Techniken der Ergebnissicherung
Musiktheoretisch
0Musiktheoretisch
Ausstellung/Dokumentation
Zwar arbeits- und materialaufwendig aber stets ein großes Ereignis. Ausstellungen sind dafür da, dass sie besichtigt werden, deshalb sollte in die Planung miteinbezogen werden, welche Gruppe (Kollegen, Schüler, Eltern) die Ausstellung wann besuchen kann und welche „Experten“ Rede und Antwort stehen.
Ausstellungen müssen längst nicht mehr visuell geprägt sein! Auch hier bieten sich stets Möglichkeiten, zu hören, anzufassen, auszuprobieren usw.
(Anm.: Im „Großprojekt“ ruhig mal „Leute von draußen“ wie Bürgermeister, Pfarrer oder die Zeitung einladen; Schule soll sich öffnen!)
Mündliche Zusammenfassung am Schluss
Häufig (leider) vom Lehrer gemacht; die Gefahr liegt darin, dass der Lehrer in diese Zusammenfassung noch zusätzlich all das mit hineinpackt, was in der Stunde aus Zeit- oder Sachgründen nicht deutlich gemacht wurde.
Schriftliche Zusammenfassung durch Tafeltext/Wandzeitung oder Diktat
Wurde das Tafelbild (oder noch besser: die Wandzeitung) – wie schon erwähnt – entwickelt, so können es die Schüler am Ende der Stunde abschreiben, mit nach Hause nehmen und (im idealsten bzw. „ideologischsten“ Fall) zu Hause nacharbeiten. Der Nachteil liegt allerdings darin begründet, dass der Lehrer keine Kontrolle darüber hat, ob die Schüler, das Abzuschreibende auch verstanden haben.
Ob der abschließend vom Lehrer diktierte Text noch den Prinzipien eines handlungsorientierten Unterrichts entspricht, mag jeder für sich entscheiden.
Manchmal ist es auch sinnvoll, ein Tafelbild am Ende zusammen mit den Schülern zu entwickeln, was allerdings sehr präzises „Timing“ in der Stundenplanung voraussetzt. (In Grundschulen, in denen die Klingel abgestellt wurde, um den gleitenden Übergang zu praktizieren, ist dies eher möglich)
Arbeit mit dem Schulbuch
Dies setzt voraus, dass die Schüler ein Schulbuch besitzen. Wurde eins angeschafft, haben Schüler und Eltern ein Recht darauf, dass es benutzt wird. Es kann als offizielle Zusammenfassung und Ergänzung des Unterrichtsstoffes dienen.
Musikpraktisch
0Musikpraktisch
„Übergeordnetes Ziel der Ergebnissicherung ist die konstruktive Aufarbeitung der Differenz zwischen den Lehrzielen des Lehrers und den Handlungszielen der Schüler.“ (Hilbert Meyer, Unterrichtsmethoden II, S. 165)
Die Ergebnissicherung dient der
- Protokollierung und Dokumentation
- Übung und Vertiefung
- kritischen Bewertung und
- vernünftigen Verständigung über geleistete Unterrichtsarbeit
Meist ist es das Klingeln zur Pause, dass dem Lehrer im Nacken hängt und welches diese Phase oft zerstört. Deshalb sollte auch hierauf ein Augenmerk gelegt werden.
Methoden hierbei sind:
Im praktischen Musikunterricht „Die Generalprobe“
Jede Liederarbeitung, jedes Instrumentalspiel, jede Szene und jeder Tanz finden ihren Schlusspunkt im letzten Durchlauf. Dieser sollte man einen gewissen Routinecharakter angewöhnen, so dass hier abschließend gesammelte Konzentration entsteht mit dem Ziel, alles so gut wie möglich „fehlerfrei“ zu singen, zu spielen oder zu tanzen.
Verfeinert: „Das Konservieren“
Einen zusätzlichen Motivationsschub bringt das „Konservieren“ also das Aufzeichnen der Ergebnisse auf Video oder Audio.
Dies setzt zwar eine gewisse mediale Grundausstattung voraus, stellt aber einen nicht außer Acht zu lassenden Aspekt hinsichtlich Disziplinschulung auf der einen und genereller Akzeptanz und Freude über das selbst erstellte Produkt auf der anderen Seite dar.
Letzten Endes bieten gerade podcasts hier eine wunderbare Möglichkeit, regelmäßige Dokumentationen aus dem Musikunterricht zu veröffentlichen.
Perfektioniert: „Die Aufführung“
Vor allem in der Grundschule ist es möglich, die Parallelklasse oder eine andere Klasse (warum nicht auch einmal den Hausmeister oder die Sekretärin?) zum kurzen Besuch einzuladen. Dies bereichert zum einen das Grundschulleben zum anderen die Grundarbeitshaltung hinsichtlich des Musizierens der Kinder: sie nehmen die Sache ernster.

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