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Wikifonia – Noten und Leadsheets zum Download

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Wikifonia – Noten und Leadsheets zum Download
Wieder einmal muss ich vom Sebastian spiegeln, denn dieser Verweis ist es wert, auf beiden Seiten zu erscheinen.

Wikifonia – ein Projekt das bereits seit 2006 besteht und ich wundere mich genauso wie Herr Dorok, wieso der Link erst heute auftaucht, denn diese Seite ist im Grunde ein Muss für Musiklehrer (egal ob im Schuldienst oder als selbständiger Musik(schul)lehrer).

Wie aus dem Namen erkenntlich, handelt es sich hierbei um ein Wiki, welches nicht nur ge- (um nicht zu sagen be-)nutzt werden soll sondern welches zur aktiven Teilnahme auffordert. Dieses Wiki ist eine Platform für Leadsheets von Songs aus dem Genre Rock, Pop und Jazz.

Auf Wikifonia finden sich einige hundert qualitativ hochwertige Leadsheets , also die Melodiestimme mit Akkordbezeichnungen zu vielen Songs – der Jazzbereich ist ebenso gut vertreten wie so genannte Popstandards.

Der Vorteil liegt im MusicXML-Format, welches es ermöglicht, dass die Noten direkt auf der Website transponiert werden können (gerade wer mit Bläser arbeitet, wird sich über die Bb- und Eb-Transponiermöglichkeit per Knopfdruck freuen) und als PDF geladen und gedruckt werden können.

Darüber hinaus lassen sich die Noten etwa in MuseScore öffnen und weiter bearbeiten, was sowohl bei der Unterrichtsvorbereitung zuhause als auch als Einsatz im Unterricht sehr reizvoll sein kann.

Letzten Endes – wie so oft – mein 2.0-Appell: Wer saugt, möge sich doch auch bitte am Comunity-Gedanken beteiligen und in einer ruhigen Stunde den ein oder anderen Song beisteuern – nur so wächst ein Archiv und dient weiterhin dem, wofür wir es brauchen: Dem Musizieren mit Kindern und Jugendlichen.

Weihnachtliederbuch

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Weihnachtsliederbuch
Die Seite musik.klarmachen-zum-aendern.de möchte ich jedem Musiklehrer ans Herz legen, da hier Wert darauf gelegt wird, dass Musik in erster Linie gespielt werden will …

Die Macher und Mitarbeiter dieser Seite haben nun ein Weihnachtsliederbuch mit GEMA-freien Liedern zusammengestellt, das sich derzeit unglaublicher Beliebtheit erfreut.

Im Vorwort macht der 1. Vorsitzende der Musikpiraten e.V. darauf aufmerksam, dass Bildungseinrichtungen ihren vorrangigen Zweck, nämlich die Vermittlung von Bildungsinhalten, verfolgen sollen und sich nicht um Lizenprobleme kümmern müssten. Das Ziel sei es gewesen, ein kleines Liederbuch zusammenzustellen, dass jeder legal und kostenfrei erwerben, kopieren und verteilen dürfe.

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit kommt die Lizenzierungsproblematik von Notenblättern auf. Seit Ende 2009 bietet die GEMA Tarife für Kindergärten und Vorschulen an, damit auch diese Bildungseinrichtungen rechtssicher Kopien davon anfertigen können. Natürlich wird dafür ein entsprechender Obulus fällig, vom Verwaltungsaufwand ganz zu schweigen. Aus diesem Grund hat der als gemeinnützig anerkannte Musikpiraten e.V. Notenblätter gemeinfreier Advents- und Weihnachtslieder gesucht, die entweder unter Creative Commons lizenziert sind oder von den Urhebern sogar als gemeinfrei ausgezeichnet wurden.

Dieses Buch ist hier einseh- und ladbar. Die Besonderheit liegt darin, dass das Dokument sowohl als pdf, als auch als OO-Textdokument zu laden ist, so dass per copy and paste sehr leicht eigene Weihnachtsliederhefte bzw. Blätter für die Weihnachtsfeier erstellt werden können, zumal die Dateien auch als png zu laden sind. Für Nutzer von LilyPond sind die Dateien im entsprechenden Format abgelegt, so dass sie bearbeitet, transponiert oder ergänzt werden können.

Gerade hierin findet sich wiederum der Gedanke des SocialWebs: Alle sind aufgerufen mitzumachen. Das Heft konnte nur durch die Arbeit vieler fertig gestellt werden.

Noch mehr Weihnachtslieder in MIDI- und Notenfiles finden sich auf musica.atdieser und auf dieser Seite sowie im Lieder-Archiv. Eine weitere umfangreiche Sammlung habe ich auf dieser Seite gefunden, auf welcher sich ein weiteres Liederbuch anschauen und laden lässt.

Weiterhin gibt es einen Weihnachtsliederadventskalender mit Originalaufnahmen, Halbplaybacks und Noten.

Und wer es international liebt, der schaue doch einmal bei Mama Lisa vorbei.

Die roten Rosen: Little Drummer Boy – Mitspielsatz

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Die roten Rosen: Little Drummer Boy – Mitspielsatz
Ein kleiner Mitspielsatz für die Weihnachtszeit mit einer feinen und wirksamen rhythmischen Rückung. Die CD der “Roten Rosen” (ein Deckname der Toten Hosen) Wir warten auf’s Christkind darf eh in keinem Musiksaal fehlen. Der Song The Little Drummer Boy lässt sich mittlerweile auch einzeln kaufen und ist prädestiniert für einen auf den ersten Blick einfachen aber dennoch anspruchsvollen Satz für Boomwhackers, der durchaus auch auf Stabspielen gespielt werden kann.

Beim Hören und Mitzählen merkt man, dass hier im Viervierteltakt vor dem “rum pum pum pum” ein Zweivierteltakt eingeschoben ist (auch Punk kann anspruchsvoll sein). Da ungerade Rhythmen für Kinder leichter zu spielen und zu merken sind, wurden bei diesem Satz zwei Takte (der 4/4 und der 2/4) addiert und wieder durch zwei geteilt, so dass zwei gleiche Takte mit 3/4 entstehen. Dies ist anfangs ein wenig ungewöhnlich, spielt sich allerdings sehr schnell ein.

Der Song ist formal in drei Durchläufen A-Dur und 2 Durchläufen C-Dur aufgebaut, so dass in der Begleitung mit Powerchords die diatonischen Sätze von Boomwhackers ausreichen und keine chromatischen Ergänzungen benötigt werden. Lediglich das D muss getauscht werden.

Um in der Erarbeitungsphase Abwechslung ins Geschehen bringen, bietet es sich beim harmonieweisen Üben der Gruppe, welche gerade wartet (also die C- oder die A-Gruppe) den Arbeitsauftrag zu geben, die Pausen mit dem Rascheln einer Plastiktüte zu füllen. Um den kompletten Satz von allen Schülern spielen zu lassen, benötigt man pro Spieler einen Satz.

Der Mitspielsatz, der mit der Melodie der Sologitarre startet, ist hier sowohl in Rhythmussprache als auch in vereinfachter Notation nach Kodály angehängt.

Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement

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Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement
Zugegeben – die Jungen Dichter und Denker haben seinerzeit eine Nische für sich entdeckt und diese mittlerweile mit den Zahlen- und Lern-CDs viellicht ein wenig zu arg ausgeschlachtet; dennoch – die ersten beiden CDs allerdings konnten und können sich hören lassen.

Die Geschichte von Belsazar aus dem Buch Daniel (5, 1 – 30) gehört zu einer der spannesten und mystischsten Geschichten der Bibel. Ob nun fächerübergreifend mit Religion bzw. Ethik (immerhin handelt es sich hier um ein die Konfessionen überschreitendes Thema das mit seiner Respektlosigkeit anderer Religionen gegenüber nie an Aktualität verlieren wird) oder in Verbindung mit Deutsch, indem das Gedicht Heinrich Heines zum Sujet wird – der Song Belsazar kann behandelt, kritisch besprochen, gerapt und (mit-)gespielt werden.

Besonders reizvoll wirkt hierbei auch das Gemälde Rembrandts, welches – als stummer Impuls präsentiert – die Geschichte quasi von alleine erzählt.

Bei diesem Song handelt es sich um ein klassisches HipHop-Arrangement: wenige, einfach und überschaubare Pattern (Loops) werden miteinander verknüpft.

Diese Arbeitsweise ist vielen Schülern vom MagicMusicMaker bzw. von GarageBand her vertraut: Loops werden miteinander verbunden, übereinander arrangiert, so dass ein Song wie ein „hörbares Legospiel“ zusammengebaut wird. Demzufolge kann das Gedicht als Grundlage dienen, einen eigenen Song zu produzieren. Hierfür lässt sich neben den beiden Programmen auch Freeware einsetzen:

Aviary bietet mit Myna eine online-Version eines Sequenzers an, so dass keine Software am Rechner installiert werden muss, was an manchen Schulen durchaus problematisch sein kann. Mit MU.LAB Free von MUTOOLS gibt es eine Softwarelösung, die zwar installiert werden muss und für schulische Belange mehr als ausreichend ist.

Darüber hinaus lässt sich ein passendes Arrangement durchaus mit LiveLooping (mit Soft- oder Hardware) erstellen.

Die Version der Jungen Dichter und Denker besteht aus folgenden Loops:

  • Drums
  • Bass
  • Gitarre I
  • Gitarre II
  • Piano I
  • Piano II
  • Rhodes
  • Streicher
  • Chor

Die Patterns sind einfach spielbar, eine Partitur habe ich rausgehört und hier hinterlegt.

Die Schüler können diese Bausteine üben und anschließen ihr eigenes Arrangement einrichten. Das Arrangement muss weder vollends mit dem Original übereinstimmen noch muss es in der gleichen Art instrumentiert werden. Hier ist Kreativität erwünscht – es soll ergänzt, ersetzt, ausgelassen, umgestellt kurzum: bearbeitet werden.

Weiterhin kann es zunächst einmal interessant sein, das Originalarrangement „herauszuhören“. Dies kann durch die Karaoke-Version erleichtert werden, da man hier den einzelnen Bandstimmen besser folgen kann.

Mithilfe einer einfachen Matrixnotation (Tabelle) kann nun eine Art Partitur erstellt werden, in welcher die einzelnen Stimmen mitverfolgt und eingetragen werden.

Hierbei empfiehlt es sich, anfangs den Fokus nur auf wenige Instrumentalgruppen (etwa nur Drums, nur Piano etc.) zu richten und den Rest in Gruppenarbeit erarbeiten zu lassen.

Letzten Endes kann natürlich auch ein Werkvergleich mit bzw. eine vertiefende Auseinandersetzung durch die Kompositionen von Robert Schumann oder das Oratorium von Georg Friedrich Händel angestrebt werden.

Musik visualisieren – Music Animations Machine

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Musik visualisieren – Music Animations Machine

1970 hatte Stephen Malinowski die Idee, Musik zu visualisieren – nicht nur mit bunten Kreisen und aufleuchtenden Effekten, wie Winamp und Mediaplayer es tun sondern musikalisch.

Die ersten Versuche der Music Animation Machine setzte er Mitte der 80er Jahre um, was er später mit MIDI, schnelleren Rechnern und ausgefeilteren Methoden perfektionierte.

Noten sind in der Regel der Ursprung der Musik vor 1900 (fälschlicher Weise oft als „klassische Musik bezeichnet), für den Musizierenden als Vorschrift, für den Dirigenten als Komplettansicht, für den Laien allerdings nahezu unlesbar, da die Notation nur wenig beim Verwständnis von Musik hilft.

Die Music Animation Machine visualisiert nun auf eine ganz andere Art als die klassischen Noten Musik. Die Musik wird hier in farbige Balken (“bars”) zerlegt, wobei diie Länge der Balken die Länge der Töne angeben und die Tonhöhe räumlich angezeigt und einzelne Stimmen farblich unterschiedlich dargestellt werden, wodurch Musik in gewisser Weise reduziert und in jedem Fall verständlicher dargestellt wird.

Malinowski experimentiert und entwickelt weiter. Er stellt die Software zur Verfügung und ergänzt seine Animationen durch eine mitlaufende Partitur.

Eine neue Variante besteht darin, hinter die Grafik Filmsequenzen des Orchesters zu legen, was einen weiteren visuellen Reiz darstellt.

Es lohnt sich mit Sicherheit, Malinowskis YouTube-Kanal zu beobachten – er aktualisiert ihn regelmäßig.

Eine weitere Idee, für oder von höheren Klassen Musik mit einer mitlaufenden Partitur zu unterlegen bzw. unterlegen zu lassen, lieferten (zumindest in ähnlicher Weise) die Macher von Musescore, der Notendruckfreeware, die immer professioneller zu werden scheint.

In einem Tutorial zeigen sie, wie man das Notendruckprogramm mit einer Screen-Capture-Software (hier gibt es zahlreiche Free- bzw. Shareware für den Mac und für Win) abfilmen kann.

Besonders elegant wird der Film, wenn man statt dem oftmals sehr schlechten Klang der MIDIs, die man für Orchestermusik in wahrer Fülle in den classicalarchives findet und die man ins Notendruckprogramm importiert, später durch gute Aufnahmen ersetzt.

Das verlangt schon ein wenig Arbeit, da man das Tempo des MIDIs auf das Tempo (und auf etwaige Schwankungen) der Originalaufnahme anpassen muss, liefert aber in jedem Fall sehr elegante (und brauchbare) Ergebnisse.

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