Instrumental – Basics

Bodypercussion

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Bodypercussion
Über den Beginn des Musizierens mit Körperinstrumenten zu philosophieren ist nahezu müßig; Menschen haben recht früh versucht, mit Geräuschen ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und angeblich – so einige Autoren – liegt der Ursprung bei den Schimpansen …

Körperpercussion als virtuose Fußtechnik mit einer entsprechenden Klangdifferenzierung findet sich in vielen Variationen auf der ganzen Welt. So gibt es das „Clogging“ in Irland und Kanada, in den USA das „Appalachian-Clogging“ und den „Jazz-Tap“, im spanischen Flamenco den „Zapateado“ (ein spanischer Flamenco-Tanz für einen Solotänzer, welcher meist ohne Musik dargeboten und nur mit Händeklatschen und Aufstampfen begleitet wird), „Khatak“ in Indien, „Gum-Boot“-Tänze in Südafrika.

Weiterhin gibt es im niederländischen und norddeutschen Raum viele Holzschuhtänze (die Schuhe werden Clogs bzw. Hölzckens genannt), ebenso auch in Cuba den „baile de la chancleta“ (Tanz mit Holzschuhen), der ohne Musik und nur auf den improvisierten Rhythmen der Füße getanzt wird.

Darüber hinaus kennt man in Deutschland den Schuhplattler.

Unter Body-Percussion versteht man das Musizieren mit dem Körper als (Begleit-) Instrument, wobei die Stimme an sich hierbei im Hintergrund steht. Musizieren mit dem Körper lässt sich grob in drei Bereiche einteilen; das Hauptaugenmerk liegt auf dem Erzeugen von Geräuschen.

Fuß
Die Bewegung der Beine ist in der Regel gleichmäßig und verkörpern somit das musikalische Grundelement „Metrum“ bzw. „Groove“ oder auch „Puls“ Taktmäßiges rhythmisches Stampfen gehört bei jedweder Art von Naturvölkern als wesentliches Element zum Tanz.

Für die praktische Arbeit mit Body-Percussion ist hierbei der Aspekt des Bodens wichtig.

Ob das Stampfen auch klingt, hängt maßgeblich vom Untergrund ab. Holzböden (und evtl. auch Kunststoffböden) ergeben einen guten Resonanzklang, während Teppichböden oder gar ein Betongrund keinen befriedigenden Klang ergeben (sie „grooven“ nicht) und im letzteren Fall auch für die Gelenke bedenklich sind.

Der nächste Schritt zur klanglichen Differenzierung der Fußaktionen ist das Tragen von Schuhen. Sie erzeugen schlurfende, tapsige oder prasselnde Hacken-, Ballen- und Spitzengeräusche.

Um den Sound „auf die Spitze zu treiben“, kann man – vom Stepptanz lernend – an den Schuhen große Unterlegscheiben (gibt es im Baumarkt) mit Gummibändern befestigen. Dies ergibt einen schönen „klackernden“ Sound.

Anstatt ein Lied klatschend zu begleiten, kann man auch einmal – im wahrsten Sinne des Wortes – mitgehen, d. h. die Stimmung einer Melodie oder eines Textes mit verschiedenen „Fußklängen“ begleiten und somit ein Lied quasi „ertanzen“.

Die praktische Fußarbeit kann man mit einer Art „Spaziergang“ (nach Möglichkeit auf möglichst klingendem Boden) beginnen.

Zuerst können verschiedene Geh-Möglichkeiten ausprobiert werden, indem man den Fuß aufsetzt und hierbei unterschiedlichste Klänge zu erzeugen versucht. Durch das „Gehen“ werden alle Fußaktionen zu Schritten mit Gehbelastung.

Die verschiedenen Schrittfiguren sind maßgeblich für den „groove“:

- normaler Schritt
- energischer Stampfschritt (wie Soldaten)
- mit dem ganzen Fuß schlurfen (wie dicke Bären)
- auf dem Ballen gehen (für machen Schüler sehr schwierig)
- auf den Fersen gehen (dto.)
- auf den Zehenspitzen gehen (wie eine Ballerina)
- schnelles Abrollen von der Ferse zum Ballen
- schnelles Abrollen vom Ballen zur Ferse (so dass sich nach dem „Tock“ durch die Ballen ein „Wischsound“ ergibt)

Hand
Die Hand ist mit Sicherheit das wohl am weitesten verbreitete Instrument auf dieser Welt. In Personalunion von Musiker und Tänzer übernehmen die Füße den Part der rhythmisch–tänzerischen Bewegung, die Stimme gestaltet die melodische Linie, während die Hände noch frei sind zur perkussiven Begleitung.

Dem dumpfen Sound des Stampfens steht der heller klatschende Laut des Körpers gegenüber, den die eigenen Hände schlagen: Oberarm, Flanken, Bauch, Gesäß und Schenkel werden zu Musikinstrumenten.

Das Flachhandklatschen: Die Finger der Schlag-Hand werden geschlossen und gerade gehalten (und hierbei nicht überstreckt); die Fingerfläche bedeckt beim Schlag genau den Handteller der „Instrument-Hand“, wobei ein kleiner Hohlraum eingeschlossen wird; bei guter Ausführung ergibt sich (ohne großen Kraftaufwand) ein sehr knackiger Sound.

Das Hohlhandklatschen: Beide Handteller bilden beim Klatscher einen geschlossenen Hohlraum; es entsteht ein dumpfer Bass-Schlag.

Das Rückhandklatschen: Die Schlag-Hand spielt mit dem Handrücken in die Handfläche der anderen Hand; es entsteht kein Hohlraum, der Klang ist etwas dünner und sehr hell. Der Juba-Schlag (vermutlich aus den USA stammend und eine Sonderform des Rückhandklatschens) ist besonders für schnelle rhythmische Begleitung geeignet. Er wird im Sitzen gespielt. Eine Hand wird im Abstand von etwa 20 – 30 cm über dem Oberschenkel mit der Handfläche nach unten gehalten, während sich die andere („Spiel“-) Hand zwischen Bein und der oberen Hand hin und her bewegt. Eine Achtelbewegung wird hiermit wesenlicht einfacher, rhythmisch-präziser und „grooviger“.

Das Brunnenklatschen: Die „Instrumenten-Hand“ bildet einen „Brunnen“ (wie beim Schnipp-Schnapp-Schnupp-Spiel) während die „Schlaghand“ auf diesen Hohlkörper schlägt; es ergibt sich ein „Popp-Klang“.

Das Patschen: Patschen meint jede Art von Schlag mit der flachen Hand auf den Körper. Eine Differenzierung des Klanges ergibt sich durch das Spiel auf verschiedene Körperpartien; alle Partien des Körpers können „bepatscht“ werden:

- im Gesicht Wangen und Stirn
- auf die Brust (im obereren Bereich; Schlüsselbein-Nähe)
- auf die (unbekleideten) Arme
- auf die Bauchpartie
- auf die Hüften
- auf den Po
- auf die Ober- und Unterschenkel (be- und unbekleidet)
- auf die (nackten) Fußsohlen (wie beim Schuhplattler)
- auf die (beschuhten) Füße

Das Fingerschnipsen gilt als eigene Klanggeste. Es ist sozusagen im Gegensatz zum Klatschen der beiden Hände der Klang einer Hand. Es gibt Naturtalente für das Schnipsen, zuweilen bedarf es aber auch einiger Übung, oft spielt eine Hand leichter als die andere.

Kopf
Das Zungenschnalzen: Das Schnalzen kann klanglich beeinflusst werden, indem man die Mundöffnung in Form einer Vokalfärbung zwischen a-, e- und o-Stellung verändern. Ähnlich wie bei den Handklängen eignet sich diese Technik vor allen Dingen zu einer klanglichen Rhythmisierung eines metrischen Impulses.

Zischeln eignet sich sehr gut, um eine hi-hat nachzuahmen. Hierbei muss sich die Zunge schnell zwischen dem stimmlosen „zicke-zicke“ (geschlossene hi-hat) und dem stimmlosen „zii“ (für offene hi-hat) hin- und herbewegen.

Weiterhin lässt sich jedes stimmlose Imitieren von Percussion und Drums zu den Instrumenten der Body-Percussion hinzuzählen. (Allerdings ist es recht schwierig, die einzelnen Facetten zwischen „dwww“, „bbgg“ und „tzzrtt“ genau zu beschreiben; der Wert liegt hier im Experimentieren, Adaptieren und Imitieren)

Beschallung

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Beschallung
Grundsätzlich gibt es drei Systeme, um zu beschallen:

FOH (Front-of-House) Lösung
An eine Endstufe (auch Verstärker oder einfach Amp), deren Ausgänge mit den Boxen verbunden sind, wird ein Mischpult (an den Eingängen) angeschlossen. Dieses Mischpult ermöglicht das Regeln verschiedener Instrumente bzw. Mikrophone.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen Typen liegt in den „Features“ wie Klangeinstellungen, Zugabe von integrierten Effekten oder „getrennten Wegen“, d.h. dass manche Kanäle noch zusätzliche Ausgänge für Monitore oder für Aufnahmen besitzen.

Zwischen Mischpult und Endstufe werden meist eine Reihe von Effekten (wie Hall, Chorus, Equalizer), die neben dem Mischpult stehen, zwischengeschaltet.

Diese beeinflussen den Klang maßgeblich. Oft sind Teile hiervon bereits in das Mischpult mit eingebaut.

Als Frontboxen haben sich mittlerweile sog. „Satelliten-Stacks“ durchgesetzt, welche „Hochtöner“, „Hörner für die Mitten“ und Subwoofer (Bassbox) besitzen.

Zusammen mit einer „Frequenzweiche“ ist es möglich, das Signal in Bass- und Mitten-, und Höhen-Bereiche zu splitten. Dies hat den Vorteil, dass aus den Hochtönern kein Bass und aus den Subwoofern keine hohen Töne kommen.

Boxengrößen werden in Wattzahlen und der Größe ihrer Membrane (in inches = Zoll) angegeben.

Monitorboxen sind abgeschrägte Boxen, welche auf die Bühne gestellt werden und den Darstellern das Mithören ermöglichen.

Sie werden immer dann benötigt, wenn „genauer Sound“ (etwa im Musical, beim Tanz oder dann, wenn die Begleitband hinten – und somit schlecht hörbar – steht) erforderlich ist.

Um zu verhindern, dass von jedem Instrument ein Kabel zum Mischpult gelegt wird, benutzt man ein sog. „Multicore“, welches eine Art Verlängerungskabel zwischen Mischpult (im Saal) und der Bühne bildet, so dass nur noch ein Kabel verlegt werden muss. In diesem Fall steht die Endstufe auch auf der Bühne!

Club-Variante-I
Der Powermixer ist ein Mischpult mit integrierter Endstufe. Ihn gibt es in verschiedenen Größen (d.h. – wie beim Mischpult auch – mit unterschiedlich vielen Kanälen bzw. – wie bei der Endstufe – mit unterschiedlich hoher Wattzahl.

Auch hier sind die „features“ maßgeblich für den Preis.

Für durchschnittliche Schulaufführungen (keine großen Musicals!) reichen in der Regel 12 Kanäle, 24 sind immer besser …

Hierzu werden weiterhin zwei bis vier Boxen (mit Kabeln) benötigt.

Club-Variante-II
Aktiv-Boxen sind Lautsprecher mit integrierter Endstufe. Eine solche Anlage ist jederzeit ausbaubar, indem man beispielsweise zusätzliche Monitore, ein größeres Mischpult, Subwoofer etc. hinzu kauft.

Somit wird ein normales Mischpult direkt an die Boxen angeschlossen, was in bestimmten Fällen (etwa wenn nur ein Mikrofon oder ein Keyboard benutzt werden muss) wesentlich weniger Aufwand bedeuten kann.

Bei der Anschaffung ist zu überlegen, welche „Verkabelung“ (werden oft wenige Anschlüsse benötigt und nur selten viele bzw. umgekehrt) in der Schule am häufigsten benötigt wird.

Grundsätzlich sollte man im Vorfeldgenau überlegen, wann welches Equipment benötigt wird. Weiterhin sollte man darauf achten, dass die einzelnen Komponenten zu- und aufeinander passen, damit die „Anlage“ gegebenenfalls ergänzt bzw. Stück für Stück „aufgebaut“ werden kann.

Mikrofonie
Dynamische Mikrofone sind aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Konstruktion mechanisch robust und können hohe Schalldrücke ohne große Verzerrungen verarbeiten.

Deshalb trifft man sie insbesondere auf der Bühne an. Sie eignen sich sehr gut für Abnahmen dicht am Instrument (BD) oder direkt an einer Box (etwa Gitarrenverstärker).

Mit einem dynamischen Mikrofon kann man auch hervorragende Ergebnisse im Studio erzielen.

Die gängigsten Modelle sind das SM 58, ein „Universalgesangsmikro“ und das SM 57, welches in erster Linie zur Instrumentenabnahme (besonders für Schlagzeug oder Gitarre) benutzt wird.

Mit einem Kondensatormikrofon können hochwertige Ergebnisse erzielt werden. Deshalb findet es vor allem im Studio Einsatz. Moderne Kondensatormikrofone zeichnen sich durch eine sehr natürliche und transparente Wiedergabe im gesamten Frequenzbereich aus.

Mikrofone mit kleineren Membranen zeichnen sich vor allem durch ihr ausgewogenes lineares Frequenzspektrum aus. Man sollte sie benutzen, um größere Klangkörper (Bläser- und Streichergruppen usw.) aufzunehmen.

Außerdem kann man sie als zusätzliches Raum-Mikrofon aufstellen. Kondensatormikrofone mit größerer Membran werden in der Regel gerne im Nahbereich von Instrumenten eingesetzt, und zwar dort wo sehr hohe Schalldruckpegel auftreten (z.B. Bassdrum, Bassverstärker). Außerdem werden sie auch sehr gerne zur Aufnahme von Chören verwendet.

Drahtlose Mikrofone gibt es als Hand- oder Ansteckmikrofone. Sie haben einen separaten Sender, welcher z.B. in der Tasche getragen werden kann (bzw. beim Handmikro aufgesteckt wird), an den eine sehr kleine Mikrofonkapsel angeschlossen wird. Solche Mikrofone werden immer dann verwendet, wenn Mikrofone nicht oder zumindest kaum sichtbar sein sollen.

Bei drahtlosen Headsets wird der Sender ebenfalls in der Tasche getragen; die Mikrofonkapsel ist mit einem entsprechenden Kopfbügel direkt vor dem Mund des platziert, so dass man beide Hände frei hat. Im Gegensatz zu Ansteckmikrofonen ist diese Version weniger empfindlich gegen Störgeräusche.

Man unterscheidet zwei Frequenztypen, den VHF- (günstig) und den UHF-Bereich (teurer, dafür zuverlässiger). Jede betriebene Funkanlage muss zuvor von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation genehmigt werden! Vom Beschaller geliehene Geräte sind in der Regel bereits angemeldet.

Stecker
Cinch-Stecker sind Steckverbindungen, welche in erster Linie im „Home-Audio-Bereich“ eingesetzt werden (CD-Player, Cassetten-Recorder etc.)

Der XLR-Stecker ist ein Stecker mit drei Pins, den es in der Ausführung „male“ (männlich – drei Stecker) und „female“ (weiblich – drei Buchsen) gibt. Diesen findet man bei Mikrofonen und am Mischpult.

Der Klinken-Stecker ist in erster Linie ein Instrumentenstecker (Gitarre, Bass, Keyboard).

Mit dem Speakon-Stecker (vergleichbar mit Gardena-Schlauch-Systemen) werden Boxen und Endstufen der neueren Generation verbunden.

Keyboards

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Keyboards
Drei Instrumente kann man als Väter der heutigen Keyboards bezeichnen:
Das Fender Rhodes E-Piano, ein Instrument, dessen Tonerzeugung auf elektronischer Verstärkung von schwingenden Metallplatten, die mit einer Klavierhammermechanik ange- schlagen wurden, beruhte.

Die Hammond Orgel, ursprünglich eine elektronische Kirchenorgel, deren Klang durch elektrische Simulation verschieden großer Pfeifen erzeugt wurde und deren Klang – zusammen mit Hallspirale und Leslie-Effekt (ein Verstärker, dessen Hochtonhorn von einem Motor angetrieben wird, wodurch es sich dreht) legendär ist.

Der Analogsynthesizer, dessen Prinzip darauf beruht, dass eine bestimmte Wellenform zunächst erzeugt und dann durch elektronische Schaltungen und Filter verändert wird. Dies geschah durch Drehknöpfe und Schalter, was ein Vorteil gegenüber heutiger Synthesizer war. Die frühen Analog-Synthesizer hatten zwar eine unglaubliche Soundpalette, allerdings waren sie meist entweder monophon (d.h., man konnte nur einen Ton erzeugen) bzw. nur vier- bis sechsstimmig polyphon.

Der digitale Vormarsch Mitte der 80er Jahre brachte im Keyboardbereich einige Vorteile: die Sounds konnten abgespeichert oder eingeladen werden. Außerdem war es durch eine neue Norm (Midi) nunmehr möglich, Keyboards auch verschiedener Gerätehersteller miteinander zu verkoppeln oder sie per Computer anzusteuern.

Die Technologie der Digital Synthesizer in Verbindung mit der Hammermechanik des Klaviers führte dann zur Entwicklung der ersten Digitalpianos.

Mit der Entwicklung des Midi-Standards (ab Mitte der 80er Jahre besaßen alle Keyboards den Midi-Anschluss) war es möglich, mit einem Keyboard die Sounds eines anderen anzusteuern. Somit war es nicht mehr nötig, große teuere Instrumente mit Tasten zu bauen; es reichte aus, alleine die Technologie in ein Gehäuse (meist 19’’ (Zoll) oder 9,5’’) zu bauen, die sich dann von einem anderen Keyboard aus spielen ließ. Das Soundmodul, auch Expander, war geboren.

Weiterhin entwickelte man Keyboards, die keinerlei eigene Sounds besaßen sondern lediglich zur Steuerung anderer Instrumente (Keyboards, Soundmodule) dienten: das Masterkeyboard; eine Tastatur mit einer Art Kleincomputer an Bord.

Das Home Keyboard (böse Zungen nennen es gerne die „Tischhupe“ stellt die Weiterentwicklung der „Alleinunterhalterorgel“ dar. Neben einer Vielzahl von Sounds gibt es eine Begleitautomatik, bei welcher man neben verschiedenen Rhyhtmen (Styles) unterschiedliche Begleitfiguren (Patterns) wie Bass, Gitarre, Bläser etc. auswählen kann. Dem Keyboard reicht entweder der Grundton oder der Akkord als Information, um eine Band oder ein Orchester (mehr oder weniger gut) zu simulieren …

Sampler sind digitale Geräte, die in der Lage sind, beliebige Klänge „digital“ aufzunehmen und zu speichern. Das Schallereignis kann mit einem Mikrofon oder einer anderen beliebigen Schallquelle aufgefangen und im Sampler zu einer computergerechten Information (wav.Datei) gewandelt werden. Anschließend kann man mit einem Keyboard diese Information aus dem Speicherchip des Samplers abrufen, das digitale Ereignis wird wieder gewandelt und über einen Verstärker hörbar gemacht.

Sampler werden mittlerweile nur noch im 19’’-Format gebaut; ein durchschnittlicher Mittelklassecomputer verfügt mittlerweile über ähnliche Funktionen.

Beim Klassenmusizieren mit Keyboards lässt sich die gleiche Arbeitsweise wie bei Gitarren und Bässen anwenden: Die entsprechenden Tasten werden mit Klebepunkten farbig markiert.

Besitzt man mehrere Keyboards, können die einzelnen Akkorde von mehreren Schülern gespielt werden, was bisweilen auch an einem Keyboard möglich ist.

Bass

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Bass
Der Bass ist eine Oktave tiefer gestimmt als die Gitarre (E’-A’-D-G). In der Regel viersaitig, gibt es auch Instrumente mit fünf (entweder eine tiefe H’’-Saite oder eine hohe c-Saite; Bässe werden in Quarten gestimmt) oder mit sechs Saiten (oft mit H’’ und c-Saite; allerdings gibt es Bassisten, die auch mit c- und f-Saiten spielen) Bässe ohne Bünde (wie beim Kontrabass) nennt man frettless.

Sie haben einen weich-näselnden Sound und sind nur für geübte Spieler empfehlenswert, da hier sehr genau hingehört werden muss (Intonation).

Basstypen werden – wie Gitarren auch – in der Regel nach ihren „Vätern“ benannt. Bekannt sind bereits: Fender und Gibson; weiterhin Höfner (ein deutsches Fabrikat, das seine Popularität einzig und allein Paul McCartney verdankt), Rickenbacker und Music Man.

Die Unterschiede liegen auch hier im Holz und in den verschiedenen pickups.

Am bekanntesten sind die Tonabnehmer- systeme des Jazz- („J“) und des Precision-Basses („P“). Zusammen aufgeschraubt spricht man von einem „P/J-Bass“.

Rickenbacker und Höfner benutzen ein spezielles System.

Der Gibson-Bass zeichnet sich sowohl durch seine Formgebung als auch durch seinen einzigartigen knurrenden Sound aus.

Der Music-Man „Stingray“ hat einen Tonabnehmer, welcher auch bei Gitarren verwendet wird: ein „Humbucker“.

Alle Modelle werden von zahlreichen Firmen mehr oder weniger erfolgreich kopiert bzw. weiterentwickelt.

Man unterscheidet weiterhin (wie bei Gitarren auch) aktive und passive Systeme. Der Unterschied liegt darin, dass die pickups bei aktiven Systemen zusätzlich elektronisch verstärkt werden (9V-Block im Korpus; hier muss man häufig Batterien wechseln).

Der Bass wird entweder mit Zeige- und Mittelfinger abwechselnd gezupft, mit einem Plektrum gespielt oder mit Slap-Technik:

Hierbei schlägt der Daumen auf die Saite, so dass sie auf das Griffbrett knallt. Zusätzlich kann noch mit dem kleinen Finger an der G-Saite gerissen werden, so dass diese auf das Griffbrett zurückschnarrt.

Die Verstärkung des Basses funktioniert in der gleichen Art und Weise wie bei der Gitarre.

Auch hier gibt es sog. „Top-Teile“ (nur Verstärker), an welche eine oder mehrere Boxen angeschlossen werden. (Die Größe wird in Zoll gemessen; so heißt 4×10’’ eine Box mit vier Zehn-Zoll-Lautsprechern)
Für die Schule ist der Combo empfehlenswert. Hier hat sich die 12’’ bzw. 15’’er Box etabliert.

Gitarren

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Gitarren
Die Konzertgitarre wird in der Regel mit Spezialsaiten bezogen; drei hohe (Diskantsaiten) aus Nylon und drei tiefe Saiten (Basssaiten) aus Kunstseide, die mit Kupferdraht umspannt sind.

Eine Konzertgitarre hat ein breites Griffbrett. Sie wird grundsätzlich sitzend in besonderer Haltung gespielt.

Die Westerngitarre hat einen besonders großen Körper und ein schmales Griffbrett, das mehr Bünde aufweist und daher dem einer Elektrogitarre ähnelt. Aufgrund ihres großen Körpers ist sie sehr laut. Ihr begegnet man nicht selten auch auf Rockbühnen, wobei sie entweder über Mikrofon oder eingebauten Tonabnehmer verstärkt wird. Westerngitarren sind mit speziellen Westernsaiten (Metall) bespannt. Es gibt Westerngitarren auch in 12-saitiger Ausführung.

Die Elektro-Akustik-Gitarre (auch „Ovation“ – nach ihrer populärsten Baufirma benannt) hat einen Korpus, der hinten rund ist und aus speziellem Kunststoff besteht. Außerdem ist unter dem Steg ein Tonabnehmer eingebaut, der mit einer leistungsfähigen Klangregelung verbunden ist.

Die Semi-Akustik-Gitarre (auch „Jazzgitarre“) hat einen großen, auffallend breiten Körper mit zwei seitlich auf der Decke angeordnete Schalllöchern in f-Form und gleichfalls Stahlsaiten, die nicht direkt am Steg, sondern an einem Saitenhalter befestigt sind und dann erst über den Steg geführt werden. Da sie meist mit elektrischen Tonabnehmern gespielt wird, ist sie als Vorläufer der E-Gitarre angesehen.

Die verschiedenen Typen der E-Gitarre werden meist nach ihren „Vätern“ bezeichnet: Leo Fender und Orville Gibson.

Alle funktionieren – mehr oder weniger – nach dem gleichen Prinzip: Auf einem Brett, dem Gitarrenkörper, sind ein oder mehrere Tonabnehmer (pickup) angebracht, die die (sehr leise) Schwingung der Stahlsaiten in elektrische Signale umwandeln, welche, über ein Kabel geleitet, vom Amp (amplification = Verstärkung) verstärkt und vom Lautsprecher hörbar gemacht werden.

Der Sound der Gitarre wird hierbei von der benutzten Holzsorte, den pickup-Typen, der Einstellung dieser, der Klangregelung (Höhen, Mitten, Tiefen), den Saiten und der Spieltechnik beeinflusst.
Manche Gitarren besitzen zusätzlich ein „Tremolo-System“ („Jammerhaken“); ein Hebel, mit dessen Betätigung man die Saitenspannung beeinflussen kann.

Grundsätzlich unterscheidet man zischen zwei Verstärkertypen: Transistor- und Röhrenverstärker.

Letzterer liefert einen sehr warmen Sound, ist aber aufgrund seiner Anfälligkeit und den hohen Anschaffungskosten für die Schule uninteressant.

Der Transistor-amp kann sowohl aus mehreren Bauteilen (ein Verstärker, an welchem eine oder mehrere Boxen angeschlossen sind) als auch aus einem Teil (Box(en) und Verstärker befinden sich in einem Gehäuse) bestehen. Diese Bauweise nennt man Combo. Die Leistung der Verstärkertypen wird in Watt gemessen; mehr Watt bedeutet nicht unbedingt besseren Sound; hier muss man testen!

Die Gitarre wird mit einem Klinkenkabel an den Verstärker angeschlossen. Zusätzlich kann man zwischen Gitarre und Verstärker noch Effekte schalten. Diese verändern den Sound nochmals maßgeblich. Bekannte Effekte sind: Distortion, Overdrive (beide verzerren den Sound), Chorus (macht den Sound weich), Flanger (entfremdet leicht “spacy”), Delay (eine Art Echo), sowie das Wah-wah-Pedal (der Name ist onomatopoetisch … es klingt so ähnlich)

Sie sind sowohl als kleine Bodeneffekte („Tretminen“) als auch als 19´´-Gerät erhältlich.

Für jeden Gitarrentyp gibt es spezielle Saiten: für die Konzertgitarre Nylonsaiten, für die Westerngitarre „Westernsaiten“ und für die E-Gitarre die besonderen Stahlsaiten, die es in unterschiedlichen Sätzen gibt.

Bei der Konzertgitarre haben die entsprechenden Saiten zwei offene Enden. Eins davon ist (meist) farbig markiert und gehört an die Wirbel.

Das andere Ende wird am kombinierten Saitenhalter/Steg verknotet. Der Knoten ist so angelegt, dass er sich selbst sichert. Der Endknoten ist eigentlich nur bei den drei reinen Nylonsaiten als zusätzliche Sicherung nötig, um ein Durchrutschen zu verhindern; die umspannten tiefen Saiten bremsen sich auch ohne Knoten.

Das Wirbelende der Saiten wird so durch das Loch geführt, dass auch hier bei Umdrehung die gespannte Saite über dem Ende liegt und es fest hält. Die Wirbel werden immer links herum gedreht, damit sich die Saite von oben einfädelt.

Dabei ist darauf zu achten, das auch der gewickelte Abschnitt der Saite in die Öffnung gelangt und nicht etwa nur den Kerndraht.

Die Saiten ziehen sich selber mit jeder Umdrehung fest. Sie sollten vom Inneren der Kopfplatte an die Wirbel laufen. Das Saitenende soll auch nie kurz abgeschnitten, sondern möglichst vollständig aufgedreht werden. Ebenso ist darauf zu achten, die richtige Saite zum richtigen Wirbel zu führen!

Noch ein Tipp: Beim ersten Stimmen können die Saiten ein klein wenig überdehnt werden (also etwas höher stimmen). Dann auf den richtigen Ton zurückdrehen. So erreicht man eine relativ stabile erste Stimmung. Neue Saiten müssen öfter nach gestimmt werden.

Für die E-Gitarre gibt es besondere Stahlsaiten. Die drei tiefen Saiten bestehen aus Stahldrähten im Kern, die mit feineren Metalldrähten umwickelt wurden, während die drei hohen Saiten aus reinem Draht bestehen.

Es gibt diese Saiten in unterschiedlichen Sätzen. Manche Hersteller fügen jeweils zwei Saiten h und e bei, da sie sehr dünn sind und öfter reißen.

Anfänger auf der E-Gitarre sollten zunächst nicht allzu dünne Saiten benutzen. Die lassen sich zwar vorzüglich ziehen, es können aber Stimmprobleme auftreten. Mit wachsender Erfahrung wird man den persönlich passenden Satz vom richtigen Hersteller finden.

Aufziehen: Saiten für die E-Gitarre haben ein offenes Ende, wobei die Wicklungen der dickeren Saiten (E, A, D) nicht ganz bis zum Ende gehen; man sieht noch den Kerndraht. Am anderen Ende der Saite ist jeweils ein Messingbällchen. Die Saite wird nun – je nach Modell – durch den Saitenhalter über den Steg geführt, durch den kombinierten Saitenhalter/Steg hindurchgeführt bzw. durch den Körper durchgezogen. Das Bällchen bleibt dann in dem Loch der Halterung stecken, während die Saite auf dem Saitenreiter des Stegs aufliegt. Nun wird das offene Saitenende durch die Öffnungen der Wirbel gezogen.

Gitarren werden in der Reihenfolge E-A-d-g-h-e´ gestimmt. (Anm.: Diese Tabelle ist im chromatischen Aufgang geschrieben; auf b-Vorzeichen wurde der Einfachheit halber verzichtet)

In der Schule bietet es sich an, als Orientierungshilfe farbige Klebepunkte auf den Hals der Gitarre zu kleben.

Da das Greifen dieser Akkorde gewisse wiederkehrende Übungssequenzen voraussetzt und dies nur dann sinnvoll ist, wenn man die Arbeit mit Gitarren regelmäßig zum Unterrichtsgegenstand macht.

Für nicht-regelmäßigen Einsatz bietet es sich an, mit „special-tuning“ zu arbeiten. Diese Technik ermöglicht es, dass man – ohne Gitarre spielen zu können – Akkorde spielen (und eben nicht greifen!) kann.

Ausgehend von der Stimmung E-A-d-g-h-e´ stimmt man die Gitarre in E-G#-e-g#-h-e´ bzw. in E-H-E-g#-h-e´. Somit erhält man beim Streichen über die leeren Saiten einen E-Dur-Akkord. Stimmt man die Gitarre in E-A-e-a-c#’-e’ bzw. in E-A-c#-a-c#’-e’, so erhält man den A-Dur-Akkord und entsprechend im 5.Bund D-Dur und im 7. Bund E-Dur.

Ist man in der glücklichen Lage, mehrere Gitarren zu besitzen (es finden sich immer wieder Eltern, die so etwas „rumfliegen“ haben …), so kann man nun mithilfe eines bzw. mehrerer Kapodaster die anderen Gitarren „stimmen“ (z.B. Gitarre II: 5. Bund = A-Dur, Gitarre III: 7.Bund = H-Dur) und kann mit drei Gitarren eine Kadenz spielen (I-IV-V). Die Akkorde im 5. und 7. Bund lassen sich allerdings auch mit Barréegriffen spielen. Somit hat man im Verbund des Klassenmusizierens drei vollwertige Gitarristen!

Der Kapodaster ist ein nicht außer Acht zu lassendes Hilfsmittel; hiermit kann man die Saitenenden neu bestimmen, so dass Lieder, welche in schwer greifbaren Tonarten stehen (etwa F-Dur, hier braucht man den Barréegriff), leichter umsetzbar werden. Er soll möglichst nah am nächsten Bund befestigt werden, wodurch verhindert wird, dass die Saiten beim Spielen schnarren.

Bei den „special-tunings“ sollte man – die Gitarre lässt sich noch auf weitere Arten „verstimmen“ – beim Experimentieren darauf achten, die Saiten nicht überzustrapazieren; sie reißen sehr schnell.

In der Rockmusik sollte man diese Akkorde allerdings nicht spielen! Sie klingen nicht! Hier spielt man sog. „powerchords“, geschlechtslose Akkorde ohne Terz. Sie lassen sich im Klassenverband am einfachsten spielen, indem man den Grundton auf der E-Saite und Quint und Oktave zwei Bünde (und zwei Saiten) weiter greift (farbige Klebepunkte anbringen).

Diese Akkorde werden in der Regel auch nur dreistimmig gespielt, so dass lediglich die unteren drei Saiten erklingen. Man kann ab A-pc (der powerchord auf A) auf den A-, d- und g-Saiten greifen oder alles von der E-Saite ausgehend greifen; hier ist das Vermögen der entsprechenden Schüler maßgeblich. Powerchords klingen besonders reizvoll, wenn sie „verzerrt“ (Effekt „overdrive“ oder „distortion“), also übersteuert gespielt werden.

(Anm.: Die Gitarre lässt sich im unteren Bereich auch als Power-chord stimmen, so dass man mit der Stimmung E-H-e den E-Power-chord „leer“ greifen kann und für weitere den Barrée-Griff (oder eben Kapodaster) verwendet.)

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