Orff – Percussion

Orff – Percussion

Orff – Percussion
Die Holzblocktrommel zeichnet sich durch einen scharfen, druckvollen, laut durchdringenden und hölzern-perkussiven Sound aus.
Sie wird in der Regel mit einem Holzschlägel gespielt; mit Filzschlägeln entfaltet sie ein sehr warmes Timbre.

claves_holzblocktrommelClaves oder Clappsticks finden ihren Ursprung sowohl in der lateinamerikanischen Musik als auch in der der Aborigines. Ein Rundholz wird in die Mitte zwischen Fingerspitzen und Handballen (in die hole Hand) gelegt, so dass die Handfläche einen Schallraum bildet. Der zweite Stab wird dann mit dem Ende auf den unteren geschlagen.

Die Röhrenholztrommel wird in der Mitte gehalten und bietet (mit Holzschlägeln gespielt) zwei verschiedene Töne (meist Quarte).

Das Wooden Agogo kann sowohl als Röhrentrommel (mit Holzschlägel angeschlagen) als auch wie ein Guiro benutzt werden. (siehe Latin-Percussion)

schlitztrommelDie Schlitztrommel hat ihren Ursprung in der Nachrichtentrommel Kameruns. Sie variieren in der Größe zwischen Tetrapackgröße bis hin zu therapeutischen Instrumenten, auf welche man sich legen kann.
In der Regel sind sie pentatonisch gestimmt und werden – je nach Größe – entweder mit Schlägeln oder mit Händen gespielt.

Becken, Zimbeln und Fingerzimbeln werden entweder paarweise aneinander geschlagen oder nach der tibetischen Art: ein Becken wird waagerecht gehalten, während man es mit dem anderen, senkrecht gehaltenen, zart berührt.

becken_zimbelnDie einfachste Spieltechnik ist das Halten eines Beckens am Band, während man mit einem Filzschlägel dagegen schlägt.

Achtung: der empfindlichste Teil des Beckens ist der Rand! Dieser reißt sehr schnell ein!

Becken mit Rissen (Rockmusiker nennen sie „overplayed“) müssen nicht unbedingt weggeworfen werden! Allerdings muss beachtet werden, dass sich der Riss in der Regel weiter ausdehnt. Dem kann insofern entgegengewirkt werden, als man die betreffende Stelle halbkreisförmig ausschneidet (so dass das Becken aussieht, als hätte jemand hinein gebissen …) Das Becken klingt zwar nicht mehr ganz so voll wie vorher, reicht aber in jedem Fall noch aus. Weiterhin sollten Becken hin und wieder gereinigt werden. Die Ablagerungen (es gibt Profis, die ihre Becken nur mit Handschuhen anfassen) beeinflussen den Klang.

schellenSchellenrassel, Schellenkranz und Schellenband werden entweder im Rhythmus geschüttelt, in die hohle Hand geschlagen oder um Fuß- bzw. Handgelenk gebunden, so dass Tanzschritte, Stampfen oder Bewegungen perkussiv untermalt werden.

Der (oder das, neuerdings aber auch endlich „die“) Triangel (!) wird am Bändchen gehalten und mit einem Metallschlägel geschlagen. (Die Gummiseite ist der Griff) Man erhält ihn in verschiedenen Größen und somit auch unterschiedlichen Stimmungen.

triangelAchtung: Profis benutzen nicht das Bändchen sondern lassen den Triangel frei über die Zeigefingerbeuge der leicht gewölbten Hand, so dass ggf. gedämpft werden kann.

Die Handtrommel wird in einer Hand gehalten und entweder mit der anderen oder mit einem Schlägel geschlagen. Differenziertere Klänge erreicht man mit dem Handspiel.

handtrommelnDie Schellentrommel sollte stets mit der Hand auf dem Fellrand gegenüber der haltenden Hand gespielt werden.
Der Schellenkranz wird hin- und her bewegt und gegen die Hand oder das Bein geschlagen.

kleine_paukenKleine Pauken werden mit Schlägeln gespielt. Sie werden gestimmt wie Handtrommeln:
Felle müssen gleichmäßig gestimmt werden! Felle sollen in der Regel über Kreuz und möglichst weit auseinander liegend gestimmt werden. Weiterhin sollten die Schrauben „in kleinen Etappen“ (ca. 2 Umdrehungen) angezogen werden, damit die gleichmäßige Spannung gewährleistet wird.

Bei trockener Luft während der Lagerung sollen sie entspannt werden!

Pauken existieren weiterhin als Pedalpauken und als Drehpauken. Die Stimmung wird hierbei durch Betätigen eines Pedals oder Drehen des gesamten Kessels verändert.

paukeAuch hierbei gilt: bei trockener Luft nach jedem Spiel wieder entspannen.

Das Aufziehen eines neuen Felles gehört nicht in zwingend in die Hände des Musikalienhändlers. Diese Reparaturen kann man durchaus selbst bewerkstelligen und ggf. mit Schülern durchführen, so dass man für die Zukunft „Spezialisten“ hat.