann eine LoopStation enorm hilfreich sein, indem die Klasse zunächst komplett die erste Stimme singt, diese aufnimmt und einen Loop erzeugt, um anschließend die zweite Stimme dazu zu singen, also derart, dass die Sänger quasi mit sich selbst einen Kanon singen.
Hiermit kann die Unabhängigkeit bzw. das Singen und vor allem die Orientierung und das Zurechtfinden in der Mehrstimmigkeit spielerisch geübt werden.
Rockmusik und Religion
0Rockmusik und Religion
„Classic Rock und Glaube“ heißt eine Beitragsreihe, die seit 5.Mai 2008 beim saarländischen „Classic Rock Radio“ in Zusammenarbeit mit der Katholischen und der Evangelischen Kirche zu hören ist.
Was noch vor 30 Jahren nahezu undenkbar war (Rockmusik und Religion konnten einfach nicht zusammen gehören), geschieht heutzutage mit dem Segen der Kirche und mit Sinn und Verstand. Zwar war Jimi Hendrix jetzt nicht für seine Frömmigkeit bekannt, ebenso wenig, wie die Songs von AC/DC , David Bowie, oder Deep Purple als Adaptionen religiöser Texte galten, dennoch ist der Blick zwischen die Zeilen mancher Songs mehr als lohnenswert.
Viele Rockmusiker drücken in ihren Texte mehr aus, als es auf den ersten Blick (oder Hörer) scheint: über das Leben, über Gott und die Welt – mal offen, mal versteckt im Hintergrund, manchmal nur angedeutet. Durch die Hörfunkreihe „Classic Rock und Glaube“ werden Zusammenhänge zwischen Rockmusik und in ihr enthaltener christlicher und sozialer Aspekte in der Gesellschaft angesprochen.
Im Original sind die Beiträge bei „Classic Rock Radio“ montags in der Morningshow, dienstags am Vormittag, mittwochs am Nachmittag, donnerstags am Abend und sonntags am Morgen zu hören.
Im Internet findet man die Beträge im classicrock-radio. Auf der Seite HeavenOnAir kann man die Texte nachlesen.
Petersburger Schlittenfahrt
0Petersburger Schlittenfahrt
Dieses Stück Salonmusik freut sich gerade in der Weihnachtszeit großer Beliebtheit. In seiner mitreißenden und schwungvollen Art, die gerade durch die Orchestrierung für Salonorchester nicht einem gewissen winterlichen Flair entbehrt (man achte auf die Glöckchen), ist die Petersburger Schlittenfahrt, welche auch in einer mit einem Text versehenen Chorfassung
existiert, prädestiniert, um sie mit Körperinstrumenten oder einem kleinen Perkussions-Mitspielsatz zu begleiten bzw. zu singen.
Die Noten für ein bzw. zwei Klaviere sind im International Music Score Library Project archiviert und können angesehen und geladen werden. Ein einfacher Mitspielsatz, auf Viertel und Achtel (bzw. ta, ti und hm) begrenzt, kann über Call & Response erarbeitet werden, wobei die Rhythmusnotation nach Kodály in erster Linie als Gedächtnisstütze (und somit als Nachschrift) gedacht ist. Der Mitspielsatz kann frei orchestriert bzw. in verschiedene Register aufgeteilt werden.
In zwei Gruppen aufgeteilt, können die Schüler (mit CD- oder mp3-Player versehen) eigene Formen des Mitspielens für je einen der beiden verbleibenden Teile der Musik finden, dem sich das gemeinsame Mitspiel zum gesamten Stück im Plenum anschließt.
Besonders motivierend wirkt auf jüngere Schüler hier das Anschauen Interpretation von André Rieu, zumal sie in einem äußerst schmissigem Tempo, Kutscherruf und Peitschenknall und sichtlicher Spielfreude dargeboten wird.
Darüber hinaus lässt sich das Lied abschließend, ergänzend oder auch losgelöst vom Mitspielsatz singen, der Liedtext kann hier gelesen und geladen werden.

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