Underscoring
Bühnenmusik
0Bühnenmusik
Bühnenmusik beinhaltet sowohl das musikalisch unterlegte Theaterstück als auch die „große musikalische Veranstaltung“ wie Musical, Tanztheater oder Revue.
Hier geschieht das Klassenmusizieren in erster Linie produktorientiert, wenngleich auch hierbei Prozesses in Gang gesetzt bzw. gefördert werden. Die gewählte Bühnenmusik hängt maßgeblich von der angestrebten Bühne ab.
Gilt es im Klassenverband kleinere und größere Szenen musikalisch zu untermalen, ähnelt die Arbeit stark der Produktion von Klanggeschichten, Gedichtvertonungen, Hörspielen usw.
Sobald allerdings eine etwas „größere“ Veranstaltung angestrebt wird, sollte man so gut wie irgend möglich mit Technik arbeiten. Oft erlebt man – gerade im Primarbereich – wunderschöne Veranstaltungen, welche aber ab der dritten Reihen nur noch schwach zu hören waren.
Es scheint eine typische Lehrereigenart zu sein, stolz behaupten zu können, man versuche „kleine Brötchen“ zu backen. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Niemand erwartet perfekt professionelle Beschallung. Allerdings ein Quäntchen Salz tut auch den kleinen Brötchen oft gut …
Arbeitet man im „etwas größeren Rahmen“ öffnen sich weitere neue Möglichkeiten, um Schüler aktiv am Prozess zu beteiligen. Natürlich stehen in der Idealvorstellung alle Schüler auf der Bühne; allerdings wollen das nicht immer alle …
Bei Bühnenmusiken benötigt man eine ganze Reihe anderer wichtiger Helfer wie Lichttechniker, Requisiteure und Tontechniker, Bühnenbildner, Maler, Kostümschneider usw. Somit bietet sich diese „hohe Form“ an, um zumindest alle zwei Jahre ein „größeres Projekt“ zu starten.
Hörspiele
0Hörspiele
Dort wo Klanggeschichten oder Gedichtvertonungen auf „fruchtbaren Boden“ stoßen, bietet es sich an, „im großen Stil“ weiterzuarbeiten.
Ob Kurzgeschichten fremder oder klasseneigener Autoren, ob länger Passagen aus Krimis, nahezu jedes Schriftwerk kann zum Hörspiel gestaltet werden. Hierbei liegt die Arbeit mit dem PC auf der Hand (siehe hierzu Computer); wobei auch hier „traditionell“, also mit Kassettenrecorder, aufgezeichnet werden kann.
Gerade bei Hörspielen ist der Aspekt der „Mood-Technik“ äußerst interessant. Hierbei muss die Musik nicht zwingend selbst gespielt werden; oft bietet es sich an, auf CDs (jeder Gattung) zurückzugreifen und diese zu integrieren.
Im Idealfall geschieht auch dies wiederum fächerübergreifend mit Deutsch. Der Vorteil der Hörspielarbeit scheint zugleich ihr Nachteil zu sein: Bei der Aufnahme muss äußerst konzentriert gearbeitet werden und oft sind es nur wenige Schüler, welche aktiv daran teilnehmen können.
Deshalb ist es ratsam, hier „professionell“ vorzugehen.
Neben dem Regisseur, den Sprechern und den „Sounddesignern“ werden weiterhin Techniker (Mikrofon halten, Aufnahme starten, kontrollieren, gegebenenfalls abbrechen), Regisseure, Aufnahmeleiter („… und …. Action!“), welche genauestens den Text mitlesen müssen benötigt. Das „Underscoring“ kann eine Gruppe von Sounddesignern gestalten, welche sowohl „Klangteppiche“ (wiederum im Idealfall natürlich „live“ gespielt) unterlegen als auch Geräusche hinzufügen.
Darüber hinaus kann man bei der Arbeit mit dem PC noch weiterhin Effekte (wie Hall, Echo usw.) hinzufügen, kann Stimmen verfremden („pitching“) oder spezielle Soundeffekte (Gewitter, Donner, Schüsse etc.) hinzufügen um das Hörspiel so realistisch wie möglich zu gestalten.
Weiterhin kann dies als Projekt gestaltet werden. Eine Rundfunkanstalt oder der „offene Kanal“ können besichtigt, Fachleute interviewt und Hörspiele gezielt gehört werden.
Oft finden sich hier „Spezialisten“, welche an einer Kooperation sehr interessiert sind und sich „über die Schulter schauen“ lassen bzw. aktiv helfen und unterstützen.
Mithilfe zweier Aufnahmegeräte oder des PCs lassen sich enstsprechende Klänge künstlich erstellen. Hierbei kann man sich zweierlei Techniken bedienen: entweder werden die Geräusche hierfür „vor Ort abgeholt“, d.h. sie werden aufgezeichnet oder sie werden in Soundarchiven wie z. B. die Hörspielbox gesucht und eingesetzt.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Geräusche – wie einst der „Geräuschemacher“ – zu erzeugen (vgl. hierzu den Schlager „Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche …“)
Folgende Tipps können hierfür hilfreich sein:
Autogeräusche
Durch Hin- und Herschieben von Rollschulen lassen sich verschiedene Fahrgeräusche erzeugen – je nach Unterlage klingen die Fahrgeräusche anders.
Bach
Aus einer Gießkanne einen dünnen Wasserstrahl in eine mit Wasser gefüllte Schüssel plätschern lassen.
Dampfer
Eine leere Flasche an die Unterlippe setzen und vorsichtig über die Öffnung blasen.
Donner
In einen Luftballon kleine Murmeln oder Haselnüsse stopfen, dann den Ballon aufblasen und dicht am Mikrofon kräftig hin- und herschütteln oder eine dünne Blechplatte (z.B. ein Kuchenblech) oder einen großen Karton schütteln (z.B. einen Zeichenkarton).
Eisschollen
Mehrere leere Flaschen verschließen und in einem Wasserbad treiben lassen, so dass sie leicht gegeneinander stoßen.
Feuer
Dicht vor dem Mikrofon ein Stück Zellophanpapier zerknüllen oder – bei großen, starken Feuer – z.B. einem Waldbrand: über das Mikrofon pusten, während ihr das Zellophanpapier zerknüllt. Besonders echt hört es sich an, wenn dabei jemand vor dem Mikrofon dünne Hölzchen zerbricht (oder Nüsse knackt). Weiterhin lassen sich ein paar Streifen Alufolie (1 cm breit) an einer Schnur befestigen, worauf hin die Schnur so bewegt wird, dass sich die Alustreifen gegenseitig berühren.
Flatternde Vögel
Ein Küchentuch an zwei Enden fassen und durch Hin- und Herschwingen vor dem Mikrofon Flattergeräusche erzeugen.
Flugzeug
Einen Föhn vors Mikrofon halten und dazwischen eine Pappe bewegen.
„Geisterstimme“
Das Mikrofon dicht an einen Plastikeimer stellen und in eine (möglichst lange) Pappröhre sprechen, deren Ende in den Eimer gehalten wird oder einen tiefen Suppenteller ganz voll mit Wasser füllen. Dann am Tellerrand in das Wasser sprechen, damit es blubbert und gluckst beim Sprechen. Das Mikrofon dicht an den Teller halten. Weiterhin kann man in eine Blechdose oder andere Hohlkörper sprechen.
Glocken
Verschiedene Porzellantassen nebeneinander hängen. Mit dem Finger dagegen schnipsen und mit dem Mikrofon dicht an der Tasse den Klang aufnehmen.
Hagel
Reis in eine leere Blechdose rieseln lassen (Mikrofon dicht an die Dose halten).
Hauseinsturz
Mehrere leere Streichholzschachteln langsam in der Faust zerknüllen.
Herzschlag
Ein Geschirrtuch mit beiden Händen anfassen und rhythmisch auseinander ziehen.
Klapperndes Fahrrad
Einen Regenschirm ohne Bespannung schütteln und ab und zu mit einer Fahrradklingel klingeln.
Luft, die entweicht
Eine Sprudelwasser-Flasche schütteln und langsam den Deckel öffnen. (Dicht am Mikrofon!)
Meeresrauschen
Mit einer Bürste in kreisenden Bewegungen über ein Kuchenblech streichen. Je nachdem wie fest man drückt, gehen oder kommen die Wellen oder trockene Erbsen in eine Handtrommel schütten und diese dann hin- und herbewegen, so dass die Erbsen von einer Seite zur anderen rutschen. Weiterhin kann man eine Schüssel mit Wasser füllen und mit der Hand darin herumplätschern (leichte Wellen).
Motorboot
Einen eingeschalteten Mixer in einen mit Wasser gefüllten Eimer halten (geht auch mit einem Küchenquirl).
Peitschenknall
Zwei Lederriemen übereinander legen, dann die Enden leicht zusammenschieben, so dass zwischen den Riemen eine Lücke entsteht, jetzt die Enden schnell auseinander ziehen, so dass es knallt oder Holzschlappen mit den Sohlen aneinander schlagen.
Pferdegetrappel
Halbe Kokusnussschalen rhythmisch zusammenschlagen.
Pistolenschüsse
Ein Lineal auf den Tisch knallen lassen.
Quietschende Reifen
Mit einer Gabel auf einem Teller herumkratzen oder mit der Stimme: Luft einsaugen und dabei “uuuaaah” rufen.
Raumfahrer (oder Motorradfahrer) unter Helm
Einen Plastikeimer über den Kopf stülpen. Das Mikrofon unter den Eimer, aber nicht vor den Mund, sondern z.B. neben das Ohr.
Regen
Dünne Plastiktüten, Zellophanpapier oder Zeitungspapier reiben oder Eine Handvoll getrockneter Erbsen über ein Sieb kullern lassen. Weiterhin kann man Zucker auf ein straff gespanntes Papier rieseln, eine Tüte Reis in eine Pappkiste prasseln oder eine Steinplatte in die Spüle legen und aus dem Wasserhahn einen dünnen Wasserstrahl darauf laufen lassen. Darüber hinaus kann man Sand oder Zucker auf ein schräg gehaltenes Sandpapier rieseln lassen.
Ruderboot
Eine Plastikschüssel mit Wasser füllen und ein flaches Holzbrettchen im Paddelrhythmus hineintauchen.
Säge
Mit einem alten Kamm über die Kante eines alten Holzbretts schaben.
Schlägerei
Mit den Händen auf die Schenkel schlagen und in die eigenen Hände boxen. Wenn dabei jemand dicht am Mikrofon schnell ein Platt Papier zerreißt, klingt das, als ob ein Hemd zerrissen würde.
Schritte
Papier zerknüllen oder im gewünschten Schrittrhythmus aneinander reiben. (Je nach Art des Papiers klingen die Schritte anders.)
Schritte im Laubwald
Herbstlaub vor dem Mikrofon zusammendrücken oder alte Tonbänder zusammenknüllen und rhythmisch zusammendrücken.
Schritte im Sand
Zellophanpapier zusammenknüllen und im Gehrhythmus zusammendrücken oder einen Sack prall mit Sand füllen und dann mit einem Fuß oder der flachen Hand Schrittbewegungen darauf machen.
Schritte im Schnee
Eine Decke auf einen Kiesweg legen und darüber laufen oder ein Säckchen mit Kartoffelmehl zusammendrücken.
Schwimmen
Hände mit Schwimmbewegungen durchs Wasser ziehen; dabei allerdings nicht an die Kanten kommen!
Sprung ins Wasser
Ein Säckchen mit Sand füllen und in eine volle Wasserschüssel werfen. Weiterhin kann man einen Bauklotz nehmen, der in ein Tuch oder einen Waschlappen eingewickelt ist. Das Mikrofon dabei dicht an die Schüssel halten. Zur Sicherheit in eine dünne Plastiktüte stecken und diese unten zukleben!
Sturm
Ein geriffeltes Kabelroh (Kabelverlegschlauch, Waschmaschinenschlauch oder Heulschlauch) über dem Kopf kreisen lassen.
Telefonstimme
Nase zuhalten und dicht am Mikrofon in einen Joghurtbecher sprechen.
Türknarren
Eine Gitarrensaite mit zwei Fingern gut festhalten und dann langsam an der Saite entlang schaben.
Unfall
Erst das Geräusch von quietschenden Reifen erzeugen. Dann einen alten Kochtopf (oder eine Plastikwanne), der mit Besteck gefüllt ist, aus geringer Höhe fallen lassen und dabei mit der flachen Hand an die Schranktür klatschen.
Vulkan, der brodelt
Das Mikrofon über kochende Flüssigkeit halten (am besten Pudding) Das Mikrofon vorher in eine Plastiktüte stecken, damit keine Spritzer drankommen.
Wind
In kreisförmigen Bewegungen mit einer Kleiderbürste über eine Pappe streichen oder leicht über ein Weinglas blasen. Weiterhin kann man ein Stück Kunstseide oder Nylon über die Tischkante ziehen. Je nachdem, wie schnell man den Stoff zieht, wird die Windstärke variiert.
Zerspringende Fensterscheibe
Kleine Metallteile (Metallabfall aus einer Metallwerkstatt) auf den Boden werfen.
Zugfahrt
Bei der Anfahrt zwei trockene Schaumstoffschwämme dicht vor dem Mikrofon aneinander reiben oder für die Fahrt: Zwei Brettchen mit Schleifpapier bekleben und dann rhythmisch aneinander reiben. Weiterhin kann man Holzlineale hintereinander mit Klebstreifen auf den Boden aufkleben. Dann mit Skateboard oder Rollschuhen über die Lineale hin- und herrollen.
Gedichtvertonungen
0Gedichtvertonungen
Das Vertonen von Gedichten unterscheidet sich im Grund nur wenig von der Klanggeschichte, wobei vor allem hier die Qualität des Lehrer- bzw. Schülervortrags im Vordergrund steht.
Hier kann man auch auf so genannte Hörbücher, die in vielen Stadtbüchereien erhältlich sind, zurückgreifen, auf welchen Schauspieler Gedicht vortragen. Das Endergebnis steigert sich hierdurch oft merklich.
Darüber hinaus hat es sich bewährt, im Musikunterricht selbst „musikspezifische“ Gedichte zu schreiben; im Idealfall geschieht dies fächerübergreifend mit dem Deutschkollegen.
Da hier oft die Suche nach passenden Reimwörtern hemmt, haben sich vor allem die „freien Gedichtformen“ etabliert:
Haiku
Das klassische japanische Haiku besteht aus siebzehn Silben, meist im Rhythmus 5 – 7 – 5 Silben, wobei man hier bedenken muss, dass es sich hierbei um japanische Worte und Silben handelt; für deutsche Übersetzungen trifft dies nicht immer zu. Von daher darf die Vorschrift auch übertreten werden.
Es beschreibt ein Naturerlebnis in einer bestimmten Jahreszeit, wobei diese meist durch ein Jahreszeitenwort (z.B. Knospen für Frühling) bestimmt ist. Weiterhin sollte eine spürbare Bewegung erkennbar sein, welche durch den Gebrauch von Verben in der Gegenwartsform oder durch die Gestaltung von zwei Polen die in einer gewissen Spannung zueinander stehen, erreicht werden kann. Reime, Worttrennungen über das Zeilenende hin, Fremdwörter und Wortwiederholungen sollten nicht verwendet werden.
Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein –
das Geräusch des Wassers
(Bashô (1644-1694))
Stille – der Zikadenlärm
dringt
ein in die Felsen
(Shiki (1866 – 1902))
Das Haiku ist prädestiniert, um es instrumental zu begleiten. Weiterhin zeigen Kinder sehr oft großes Gespür für diese Form von Lyrik und können schnell Adaptionen schreiben.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe japanischer Gedichtformen, welche im Musikunterricht „vertont“ werden können. Näheres unter http://kulturserver-nds.de/home/haiku-dhg/.
Elfchen
Das Elfchen ist eine Gedichtform, welch spielerisch sehr leicht zu erarbeiten ist. Formal gilt beim Elfchen:
1. Zeile – ein Wort
2. Zeile – zwei Wörter
3. Zeile – drei Wörter
4. Zeile – vier Wörter
5. Zeile – ein Wort
Dies lässt sich dann „vertonungsbereit“ schreiben: ob poetisch oder rein aufs Musizieren konzipiert ist hierbei anfangs nicht relevant. Etwa:
töne
ganz leise
wachsen sie langsam
füllen den raum mit
musik
Auch hierbei zeigen Schüler in der Regel sehr große Begeisterung und schreiben oft noch zu Hause eigene Elfchen.
Aspekte von Klanggeschichten
0Aspekte von Klanggeschichten
Unter „underscoring“ versteht man im Filmwesen das Unterlegen einer Filmhandlung mit Dialogen, Geräusche und einem „Klangteppich“.
Diese Technik wird vor allem im Primarbereich häufig eingesetzt; man spricht hier in der Regel von „Klanggeschichten“. Das Repertoire wächst im Laufe der Zeit und so ist es auch in der Sek II möglich, Klanggeschichten, Hörspiele etc. aufzuzeichnen, digital zu bearbeiten etc.
In der Regel frei bzw. graphisch notiert und oft improvisiert stellen sie einen weiteren Aspekt des Themas „Klassenmusizieren“ dar, welcher das gesamte Spektrum – von der Vocussion und Bodypercussion über Orffsches und Rock-Instrumentarium bis hin zum Harddiscrecording zulässt.
Hier findet sich eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur freien Arbeit, zur Binnendifferenzierung, zum experimentellen Spiel und zur Improvisation.
Mit Klanggeschichten wird oft schon im Elementarbereich gearbeitet. Trotzdem – unabhängig von den mitgebrachten Vorkenntnissen – ist es sinnvoll, hierfür ein gewisses „Repertoire“ aufzubauen.
Die „klassische“ Klanggeschichte beginnt oft mit Worten wie „Eines Tages entschloss sich der dicke Bär, einmal ein wenig weiter zu spazieren. Er ging den tapsig den Berg hinunter …“ Zu diesen Worten stampfen die Kinder mit.
Oft ist hierbei allerdings zu erkennen, dass manchen Kinder „einfach mitstampfen“, ohne einen tieferen Sinnzusammenhang zu erkennen; die Frag nach „Aktionismus“ drängt sich auf. Weiterhin ist fraglich, inwiefern das Stampfen von allen Schülern noch dem von der Geschichte beschriebenem Klang (es war ein Bär) entspricht.
Klangereignisse können
- imitierend (in diesem Fall die Schritte),
- adaptierend (etwa Claves für Hagelkörner) oder
- in „Mood-Technik“, d.h. durch die Zuordnung „musikalische Stimmungsbilder“ (etwa ein langsames Xylophonglissando für die aufgehende Sonne oder einen Triangelton für eine plötzliche Idee) vertont werden.
Hierbei ist zu prüfen, welche Technik sich „aufdrängt“ bzw. ob Techniken miteinander vermischt werden sollen (bzw. dürfen).
Auch bei Klanggeschichten hat sich ein gewisser methodischer Aufbau bewährt:
- Die Qualität einer Klanggeschichte hängt maßgeblich vom Vortrag des Erzählers (bei Erstbegegnungen meist der Lehrer) ab! Je besser vorgetragen wird, desto stärker steigt die Bereitschaft und Kreativität der Schüler. Das Einbeziehen von Aufnahmen anderer Sprecher (etwa Eltern, Kollegen, Schüler anderer Klassen) kann hier für interessante Abwechslung sorgen.
- Klangereignisse sollten nach Möglichkeit fixiert werden. Hierfür sollten die entsprechenden Begriffe gekennzeichnet werden.
- Die Vertonungen sollten so gewählt werden, dass sie den dramaturgischen Ablauf nicht stören bzw. „zukleistern“. Nicht jedes Wort muss zwingend vertont werden; auch hier liegt die Kunst im Zurückhalten.
- Eine „Findungsphase“, in welcher die Schüler experimentieren können, welcher Klang dem Wort am nächsten kommt, kann oft sehr hilfreich sein.
- Bei Erstbegegnungen mit Klanggeschichten sollten die Texte so gewählt werden, dass sie sich in erster Linie auf Imitation und Adaption beschränken. Weiterhin sollten sie „auf Stichwort“ konzipiert sein, so dass die Orientierung leichter fällt bzw. „Einsätze“ besser gefunden werden können.
- Mood-Technik sollte sukzessive eingeführt werden, da sie sich nicht immer aufdrängt. Ein Vergleich mit Filmmusik öffnet oft die Ohren – und somit die Fantasie – der Kinder.
- Mood-Technik, welche sich nicht auf einzelne Töne beschränkt sondern einen „Klangteppich unter den Text legt“, sollte anhand von Stichwörtern festgelegt werden
- Klanggeschichten sollten nach Möglichkeit „konserviert“, d.h. aufgezeichnet oder aufgeführt werden.

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