Instrumentenbau
Die Vuvuzela und Musikunterricht
0Die Vuvuzela und Musikunterricht
Zur Zeit in aller Munde, kommt die Vuvuzela auch am Musikunterricht nicht vorbei. Als trompetenförmiges, bis zu einem Meter langem, meist aus Kunststoff gefertigtes Instrument, zählt sie zu den Aerophonen, genauer gesagt zu den Lippenton-Aerophonen, da die Luftsäule durch die menschlichen Lippen zum Schwingen angeregt wird, wodurch es am Ende des Rohres zur Schallerzeugung kommt.
Es handelt sich um eine sog. Naturtrompete ohne Klappen und Ventile, aus die geübte Spieler die Töne der Naturtonreihe hervorbringen können und somit müsste die Vuvuzela (wie das Didgeridoo auch) zu der irreführenden Gruppe der Blechblasinstrumente zählen.
Das Instrument kann einen Schalldruckpegel von bis zu 130 db(A) erreichen. Die Herkunft des Namens ist umstritten; in der Bantusprache isiZulu bedeutet der Begriff „Krach machen“. In Südafrika ist das Instrument seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt; im Jahr 2001 begann die systematische Herstellung und Vermarktung, wodurch sie im Laufe der Zeit zu einem Symbo südafrikanischen Fußballs wurde.
Nelson Mandela soll hunderte dieser Instrumente in Zürich bei der Vergabe der WM 2010 verteilt haben. Interessanter Weise scheint der Preis sich weltweit auf ca. 3 Euro eingependelt zu haben.
In der Kontroverse befinden sie sich seit dem Konföderations-Pokal 2009 in Südafrika. Ob sie wirklich als psychologisch-wirksames Druckmittel eingesetzt werden, ist nicht bewiesen; dass das Geräusch im Laufe eines Spieles auf die Nerven geht unumstritten. Am 18. Juni 2009 hat sich die FIFA gegen ein beantragtes Verbot der Vuvuzela bei der WM ausgesprochen.
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Lnades Nordrhein-Westfalen sprach allerdings im Mai 2010 eine Empfehlung aus, das Instrument beim Public Viewing zu untersagen, um Gehörgefährdungen und mögliches Übertönen von Notfalldurchsagen zu verhindern.
Die staatliche Fluglinie South African Airways wies darauf hin, dass das Lärmen mit einer Vuvuzela während eines Inlandsfluges durch Südafrika gegen das Gesetz verstoße und dies durchaus mit einer bis zu sechsmonatigen Gefängnishaft bestraft werden könne.
Zu den Kritikern zählen weiterhin Fußballer und Trainer – die Kommunikation auf dem Spielfeld wird enorm eingeschränkt. In den Medien überschlagen sich anlässlich der WM 2010 die Meldungen von angeblichen Verboten über nervtötende Dröhnung bis hin zum vermeintlichen Bienenschwarm.
Mittlerweile finden sich im Internet sogar Anleitungen, wie das Geräusch maskiert bzw. gefiltert werden kann; mittlerweile wird sogar an Filtern bei der Übertragung gearbeitet.
Eine Anleitung zum selber Bauen findet sich hier; als Material werden lediglich ein runder Karton. Durchmesser ca. 10 cm ; 20cm hoch, ein zweiter runder Karton. Durchmesser ca. 5 cm ; 25 cm hoch, Panzertape / Klebeband, zwei Haushaltsgummis und Fruschhaltefolie benötigt.
… und wir hätten ja nicht 2010, wenn’s nicht mittlerweile schon die Vuvuzela für’s iPhone gäbe:
Hier kann man sie laden und natürlich kann man sie auch online spielen (bzw. blasen) lassen.
Letzten Endes darf auch folgende Empfehlung nicht außer Acht gelassen werden:
Lass die Finger von der Vuvuzela!
Und wie es sich anhört, wenn Profis damit spielen, kann man sich in diesem Video mit der WDR Big Band anhören. Wunderbar! Brahms geht übrigens genau so auf der Vuvuzela. Einen kleinen Bericht über die Herstellung kann man hier lesen.
Natürlich lässt sich mittlerweile auch ein Konzert für Vuvuzela aufführen. Mittlerweile gibt es einen sehr schönen Mitspielsatz für Vuvuzelas, die den Soccer-Rhytmus zu einer Adaption der Nationalhymne spielen. Unter o.a. Link lassen sich die dazugehörigen Files (Partitur, Halbplayback und Video) laden.
Rene Falk hat ein Vuvuzela Conerto in B Flat für 1000 Vuvuzelas geschrieben – ein äußerst überschaubares aber lautes Ouevre. Und inwiefern die Vuvuzela doch das ein oder andere Lehrerherz höher schlagen lässt, kann man hier nachschauen.
Ausgerechnet Werder Bremen wird die Vuvuzela in der Bundesliga verbieten.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF wollen den Vuvuzela-Lärm in den Stadien bei den Live-Übertragungen von der Fußball-WM in Südafrika reduzieren. Das Erste bietet seit Mittwoch einen zusätzlichen Tonkanal an, in dem durch spezielle Techniken die Lautstärke der Vuvuzelas noch einmal deutlich gemindert ist … (mehr unter 11freunde)
Abschließend noch ein paar nette Ideen zur Vuvuzela von Trendhunter und der Ausblick auf die eventuell anstehende Ausdehnung auf andere Sportarten. Letzten Endes sinkt mit Ende der WM – wie nicht anders erwartet – die Attraktivität und somit auch der Preis der Vuvuzela.
Schließlich wurde am 1. September 2010 bekannt, dass die Vuvuzela bei den Europacup- und WM-Qualifikationsspielen fortan verboten ist, was mit Fußballkultur und Tradition in Europa begründet wurde.
Instrumente aus Gemüse
0Instrumente aus Gemüse
Etatgeplagte Musiklehrer können hier fündig werden.
Es muss nicht immer teures Instrumentarium sein, genauso wenig wie die zerschlagene Glühbirnenrassel (die es ja in Zukunft auch nicht mehr geben wird).
Das ViennaVegetableOrchestra (auch bisweilen als Gemüeseorchester bezeichnet) tut das, was Eltern so gerne verbieten: Es spielt mit Essen. Und das richtig gut. Auf allmöglichen Instrumenten von der Paprikatröte über Lauchgeige, Karottenflöte bis zum Gurkophon, ergänzt durch Bohnen, Salat, Zwiebelschalen, Kürbis und sonstigem (Leipziger?) Allerlei.
Zwar erfährt man auf der Seite des Orchesters nichts hinsichtlich Bauanleitungen etc. aber ein “heita3” zeigt in seinem youtube-Kanal regelmäßig, wie sich solche und ähnliche Instrumente bauen lassen.
Die Frage, ob sie Vegetarier seien (sind sie nicht), wollen sie nicht mehr gestellt bekommen (schon zu oft beantwortet), betrachten sich als ernstzunehmende Musiker und der Gewissensfrage nach dem Spielen mit Instrumenten halten sie den Spiegel entgegen:
we have heard this question very often. if you are really concerned about the distribution of wealth then do something about it! read books about the real cause of hunger. change your own life and try to change politics. buy and support the right things. it is not people using vegetables differently than usual that make the world a bad place. it’s all of us wanting too much. our own car, a new cellphone, a bigger house with air condition, more money…
actually our instruments cause less problems than traditional instruments, laptops, etc…
their production needs much less energy and ressources and they are bio-degradable.
Cajon – Projekt mit Arbeitslehre
2Bauanleitung CajonProjekte mit Arbeitslehre “Cajon”
Vorliegendes Projekt wurde freundlicher Weise von Kay Brockmann zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um einen Bauplan für eine Cajon.
Diese kann gemeinsam mit Schülern im Werkunterricht der Sekundarstufe hergestellt werden. Hierbei ist anzumerken, dass es sich nun um ein „vollwertiges“ Instrument handelt, welches auch von Schülern, die es „nur spielen“ als ein solches anerkannt werden.
Darüber hinaus kann diese Bauanleitung eine Anregung sein, im Rahmen einer Projektwoche ein Schüler-Eltern-Lehrer-Projekt zu organisieren, in welchem (am besten mehrere) Holztrommeln gebaut werden.
Die pdf-Datei gibt es hier.
Einen weiteren ausführlichen und lesenswerten Artikel – ergänzt um eine kleine Spielanleitung – haben Arend Schmidt-Landmeier und Jens Everling in einem Artikel des AfS-Magazins veröffentlicht.
Mit Sicherheit ist diese Projekt äußerst lohnenswert; den pädagogischen Grundgedanken kann man nicht laut genug betonen. Allerdings sollte man von dieser Art Cajon nicht die gleichen Klangeigenschaften erwarten, wie bei den Produkten von Schlagwerk. Gut abgelagertes und sorgsam ausgewähltes Holz sowie professionelle Verarbeitung “sprechen” hier “für sich” …
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Kleinpercussion
0Kleinpercussion – Bauanleitungen
Die folgenden Instrumentenbauanregungen stammen in Wort und Bild von Micha Labbé, der diese freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Eine wahre Fundgrube für Musiklehrer ist seine Website www.zzzebra.de, auf welcher sich auch eine sehr große Liedersammlung (mit Notenbildern und Akkorden) befindet.
Die Materialien sind als Schülerarbeitsblätter konzipiert und dürfen hierfür fotokopiert, verwendet und weitergegeben werden.
Nuss-Kastagnetten (Quelle: www.zzzebra.de)
Olé, hier kommt Stimmung auf!! Diese Kastagnetten sind nicht aus Spanien, aber sie klappern mindestens genauso gut wie echte.
Du brauchst: zwei halbe Walnussschalen, Pappe, Schere, Wollfaden, Klebstoff
Schneide aus der Pappe einen Streifen mit den Maßen 15 x 5 cm. Knicke den Streifen in der Mitte.
Klebe die halben Nussschalen auf die Pappe. Steche in die eine Hälfte der Pappe 2 Löcher für die Fingerschlaufe.
Ziehe den Faden durch die Löcher, verknote sie zu einer Schlaufe und stecke den Finger hindurch.
Rasseln (Quelle: www.zzzebra.de)
Sylvester, Karneval oder Geburtstag. Ganz gleich, was man gerade feiert, ein wenig ‘Musik’ kann nicht schaden. Wie deine Rassel am Ende ausschaut, hängt von deiner Fantasie ab. Suche dir einen Gegenstand mit einem Hohlkörper; das kann ein Konservendose, Kalebasse, Kunststoffflasche, Papprolle, zwei aneinander geklebte Joghurtbecher oder ein Filmdöschen sein.
Zum Füllen der Rassel sind ein paar trockene Bohnen, Erbsen, Linsen, Samen oder Reis gut geeignet. Verschließe die Gefäße mit ein paar Streifen Klebeband. Wir wäre es mit einem ganzen ‘Percussion-Sortiment’. Und jetzt geht’s los
Bundrasseln (Quelle: www.zzzebra.de)
Es gibt so viele Möglichkeiten, Rasseln herzustellen, dass ich dir hier nur einige Anregungen gebe. Geeignet für Bundrasseln sind Schüssel, Kronkorken, Holzblöckchen, Muscheln, Hülsen von Überraschungseiern usw …
Die einzelnen Teile werden mit einem Handbohrer vorsichtig mit einem Loch versehen und dann auf eine stabile Kordel oder ein Lederband aufgefädelt werden.
Kronenkorken-Rassel (Quelle: www.zzzebra.de)
Bis ich die Kronkorken für die Rassel zusammen hatte, musste Großvater eine ganze Menge Bier trinken. Jedenfalls war Großvater dann so gut gelaunt, dass er mir fröhlich beim Bau der Rassel geholfen hat.
Du brauchst: einen dicken kurzen Rundstab (oder Holzstock) vier 15 cm lange Nägel (aus dem Baumarkt oder vom Zimmermann), viele Kronkorken, Hammer, Brettchen zum Unterlegen
Schlage mit Hammer und Nagel 2 Löcher in die eine Seite des Rundholzes und 2 in die gegenüberliegende Seite. Die meiste Arbeit (und den meisten Spaß) macht das Lochen der Kronkorken auf dem Brettchen. Wenn du damit fertig bist, werden die Kronkorken auf die Nägel aufgereiht und die Nägel fest in die vor gebohrten Löcher des Rundholzes gedrückt. Nachdem Großvater die Rassel noch einmal gründlich geprüft hatte, waren wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Astgabel-Rassel (Quelle: www.zzzebra.de)
Wenn du einige Äste aus dem Wald mit nach Hause bringst, kannst du dir ein wohlklingendes Musikinstrument bauen.
Du brauchst: 1 Astgabel, 1 Ast, 1 Zange, Draht, Handbohrer, Säge
Bohre vier Löcher in einer Astgabel. Von dem zweiten Ast sägst du ca. 10 Scheiben. Die Scheiben bohrst du mit einem Handbohrer in der Mitte auf und fädelst die Klangscheiben auf zwei Drähte. Jetzt bohrst du vier Löcher in die Astgabel und ziehst durch diese die Drähte fest.
Glocken aus Ton (Quelle: www.zzzebra.de)
Glocken erklingen, je nach ihrer Größe, in ganz unterschiedlichen Tönen. Du kannst ganze Konzerte mit ihnen veranstalten.
Du brauchst 3 Blumentöpfe aus Ton in unterschiedlichen Größen, 1 m Kordel, 3 Weinkorken, 2 große Holzperlen, Farben
Bemale die Blumentöpfe mit Farben, nimm aber keine Lacke oder gar Aufkleber, dann klingen sie nicht mehr. Knote an ein Ende der Kordel eine Perle und 20 cm höher eine weitere. Bohre ein möglichst kleines Loch in einen Korken, so dass du ihn gerade noch auf der Kordel bewegen kannst. Schiebe ihn über die zweite Perle. Darüber fädelst du den kleinsten Blumentopf auf, die Kugel soll innerhalb des Gefäßes liegen. Den zweiten Topf hängst du auf einem weiteren Korken über den Ersten. Sein Ende berührt den kleineren Topf. Der größte Blumentopf wird auf die gleiche Weise aufgefädelt.
Wassertrommel (Quelle: www.zzzebra.de)
Hast du in diesem Jahr schon eine Kokosnuss gegessen? Wenn nicht, dann wird es ja mal Zeit. Großvater hat sie vorsichtig in der Mitte durchgesägt, weil ich die Schale noch gut gebrauchen kann.
Jetzt schwimmt die halbe Nuss auf einer mit Wasser gefüllten Schüssel, und sie gibt eine gute Wassertrommel ab. Auch andere Gegenstände, Dosen, Becher usw. eignen sich als Trommel. In jeden Gegenstand musst du auf jeden Fall vor dem Eintauchen ins Wasser mit einem Handbohrer ein oder zwei kleine Löcher bohren. Einen passenden Klöppel (Löffel, Ast, kleinen Hammer) wirst du sicher auch finden.
Nun kann das Trommelfeuer losgehen. Beobachte einmal den Klang der Trommel, wenn du sie tiefer ins Wasser drückst …
(Anm. M. F.: Eine weitere Variante besteht darin, dass man zwei Plastikschüsseln mit unterschiedlicher Größe (etwa wannen- und schüsselgroß) verwendet und die größere etwa dreiviertel voll Wasser füllt. Die kleinere Schüssel nun mit der Öffnung nach unten auf das Wasser setzen – fertig ist die „water-drum“, welche traditionell von Frauen und mit Gummi überzogenen Klöppeln gespielt werden)
Rohrtrommel (Quelle: www.zzzebra.de)
Auch wenn Großvater meint, ich würde es mit meiner Sammelei etwas übertreiben – die Kunststoffröhren, die mir ein Handwerker geschenkt hat, kann ich gut gebrauchen! Mache es genau wie ich:
Versenke ein Rohr zur Hälfte im Wasser und schlage mit einem Tischtennisschläger oder mit der Handfläche auf die Rohröffnung. So kannst du dem Rohr seltsame Töne entlocken. Die Tauchtiefe des Rohres entscheidet über die Höhe des Tones.
Eine ganz witzige Variante macht auch sehr viel Spaß: In das Rohr kannst du auch sprechen, schreien und singen …
Wassermusik (Quelle: www.zzzebra.de)
Aus 8 etwa gleichgroßen Flaschen kannst du eine prima Flaschenorgel herstellen. Fülle die Flasche verschieden hoch mit Wasser und hänge sie mit einer stabilen Schnur an einem Besenstiel (oder einem Ast) auf.
Mit einem Löffel oder einem selbstgebauten Klöppel (Ästchen mit einer Perle) bringst du die Flaschen zum Klingen. Das hättest du sehen müssen: Ich habe Musik gemacht und Großvater hat wie ein Tanzbär dazu getanzt …
Regentropfenkonzert (Quelle: www.zzzebra.de)
Hereinspaziert zum Regentropfenkonzert bei Hanna Zebra. Die ‚Instrumente’ sind schon vorbereitet und auf Regen braucht man meist nicht lange zu warten. Ich könnte mir vorstellen, das du es auch mal ausprobieren möchtest.
Du brauchst: viele unterschiedliche leere Gefäße aus Blech oder Glas oder Kunststoff. (Keksdose, Kochtopf, Marmeladenglas, Joghurtbecher, Waschschüssel, Gießkanne) Stelle die Gefäße mit der Öffnung noch unten in den Regen. Ziemlich modern, diese ‚Musik’…
Bassgeige (Quelle: www.zzzebra.de)
Man kann nicht gerade behaupten, dass meine Bassgeige zur besinnlichen Stimmung beiträgt, dafür aber mit Sicherheit zur guten Laune. Der Ton verändert sich mit dem Spannen und Lockern der Saite, und es ertönt eine Mischung aus Schauermusik und Katzenjammer……
Du brauchst: große leere Konservendose ohne scharfe Kanten, Rundstab (ca. 50 cm lang) stabile Kordel und Nylonfaden, kleine Säge, Handbohrer, Schere, biegsamen Ast
Zersäge das Rundholz in 4 Stücke, 2 davon müssen breiter als die Dose sein. Bohre ein Loch in den Dosenboden, ziehe den Nylonfaden hindurch und knote ein kleines Stück Rundholz an das Ende des Fadens in der Dose. An das andere Ende kommt ein Stück Rundholz als Griff. Für die Fußhalterung müssen 2 gegenüberliegende Löcher in die Dose gebohrt werden, dabei muss dir jemand helfen. Stecke ein breites Rundholz durch die Öffnungen und befestige das zweite breite Rundholz als Fußhalterung.
Zum Streichen der Saite brauchst du einen Bogen. Säge eine kleine Kerbe an beide Enden des Astes und verknote die Kordel so fest an den Kerben, dass der Ast sich biegt.
Gummizither (Quelle: www.zzzebra.de)
Michael Green und ich sind die besten Gummizitherer, die es gibt! Und wenn wir dann noch kräftig dazu singen … Großvater hat nur kurz den Kopf durch die Tür gesteckt und gefragt, ob heute Vollmond ist.
Eine Gummizither kannst du dir sehr einfach selber bauen: Spanne einige Gummis um ein Gefäß, das kann eine kleine Kiste, ein Blumentopf, eine Blechdose oder etwas Ähnliches sein. Schon kann’s losgehen! Dioing, deng, dong … dioiiiing!
Gackerautomat (Quelle: www.zzzebra.de)
Willst du zu Ostern wie ein Huhn gackern? Bau dir einfach meinen “Gackerautomaten” nach.
Du brauchst: 1 Dose ohne scharfe Ränder, Bindfaden, Pappreste, Deckfarben, Pinsel, Klebstoff, Schere, Wachs.
Faden mit Harz oder Wachs einreiben, Dose lochen, Faden unter dem Loch verknoten.
Kamm, Augen und Schnabel aus Pappe schneiden, an die Dose kleben, Dose anmalen.
Mit der oberen Hand hältst du den Faden. Daumen und Zeigefinger der unteren Hand fahren ruckartig am gewachsten Faden nach unten. Die Bewegung deiner Finger versetzt den Dosendeckel in Schwingungen. Ähnlich wie bei einer Trommel erzeugen diese Schwingungen Schallwellen, die wir als Ton hören können. Die Tonhöhe verändert sich je nach Druck und Schnelligkeit deiner Finger. Gock, Gock, Gock …
Brummknopf (Quelle: www.zzzebra.de)
Schon ganz ganz früh, vor Jahrhunderten und Jahrtausenden, hatten unsere Vorfahren das Bedürfnis Töne zu erzeugen, zu singen und zu tanzen. Der Brummknopf ist ein uraltes Instrumente und wurde damals schon benutzt. Der linke und der untere Brummknopf auf dem Bild sind aus Südafrika, der lange auf der rechten Seite stammt aus Südamerika. Der angemalte Brummknopf ist aus unserer Zeit und sieht genauso aus wie meiner. Wie Brummknöpfe gebaut werden, zeige ich dir jetzt!
Du brauchst: stabilen Pappkarton oder eine dünne Holzscheibe ca. Ø 10 cm, elastische Schnur (z. B. stabilen Baumwollfaden), Handbohrer, evtl. kleine Säge
Durchbohre die Holzscheibe mit dem Handbohrer ziemlich genau in der Mitte mit 2 Löchern. Mit der Säge kannst du vorsichtig die Ränder verzieren. Ziehe die Baumwollschnur durch die Löcher und verknote die Schnurenden. Drehe den Knopf immer rundherum, bis die Schnur an beiden Seiten aufgedreht ist. Ziehe jetzt ruckartig an beiden Schlaufen – der Knopf dreht sich rasant und … wenn du alles richtig gemacht hast, ist auch schon der surrende Brummton zu hören.
Schwirrvogel (Quelle: www.zzzebra.de)
Es flattert, zwitschert und pfeift. Der Schwirrvogel macht ganz schön viel Rabatz!
Du brauchst: Kunststoffrohr, ø 2 cm, 5-7 cm lang, Laubsäge, Korken, Klebstoff, dünne Schnur, Nadel, langes Stück Plastikfolie
“Finger weg, wenn die Säge naht”, sagt Großvater. Weil das Arbeiten mit der Säge nicht ungefährlich ist, hat Großvater das Kunststoffrohr für mich der Länge nach etwas schräg durchgesägt. Jetzt kannst du allein weitermachen.
Schneide 2 Scheiben vom Korken ab und befestige an einer Scheibe den langen Plastikfolienschwanz. An der anderen Korkscheibe befestigst du eine langes Stück Schnur. Klebe die Korkscheiben oben und unten in das Kunststoffrohr. Wickle die Schnur fest um deine Hand und schleudere den Schwirrvogel kräftig im Kreis herum. Achtung, in Deckung! Der Schwirrvogel ist los!
Weidenrutenflöte (Quelle: www.zzzebra.de)
Großvater hat mit mir eine ganz besondere Flöte gebastelt und mir gezeigt, wie ich darauf spielen kann. Ich habe schon ganz viel geübt und erfreue Tier und Mensch mit meinen Liedern.
Du brauchst eine glatte, fingerdicke Weidenrute, die im Frühjahr geschnitten wurde und keine Äste hat, ein Messer und viel Geduld
Lass dir von einem Erwachsenen beim Schnitzen helfen, denn es ist ziemlich schwierig. Schneide die Weidenrute hinter einer Verästelung ab und ritze die Rinde davor bis zum Holz ein. Löse die Rinde vom Holz, indem du mit dem Messergriff darauf klopfst. Drehe das Holz dabei immer wieder. Ist die Rinde sehr spröde, halte sie mit etwas Wasser feucht, damit sie nicht springt. Ziehe die Rindenhülse ein Stück nach oben und schneide eine Kerbe als Flötenloch hinein. Ziehe die Rinde ganz herunter und schneide vom Holz ein Stückchen ab.
Flache das kleine Stück ab und stecke es als Mundstück oben in die Rindenhülse. Nun bläst du in das Mundstück und schiebst das Holz in der Rindenhülse auf und ab, um verschiedene Töne zu erzeugen. Am Anfang ist es ein ziemlicher Katzenjammer. Du musst ein bisschen üben, damit du Melodien flöten kannst.
Blasenflaschen (Quelle: www.zzzebra.de)
Ein paar leere Flaschen und etwas Wasser ist alles, was du brauchst, um mit den Blasflaschen Musik zu machen. Fülle die Flaschen unterschiedlich hoch mit Wasser. Die Füllmenge und die Größe bestimmen, ob der Ton sich hoch oder tief anhört.
Spitze die Lippen und blase die Luft direkt in die Flaschenöffnung. Puste immer im Wechsel in die eine oder andere Flasche hinein. Versuche auch einmal eine Melodie zu spielen. Mit vielen Freunden zusammen kannst du ein Blasflaschen-Orchester gründen. Das macht Spaß und hört sich toll an – wenn man vor lauter Lachen überhaupt noch zum Pusten kommt!
Panflöte (Quelle: www.zzzebra.de)
In Südamerika machen sich die Indianer prima Flöten aus einfachen Bambusröhren. Man nennt diese Flöten Panflöte. Du kannst dir selbst eine basteln.
Dazu brauchst du: 8 dicke Strohhalme ohne Biegehals, Klebefilm, 20 cm langes Stück festen Karton
Schneide die Strohhalme in unterschiedlichen Längen zu und klebe sie mit dem Klebefilm auf den Kartonstreifen. Lege deinen Mund so an die Strohhalme, dass du über die Öffnungen blasen kannst.
Du bringst die Luft in den Halmen zum Schwingen, wenn du über die unterschiedlich langen Halme bläst. Du wirst bemerken, dass die kürzeren Halme höhere Töne als die langen Halme erzeugen. Woran das liegt? Es liegt daran, dass die Luft in den kurzen Halmen stärker vibriert, weil sie weniger Energie zum Durchqueren der Halme braucht. Je stärker die Luft vibriert, desto höher der Ton, der erzeugt wird. Kannst du schon ein kleines Lied spielen?
Grashalmfieper (Quelle: www.zzzebra.de)
Jetzt wird’s knifflig! Die Grashalmfieper fiept ziemlich laut, wenn du den richtigen Punkt triffst! Aber auch hier gilt: Ohne Übung gibt es keinen Meister!
Suche dir einen harten, scharfkantigen Grashalm, ohne dir dabei in die Finger zu schneiden. Spanne den Halm zwischen beiden Daumen und Daumenballen und puste kräftig durch den entstandenen Spalt. Na, funktioniert deine Grashalmfieper?
Nuss-Musik (Quelle: www.zzzebra.de)
Aus der Haselnussschale wurden früher auch kleine Pfeifen gemacht.
Dazu schleifst du den oberen Teil der Schale an einem Stein ab, bis der Kern heraus fällt.
Die Kanten werden noch glatt geschmirgelt und dann kannst du auf der Schalenkante Töne blasen, so wie auf einer leeren Flasche.
Auf den Fingern pfeifen (Quelle: www.zzzebra.de)
Kannst du auf den Fingern pfeifen? Ich habe es immer wieder versucht und es trotzdem nicht hingekriegt. Das hat mich ziemlich geärgert, weil ich unbedingt pfeifen können wollte. So richtig laut, damit meine Freunde mich hören, auch wenn sie schon ganz weit weg sind. Ganz heimlich habe ich weiter geübt, auf dem Weg zur Schule, in der Badewanne und oben im Apfelbaum. Versuch es doch auch mal:
- Zeige- und Mittelfinger strecken und aneinander legen,
- die Zunge nach hinten legen,
- Finger leicht gegen die Zunge drücken und pusten.
Und auf einmal, abends unter der Bettdecke, da habe ich es geschafft! Ich habe mich ganz doll gefreut und gleich noch sechsmal gepfiffen, bis meine Mutter ins Zimmer kam und gesagt hat, dass ich jetzt aber wirklich schlafen muss.

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