Exkurs – Audacity

Exkurs – Audacity

Exkurs – Audacity
Um eigene (kleinere) wav-Dateien zu erstellen (wie z.B. zum Aufbau einer „Soundlibrary“ mit Geräuschen, Effekten, Stimmen oder kurzen Instrumentalpassagen, mit denen man später in der gleichen Art und Weise wie oben beschrieben arbeiten kann) genügt der Anschluss eines Mikrofons an den entsprechenden Eingang der Soundkarte (oft ist hier ein Mikrofon abgebildet).

Hier ist anzumerken, dass mit der Qualität der einzelnen Komponenten (Soundkarte, Prozessorleistung und vor allem Mikrofon) die Qualität des erstellten Produktes steigt. Natürlich gilt auch hier oft „je teurer desto besser“, was allerdings nicht „per se“ behauptet werden kann, da oft „günstige Produktionen“ schon recht gut klingen können und im Musikunterricht der Kosten-Nutzen-Faktor nicht außer Acht gelassen werden darf.

Audacity (http://audacity.sourceforge.net/about.php) ähnelt im Aufbau des einen herkömmlichen Kassettenrecorders; oben findet sich ein „play-, ein stop- und ein record-button“.

Unter „File/Preferences …/Audio I/O“ (Audio in/out) wird der Audio-Treiber eingestellt; darüber hinaus kann man eine Stereooption einstellen:
Mit Drücken des Record-Button kann die Aufnahme gestartet werden. Das Programm zeichnet auf und stellt das Ergebnis in Wellform dar.

Anschließend markiert man die Spur, indem man mit gedrückter linker Maustaste im oberen Bereich entlang fährt oder den Befehl Edit/Select All … wählt. Nun lässt sich die erstellte Datei mit Effekten versehen (Effect).
Hierbei sollte man anfangs zunächst etwas „experimentieren“, da sich die Arbeit hier in der Regel mit dem Handeln (learning by doing) erklärt.

Besonders interessant (vor allem für die Verfechter der sog. backmasking-Theorien, welche im Rückwärtsspielen von Musik immer noch verschlüsselte Botschaften hören wollen) ist der Effekt „Reverse“ (Effect/Reverse), welcher die wav-Datei von hinten nach vorne spielt.

Störgeräusche markiert man wie oben beschrieben separat und löscht sie mit dem Befehl Edit/Cut. Darüber hinaus kann man bestimmte Bereiche ausschneiden und über „Paste“ wieder einfügen.

Das Programm kann noch weit mehr; hier sollte man einfach ausprobieren.
Eine derart bearbeitete Datei wird dann über den Befehl „File/Export as WAV …“ gespeichert. Auch hier hat es sich bewährt, spezielle Ordner anzulegen, um die Übersicht zu behalten.

Eine derart erstellte Datei lässt sich nun problemlos wieder in Logic Fun © öffnen und dort weiterbearbeiten, arrangieren, mit anderen Dateien vermischen, ergänzen etc.