Stimmspiele

Hörspiele mit Hand und Fuß

2

Hörspiele mit Hand und Fuß
Hörspiele und Hörbücher freuen sich wachsender Beliebtheit. Ein Sujet, das gerade im Musikunterricht unter fächerübergreifendem Aspekt sinnvoll Verwendung finden kann.

Hörbuch oder Hörspiel
Die einfachste und schnellste Form stellt mit Sicherheit das Hörbuch dar. Auch wenn es in diesem Genre eher selten ist, mit Geräuschen und Musik zu arbeiten, bietet sich hier dennoch die Möglichkeit, entsprechend zu arbeiten. Hörbücher können von mehreren Schüler – auch mit verteilten Rollen – eingelesen werden. Weiterhin lässt sich gut auf bereits aufgenommene Werke zurückgreifen, wie sie etwa bei Vorleser.net (mehr als 500 Dateien!) angeboten werden.

Ein Hörspiel benötigt ein Drehbuch. Auch hierfür findet man im Internet Fan-Sites, auf denen man beispielsweise Original-Hörspielskripte oder Fan-Geschichten für die drei ??? oder TKKG einsehen und laden kann.

Die Produktion vorbereiten
Im Grunde braucht man zur Aufnahme nicht mehr als einen Computer. Hat dieser kein eingebautes Mikrofon oder will man die Produktion ein wenig wertvoller gestalten, benötigt man ein spezielles Mikrofon. Eine Auflistung über die gebräuchlichsten Hilfsmittel hierfür haben wir auf schulpodcasting.info gesammelt. Als Software benutzen Mac-User am einfachsten GarageBand, für den PC ist die Freeware audacity empfehlenswert.

Die Produktion starten
Neben der Aufnahme der Dialoge bzw. des Erzählertextes stellt dann die musikalische Untermalung sowie das Hinzufügen der Geräusche einen wesentlichen Aspekt in dieser Arbeit dar. Zum Sounddesign hat Alexander Loitsch ein sehr interessantes Skript zusammengestellt, das hier gelesen und geladen werden kann. Vom gleichen Autor stammen auch ein Skript zum bewussten Hören beim Erstellen eines Sounddesigns.

Hier lässt sich nachlesen, wie eine Hörspielproduktion bei Profis verläuft.

Weiterhin gibt es mit auditorix eine Website, auf der man spielerisch in der Welt des Hörspiels einmal experimentieren, mischen und einiges rund um das Thema Hörspiel/Hörbuch erfahren kann.

Onomatopoesie

0

Onomatopoesie
Was oft auch als Laut- oder Tonmalerei bezeichnet wird, ist die Nachahmung von Naturlauten oder sonstiger außersprachlicher akustischer Phänomene durch klanglich als ähnlich empfundene Lautgestalt eines sprachlichen Ausdrucks.

Im Musikunterricht kann hier in zwei Ebenen gearbeitet werden: Unter dem Aspekt des Umgangs oder Spielens mit der Stimme und unter dem der mit Instrumenten untermalenden Erzählung, welche insofern von Interesse ist, als die musikalische Ebene hierbei nie imitierend sondern in erster Linie adaptierend gestaltet wird.

In diesem Fall löst sich der Begriff “Klanggeschichte” von seinem negativen Image und bietet nahezu unendlich viele Möglichkeiten, Geräusch, Klang und Sprache miteinander zu verbinden.

Zum ersten Arbeiten bzw. Experimentieren in diesem Bereich bietet sich beispielsweise Christian Morgensterns Gruselett an:

Gruselett

Der Flügelflagel gaustert
durchs Wiruwaruwolz,
die rote Fingur plaustert,
und grausig gutzt der Golz.

Dieses Gedicht ist in seiner genialen Einfachheit zum Spiel mit der Stimme, mit mehreren Stimmen, zum Begleiten, zum Instrumentieren, Arrangieren oder Komponieren sowie zum Analogschreiben.

Die hieran orientierte Erzählung “Im Schlumperwald” bietet einen umfangreicheren Prosatext, der sich in ähnlicher Art und Weise im Musikunterricht bearbeiten lässt. Eine vom Autor erstellte Aufnahme bietet beispielsweise die Möglichkeit, eine von den Schülern erstellte Version mit dem Original zu vergleichen; weiterhin kann die Aufnahme verwendet werden, um sie in Gruppenarbeit, am Computer oder live zu vertonen.

Wesentlich umfangreicher (und vielleicht noch prädestinierter für den Musikunterricht) ist Neil Gamians Bilderbuch Die Wölfe in den Wänden. Diese Geschichte strotzt nur so von in Worten gebundenen Geräuschen und Musik. Da wird gehuschelt und getuschelt, geklackt und geknackt, man hört schleichende, krabbelnde und kratzende Geräusche, heulende Wölfe und einen Tuba spielenden Vater.

Auch wenn die Arbeit mit dieser Erzählung mehr als eine Schulstunde benötigt, ist die Arbeit mit diesem fast lautem, eindringlichem und  dennoch gefühlvollen, lebendigem und beeindruckendem Buch mehr als empfehlenswert. Auch hier gibt es eine äußerst gelungene CD, die ergänzend verwendet werden kann.

Darüber hinaus wurde das Kinderbuch vom Nationaltheater Schottland dramatisiert, was auch in der Grundschule durchaus geleistet werden kann, sei es in Form eines Theaterstückes, einer erzählenden Pantomime, durch Schattentheater oder mit Figuren.

Lied- und Stimmspiele

0

Lied- und Stimmspiele
Diese Spielformen setzen eine gewisse Singroutine und vor allem Singfreude bei Schülern voraus und können sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufe gesungen bzw. gespielt werden.

Stimmengewirr für einige
Hierfür wird ein Schüler oder eine kleine Schülergruppe nach draußen geschickt. Währenddessen überlegen sich die anderen ein allen bekanntes Lied, welches in kleine Sequenzen aufgeteilt wird.

Alle stehen nun im Rauf verteilt, während jeder Schüler (oder eine kleine Schülergruppe) nun eine Teilsequenz (welche nicht zu eindeutig sein darf) singt. Die nach draußen geschickten Schüler werden wieder herein gebeten und müssen das Lied erraten.

Eine Variante besteht darin, dass mehrere Lieder gesungen werden, die es zu erkennen gilt.

Stimmengewirr für alle
Hierfür soll jeder Schüler ein ihm bekanntes (eine ganze Strophe mit Text!) stets wiederholend singen. Alle singen gleichzeitig; Tonhöhe und Tempo darf jeder frei wählen.

Ziel ist es, so viele Lieder wie möglich „herauszuhören“. (Hiermit wird sowohl der Höraspekt als das Gefühl für Dynamik entwickelt!)

Stimmengewirr für Paare
Jeder Schüler erhält ein Kärtchen, auf welchem ein allen bekanntes Lied aufgeschrieben ist. Jedes Lied wurde zweimal verteilt.

Die Schüler stehen im Saal verteilt und beginnen auf Kommando zu singen. Singend wandern sie von einem zum anderen, bis sie ihren Partner mit dem gleichen Lied gefunden haben. (Interessanter Weise einigen sich selbst „Brummer“ hier sehr schnell auf eine gemeinsame Tonart)

Bienenpaare
Jeder Schüler summt einen Ton, bewegt sich im Raum und versucht, Partner, die den gleichen Ton singen, zu finden.

Wie ging noch die zweite Strophe …?
Die Schüler stehen in Kreisform. Einer hält einen Ball in der Hand und beginnt ein Lied zu singen. Wirft er den Ball einem anderen zu (am besten mitten in der Sequenz), muss dieser das Lied weiter singen, bis er den Ball dem nächsten zuwirft usw.

Kennt ein Schüler, der den Ball gefangen hat, das Lied nicht, oder weiß nicht, wie es weitergeht, beginnt er mit einem neuen Lied.

Männer-Frauen-Kinder-Pensionärsgesangsverein
Eine Schauspielübung, welche auch bei Schülern immer wieder großen Anklang findet:

Um ein bekanntes Lied zu singen, stellen sich die Schüler in „Chorform“ auf. Nun kann es in verschiedenen Variationen („Männerchor“, „Pensionärschor“, „Kinderchor“ usw.) oder verschiedenen Stimmungen („sehr traurig“, „lachend“, „demagogisch“ usw.) gesungen werden.

Songloop
Ein Loop (engl. Loop = Schlaufe, Schleife, Schlinge) ist ein kurzes Motiv, dass quasi „um sich selbst kreist“ und sich ständig wiederholt.

Diese Improvisationsübungen sollte in geübten und vor allem „mutigen“ Klassen durchgeführt werden. Hierfür wählt man eine Sequenz aus einem Lied (Kanons sind sehr gut geeignet) und „loopt“ sie, z.B. „Hejo, spann den Wagen an“ stets wiederholend auf Tonsilben singen.

Ein Solist versucht, über dieses Pattern zu improvisieren (auf Tonsilben, Scat oder mit Text)

Tonmalen
Diese Übung zielt auf Vorbereitung zur graphischen Notation. Hierfür sollen die Schüler ein „Vokalbild“ malen. Größe und Stärke der Buchstaben bestimmen die Dynamik, die Anordnung auf dem Blatt die relative Tonhöhe.

Anschließend wird die Arbeit entweder vorgesungen oder den anderen als Partitur für neue Musik präsentiert, die diese nachsingen sollen.

Tonmalen

Diese Übung kann weiterhin durch Konsonanten auf dem „Zwischenweg“ erweitert werden. Weiterhin können durch den Einsatz von Wörtern neue Musikstücke selbst komponiert werden; der Phantasie sind keine Grenzen gesteckt …

Regenbogenfarben
In manchen Klassen ist es möglich, mit Obertongesang zu experimentieren.

Allerdings sollte man diese Übungen nur dann durchführen, wenn man sich etwas näher mit Obertongesang beschäftigt und dafür ein gewisses Faible entwickelt hat. Gute Aufnahmen, an denen sich die Schüler orientieren können, steigern die Qualität.

Das Prinzip besteht darin, dass man von einem bequemen Ton ausgehend die Vokale ineinander übergehend singt: „Aaaaäääeeeiiijjjooohhhuu…“ Weiterhin sollte man Spiel mit den Resonanzräumen (von der Kopfresonanz – Bereiche oberhalb der Stimmlippen – Schlund-, Mund-, Rachen- und Nasenhöhlen – über Kuppelresonanz (Resonanzräume von den Stimmfalten aufwärts bis in den Hinterkopf) und Maskenresonanz (Resonanzräume im vorderen Teil des Schädels) bis zur Brustresonanz (die Bereiche vom Brustraum bis zum Kehlkopf) betreiben, also auch mal bewusst „näselnd“ oder „knödelnd“ singen, so dass die Obertöne besser zur Geltung kommen, was weiterhin auch durch das Spiel mit der Lage der Zunge beeinflusst werden kann.

Gespensterschrift
Diese Übung habe ich bei einer Kollegin kennen gelernt, welcher es in einem 3. Schuljahr trotz aller Bemühungen nicht gelang, Hemmungen vor dem Singen abzubauen.

Sie verdunkelte den Raum und teilte Blätter, die mit phosphoreszierenden Stiften beschrieben waren, so dass sie leuchteten. Ausgehende von der Übung „Tonmalen“, in welcher zunächst nur Vokale gesungen waren, gelang es ihr – nach und nach – durch diesen „Zaubereffekt“ (sie hat später auf diese Art und Weise auch noch Lieder eingeführt) Lust am Singen zu fördern.

Was von der Vorbereitung her sehr aufwendig war, schien in der später stärker ausgeprägten Singbereitschaft der Schüler seine Rechtfertigung zu finden.

Vocussion

0

Vocussion
Unter Vocussion versteht man die Imitation von Instrumenten mit der Stimme. Das Spiel hiermit setzt in höheren Klassen hohe Bereitschaft voraus (es ist oft peinlich), so dass es empfehlenswert ist mit so genannten „Integrationsfiguren“, also Bands wie von „take 6“, „stomp“ oder „Bobby McFerrin“ zu beginnen.

Basic-Pattern
Das Prinzip besteht im Wesentlichen darin, Schlagzeug- und Percussionpattern vokal zu spielen; in geübten Klassen kann es durch Bassläufe oder sonstige „fill-ins“ ergänzt werden:

Basic-PatternAuch hier sind die einzelnen Bereiche dem Vermögen der Klasse anzupassen, können variiert, ergänzt bzw. umgestellt werden.

Weiterhin empfiehlt es sich erneut, zunächst nur auf Zweistimmigkeit zu zielen. Eine bewährte Technik ist hier das Arbeiten mit kleinen und großen Gruppen. Sobald beide Stimmen erarbeitet wurden, kann man die erste Sequenz an die Klasse, die zweite an eine Gruppe von 3 – 4 (guten) Schülern übergeben. Wichtig hierbei ist, dass der Lehrer die Grooves so gut kennt, dass er jederzeit unterstützend in beiden Gruppen mitwirken kann.

Nun kann man Stück für Stück die Subgruppe vergrößern, bis beide Gruppen gleichstark sind. Anschließend tauscht man die Stimmen.

Äußerst wichtig ist allerdings, dass der Lehrer in der Mitte des Kreises agiert und sich auch hier bewegt und somit Kontakt zu einzelnen Schülern aufnimmt. Nur so hat man unmittelbaren Zugriff zu allen Stimmen und ist in der Lage, die Dynamik zu steuern, zu bewegen, zu unterstützen und zu motivieren!)

Doo-Wop
Doo-Wop ist eine Stilrichtung des Rock´n Rolls der 50er und 60er Jahre, zumeist von sog. Vocal-Groups gesungen. Die Bezeichnung ist onomatopoetisch: den Ursprung findet sie in den Silben, die der Sänger, der die Basssilben sing; er ahmt zumeist den Kontrabasses nach. Die bekanntesten Vertreter sind die Platters und die Drifters.

Dieser „doo-wop-song“ besteht aus einem sog. „vocal-lijnes“, welche mit einem Vocussionspattern begleitet werden können (Anm.: Eine Fülle solcher Kanons findet sich in „Jazz-Kanons“, fidula-Verlag)

Doo-WopDas Begleitpattern hierfür ist: F – Dm7 – Gm7 – C7/9

Scat

0

Scat
Scat-Singing ist eine im Jazz weit verbreitete Gesangsart. Hierbei handelt es sich um improvisiertes Singen von Tonsilben ohne Wortbedeutung und ohne zusammen-hängenden Sinn, als lautmalerische Nachahmung instrumentaler Phrasen (dubi-dubi-daa).

Die Klanggestalt der Silbenfolgen ergibt sich aus dem Gefühl des improvisierenden Interpreten. Eine Legende erzählt, Louis Armstrong sei bei der Aufnahme von “Heebie Jeebies” (1926) versehentlich das Textblatt auf den Boden gefallen, sodass er die Worte improvisieren musste. Dies sei die Erfindung des Scat-Gesanges gewesen.

Tired-Blues
Hierfür steht die Klasse in Kreisform und hält den Groove, indem auf die „1“ gestampft (stomp) und auf die „4“ geschnipst (snap) wird (Anm.: Der Übersicht wegen ist dieser Blues nicht als langsamer 4/4 (mit ternärem Feeling) sondern als 6/8 Takt notiert, obgleich man vom Gefühl her eher auf „2“ und „4“ schnipst)

Scat1

Die Klasse hält quasi „als Band“ den Background-Groove, während ein Solist „seinen Blues“ beschreibt. (Interessanter Weise fangen Schüler in der Regel an im Blues-Schema zu singen, obwohl es nicht verlangt wurde …)

Hierfür kann der Lehrer zunächst einmal eine Version vorsprechen. Diese wird meist zunächst imitiert; in der Regel fallen den Schülern eigene Versionen (etwa: „ich fühl mich gut“ oder „Mann, hab ich Hunger“ usw.) ein.

Scat2

Im Laufe der Zeit sollte das Begleitpattern geändert werden; auch hier kann man auf die Kreativität der Schüler bauen – in der Regel schlagen sie schon recht früh Variationsmöglichkeiten vor.

Have a break
Diesem zweistimmigen Scat liegt der „Break“ zugrunde. Die Grundfigur sollte fünf Mal wiederholt werden:

Scat3Auch hier kann rhythmisch variiert, umgestellt bzw. dem Vermögen der Klasse angepasst werden.

Nach der fünften Wiederholung erfolgt eine zweitaktige Pause, in welche ein Solist ein „Fill-In“ improvisieren kann, etwa:

Scat4Das erste „Fill-In“ sollte vom Lehrer vorgegeben werden; in der Regel finden die Schüler hier eigene Varianten.

(Anm.: Auch hierbei darauf achten, dass vor allem der Solist nicht zu arg „nach vorne geht“, also schneller wird; durch eindeutiges Stampfen und Klatschen vom Lehrer kann dem entgegengewirkt werden)

Scat-Pattern
Auch hierfür steht die Klasse in Kreisform und hält den Groove, indem auf „1“ und „3“ gestampft und auf „2“ und „4“ geschnipst wird. Auch wenn diese Vierstimmigkeit zunächst schwierig erscheint, lässt sie sich durchaus schon in einem 3. Schuljahr umsetzen.

Variationen in den einzelnen Stimmen sind nicht nur möglich sondern erwünscht! (Anm.: Beim allerersten Arbeiten mit Scats empfiehlt es sich, zunächst nur auf Zweistimmigkeit zu zielen. Eine bewährte Technik ist hier das Arbeiten mit kleinen und großen Gruppen. Sobald beide Stimmen erarbeitet wurden, kann man die erste Sequenz an die Klasse, die zweite an eine Gruppe von 3 – 4 (guten) Schülern übergeben. Wichtig hierbei ist, dass der Lehrer die Grooves so gut kennt, dass er jederzeit unterstützend in beiden Gruppen mitwirken kann.

Nun kann man Stück für Stück die Subgruppe vergrößern, bis beide Gruppen gleichstark sind. Anschließend tauscht man die Stimmen.

Äußerst wichtig ist allerdings, dass der Lehrer in der Mitte des Kreises agiert und sich auch hier bewegt und somit Kontakt zu einzelnen Schülern aufnimmt. Nur so hat man unmittelbaren Zugriff zu allen Stimmen und ist in der Lage, die Dynamik zu steuern, zu bewegen, zu unterstützen und zu motivieren!)

Scat5Dieses Notenbeispiel kann als Baukastenprinzip aufgefasst werden: Einzelne Stimmen können weggelassen, ergänzt oder erweitert werden.

Es hat sich hierbei bewährt, die Stimmen nacheinander einsetzen zu und in in gleicher Reihenfolge enden zu lassen. Weiterhin muss anfangs darauf geachtet werden, dass die Klasse nicht zu stark „nach vorne“ geht (also schneller wird). Hier kann man keine Faustregel aufstellen; manchmal ist es sinnvoller, dem „Treiben“ nachzugeben, manchmal bricht man besser ab …

In geübten Klassen ist es möglich, dass „Grundpattern“ von der Klasse sprechen zu lassen, während ein Solist seine eigenen Scats improvisiert. Hat er ein gutes Riff gefunden, kann es von einer Teilgruppe übernommen werden.

Baby-Hai
Dieses Lied entspricht im Großen und Ganzen dem traditionellen „shark-song“, in einer deutschen (und vor allem komischen) Variante.

Schüler stehen in Kreisform, stampfen auf „1“ und „3“ und schnipsen auf „2“ und „4“, wobei folgendes Begleitpattern gesungen wird:

HaiPatternDie einzelnen Einwürfe werden anfangs nur vom Vorsänger (Lehrer) gesungen, in der Wiederholung singt die Klasse mit.

Alle Strophen werden mit entsprechenden Gesten und Geräuschen unterlegt:

HaiSongBaby-Hai

(mit der rechten Hand einen auf- und zuklappenden Mund formen)

Kleiner Hai

(mit zwei Händen einen auf- und zuklappenden Mund formen)

Großer Hai

(mit den Armen einen auf- und zuklappenden großen Mund formen)

Riesenhai

(mit den Armen einen auf- und zuklappenden Riesenmund formen)

Hai schwimmt

(Kraulbewegungen)

Frau schwimmt

(Brustschwimmbewegungen)

Hai sieht Frau

(„Indianerblick“ mit „Oooh!“)

Frau sieht Hai

(angstvoller Blick (Hand vor dem Mund) und „Aaah!“)

Hai schwimmt schneller

((accel.) schnellere Kraulbewegungen)

Frau schwimmt schneller

(schnellere Brustschwimmbewegungen)

Hai frisst Frau

(„Einfangbewegung“ und „Uaaah!“)

Hai wird’s schlecht

(Hand am Bauch und leicht würgen)

Hai kotzt Frau

(…)

Frau schwimmt weg

(Brustschwimmbewegung)

G’schicht’ ist aus

(Winkbewegung)

Gehe zum Anfang