MIDI-Basics
Logic Lessons – Unterrichtsideen für Sequenzer
1
Logic Lessons – Unterrichtsideen für Sequenzer
Nachdem sich die Anfragen in Bezug auf Logic und der Verwendbarkeit im Unterricht gehäuft haben, habe ich Kontakt mit meinem Kollegen Matthias Rheinländer, Musiklehrer und Wegbegleiter aus der Riege der Apple Distinguished Educator aufgenommen. Matthias ist Herausgeber der Reihe “Oberstufe Musik”, von denen besonders die Hefte Musiktheorie sowie die Arbeitshefte Jazz
und Lied
für die Oberstufe von Relevanz sind.
Für die Arbeit mit dem MusicMaker ist sein Heft Ton-Film-Schere erschienen, das noch eine der letzten Möglichkeiten bietet, die Schulversion vom MusicMaker zu erwerben.
Darüber hinaus hat er – damals in Kooperation mit emagic, heute in Zusammenarbeit mit Apple – 14 Logic Lessons geschrieben, auf die Sebastian Dorok schon einmal hinwies.
Diese Lessons können hier geladen und im Unterricht eingesetzt werden, da Matthias sie dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. LogicFun, das hierfür erforderlich ist, gibt es an dieser Stelle zum Download.
Die lso-Dateien funktionieren allerdings nicht bei allen Lektionen mit LogicFun (in jedem Fall aber mit Logic Express); allerdings sind die Projekte (eine pdf mit entsprechender Lektionsbeschreibung liegt stets bei) so geschrieben, dass sie auch ohne die dazugehörigen Dateien genutzt bzw. adaptiert im Unterricht eingesetzt werden können:
||| Animals ||| Crossover ||| Film_ab ||| Jazz ||| Moldau ||| Mozart ||| Portrait ||| Rap ||| Rock ||| Schlager ||| Synthesizer ||| Tango ||| Wozzeck ||| Wuerfelspiel ||| Zusammengesetzt |||
Sequenzer: Logic Fun und Sonar Start im Musikunterricht
1Sequenzer: Logic Fun und Sonar Start
Es ist schlechter Stil, einen kompletten Artikel zu übernehmen – das tut man nicht, ich weiß, denn in der Regel reicht ja eine Verlinkung.
In diesem Fall allerdings habe ich einen Artikel bei meinem besten Freund Sebastian Dorok (endlich wieder-) gefunden und bin ihm äußerst dankbar, dass er ihn aus den Tiefen seiner Festplatte erneut ausgekramt und veröffentlicht hat.
Seinerzeit wurde er auf einem andern, äußerst populären Webprojekt des Autors publiziert, das leider nicht mehr existiert.
Um dem entgegenzuwirken, dass auch dieser Artikel eines Tages in den ewigen Jagdgründen des Datenmülls ohne Recyclingoption verschwinden wird, habe ich mich entschlossen, ihn komplett zu spiegeln, da er für den Musikunterricht m.E. eine ungeheure Relevanz hat.
Logic Fun war zur Erscheinungszeit Freeware für Windows. Die Herstellerfirma eMagic ist von Apple aufgekauft worden, seit dem gibt es Logic nur noch für den Mac.
Das Programm ist schon sehr alt, läuft aber m.W. in jedem Fall unter XP und auch unter Windows7. Von daher sollte es auch auf Vista funktionieren; ich bin für jeden Tipp diesbezüglich dankbar.
Es kann hier geladen werden: Logic Fun
Als Einleitungen zu LogicFun habe ich das Handbuch aus dem Jahre 2000 sowie eine auf mediaculture-online veröffentlichte Datei gefunden, nebst dazugehörigem Unterrichtsbaustein. Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass die meisten Artikel in meinem Blog unter dem Bereich MIDI-Basics (sowie einige Audio-Beispiele) auf Logic Fun fußen bzw. dort zu reproduzierbar sind.
Weitere Ideen für Logic Fun habe ich bei Sebastian ausgeliehen; sie sind bei ihm und hier ladbar:
Logic Lesson – Crossover
Logic Lesson – Zusammengesetzt
Nicht für Logic, sondern für SONAR Start ausgelegt sind die Unterrichtsmaterialien “Fuge”, “Walzer” und “Blues”. Die Copyright-Regelung bezüglich SONAR Start ist leider äusserst komplex – Nachdem SONAR und SONAR Start von Cakewalk zunächst im Vertrieb von KLEMM Music waren, ist dieser Kanal 2003 geschlossen werden. Seit dem gehören Cakewalk und somit SONAR (das inzwischen bei Version 8.5 angelangt ist, während SONAR Start in etwa dem Level der Version 2.0 entspricht) zu EDIROL. Leider ist nicht genau geklärt, ob SONAR Start nun zum Download angeboten werden darf, oder nicht.
Sebastian hat dankenswerter Weise zwei Seiten gefunden, die SONAR Start noch zum Download anbieten – einmal ist das Rapidshare:
http://rapidshare.com/files/442716772/_sonar_start.zip [aus Sicherheitsgründen nicht direkt verlinkt]
sowie eineeine sehr spartanische Webseite, auf der ein scheinbar deutschsprachiger User anbietet, nach E-Mail Anfrage innerhalb von 24 Stunden SONAR Start inklusive einem deutschem Handbuch per Mail zu verschicken:
http://blobb.org/sonar/ [auch hier aus Sicherheitsgründen nicht verlinkt]
Wer also unbedingt mit SONAR Start arbeiten möchte, kann diese beiden eher halbseidenen Angebote nutzen. Hier gibt es nur die Materialien für Unterricht mit SONAR Start, die .wrk und .sgu Dateien können mit Logic nicht geöffnet werden, wohl aber die .mid Dateien – die Erklärungen dazu liegen sowieso als .doc Datei vor, weshalb ein Download von SONAR eigentlich nicht nötig ist.
SONAR Start – Blues
SONAR Start – Fuge
SONAR Start – Mozart Walzer
Aleatorik – ein Bild als Partitur
0Aleatorik – ein Bild als Partitur
Jarbas Agnelli ein Filmemacher und Musiker aus Sao Paulo sah beim Zeitungslesen ein Foto von Vögeln, die auf einer Stromleitung saßen. Aus der Anordnung des Bildes kam ihm die Idee, Stromleitungen als Partiturlinien und die Vögel als Noten zu verwenden.
I knew it wasn’t the most original idea in the universe. I was just curious to hear what melody the birds were creating.
Eine Idee, die sich sehen und hören lassen und die im Musikunterricht adaptiert werden kann.
Birds on the Wires from Jarbas Agnelli on Vimeo.
Über eine Bildersuche bei google oder flickr finden sich zahlreiche ähnliche Bilder, die als Partitur dienen können. Welche Konventionen dann hinsichtlich der Linien (es müssen nicht unbedingt fünf sein), der Anordnung, der Höhe etc. getroffen werden, kann dem Künstler (bzw. Schüler) überlassen oder gemeinsam entwickelt werden.
Diese Partituren lassen sich sowohl mit herkömmlichem Instrumentarium live spielen, als auch singen. Darüber hinaus lassen sich diese oder ähnlicher Bilder im Matrixeditor eines MIDI-Programmes nachzeichnen.
X-mas-Fake – ein klingendes Arbeitsblatt mit Fehlern
0X-mas-Fake – ein klingendes Arbeitsblatt mit Fehlern
Die Idee für dieses Midi-File stammt ursprünglich vom “Tastengott”, welcher sie “geimpftes Midi” nennt. Tastengotts Homepage bietet ein Forum für Fragen rund um den Computereinsatz in der Schule; ein Besuch ist wirklich sehr lohnend. (www.tastengott.com)
In der Schule ließe sich anhand dieser Techniken eine Fülle von „klingenden Arbeitsblättern“ erstellen, in welchen die Schüler die erworbenen Fähigkeiten anwenden können.
Eine beliebte Arbeit ist hier das Aufsuchen und Korrigieren von Fehlern. Als Beispiel hierfür kann das Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ geöffnet werden (morgenkommt).
In diesem Midi-File sind eine ganze Reihe von Fehlern eingebaut, welche erkannt und verbessert werden müssen.
Viel Spaß!
Loop & Groove
0Loop & Groove
Jede Art der „Dance-Music“ lebt vom Loop. Loop („Schleife“) bedeutet, dass ein Pattern immer wieder wiederholt abgespielt wird.
Die Loop-Funktion ähnelt zwar der schon kennen gelernten Cycle-Funktion, unterscheidet sich allerdings insofern, als im Cycle lediglich eine gewisse Anzahl von Takten wiederholt wird, während „Loops“ quasi aneinander gereihte Sequenzen sind. Diese Sequenzen können beliebig viele Takte haben; zum Üben benutzt man am einfachsten eine ein- bis zweitaktige.
Hierfür separiert man eine erstellte Sequenz (etwa einen Drum-Loop) und klickt links im Arbeitsbereich „Loop“ an, so dass er mit „EIN“ eingeschaltet wird. Sofort wird die Sequenz multipliziert; ein „Loop“ ist erzeugt.
Um in diesen Loop einen Break einzubauen, klickt man zunächst eine andere (am besten die darunter liegende) Spur an. Dieser Spur muss nun zunächst der Midi-Kanal 10 zugeordnet werden.
Ist nun der Spurname nicht mit dem oberen identisch, so stehen der Soundkarte verschiedene „Drum-Sets“ zur Verfügung; hier kann man experimentieren.
Nun – wie bereits geübt – eine neue (am besten eintaktige Sequenz) erzeugen; entweder über Einspielen mit dem Keyboard oder Einzeichen im Drum- bzw. Noten-Editor.
Diesen „Break“ nun mit der Maustaste anklicken, festhalten und an die gewünschte Stelle schieben.
Der Loop ist nun „abgebrochen“. Um ihn zu „verlängern“ hält man die Shift-Taste gedrückt und klickt mit der Maus das erste und letzte Feld an. Nun sind beide Bereiche markiert.
Anschließend bei gehaltener Strg-Taste (sie muss gedrückt bleiben) die erste Sequenz anklicken und mit gehaltener linker Maustaste die erstellte Kopie nach rechts an das Ende des letzten Taktes schieben.
Der Loop ist jetzt achttaktig. Zum Verlängern kann man nun – in der gleichen Art und Weise – alle Sequenzen markieren und wiederum kopieren, so dass der Loop sechzehntaktig ist usw.
Auf die gleiche Art und Weise ließe sich nun ein Bass-Loop erstellen (entweder eingespielt, notiert und „gemalt“.
Dieser Bass-Loop kann ostinat laufen; benötigt man ihn an einer Stelle eine Quarte höher, wie oben beschriebenen (und schon gelernt!) transponieren.


Kürzliche Kommentare