Latin-Grooves

Latin-Grooves

Latin-Grooves
Gerade so genannte „Latin-Grooves“ sind zum Arbeiten in der Schule prädestiniert. Zum einen bestehen sie oft aus gut durchführbaren Patterns (wobei gerade in der Einfachheit die große Schwierigkeit lebt …), zum anderen sind sie „Fusion“-geeignet, d.h. sie lassen sich sowohl mit Samba-, Afro- als auch mit Rock-, Pop- und traditionellem Instrumentarium kombinieren.

Weiterhin lassen sich gewisse Vorkenntnisse von Schülern, welche bereits ein Instrument lernen, mit einbauen.

Anfangs sollte man hier behutsam beginnen; eine in der ersten Stunde überforderte und leicht frustrierte Gruppe ist schwer zum Weitermachen (und somit Üben!) zu motivieren.

Arbeitet man über die Kreisform, in welcher die Pattern anfangs über die Vocussions-Ebene erarbeitet werden, so können kleine Sprechsequenzen (nach Möglichkeit mit abwechslungsreichen Worten und nicht „ja-ja-so-geht’s-ja-ja-ja-ja“) die Erarbeitung unterstützen:

(Anm. Notation für Trommeln, wobei die unteren Noten den Bass (bzw. Hembra oder Quinto), die oberen den Tipp (bzw. Macho oder Conga) darstellen.

(Anm. Notation für zweite Trommelstimme, welche auch auf Kisten, Tischen, Stühlen, Kartons etc. gespielt werden kann)

Hiervon ausgehend lässt sich dann eine einfache Bassfigur einbauen (etwa basierend auf am7 – D7, einer klassischen „Santana-Figur“) , welche nur auf zwei leeren Saiten gespielt wird:

Weiterhin lassen sich dann zusätzliche Percussioninstrumente (wie etwa Claves, Shaker, Gurio etc.) hinzuarrangieren; auch Stabspiele „passen“ (vor allem Xylophone; das Basspattern kann durchaus von einem Bassxylophon gespielt werden).

Eine denkbare Schlagzeugfigur (welche durchaus von drei Schülern – ein Bassdrum-Spieler, ein Snare-Spieler, ein Hi-Hat-Spieler) gespielt werden kann, könnte so aussehen:

(Anm.: Die obere Reihe stellt die Hi-Hat dar (die oberen Töne sind geöffnete, die unteren die geschlossene Hi-hat); die untere Reihe stellt mit den Bass-Tönen die Bass-drum, mit den hohen Tönen die Snare dar)

In geübten Klassen, welche bereits auf ein gewisses „Pattern-Repertorie“ zurückgreifen können, kann man nun das Arrangement durchaus „an die Gruppe weitergeben“. In der Regel entwickeln Schüler die Pattern weiter und sind in der Lage, selbständig weiterzuarbeiten.