Herhören

Die Heilkraft der Musik

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Die Heilkraft der Musik
Klänge, Rhythmen und Melodien Film von Sarah Spitzner

Musik ist eine universelle Sprache, die jeder Mensch intuitiv erfasst. Schon kleine Kinder können harmonische von schiefen Tönen unterscheiden. Selbst wenn unsere geistigen Fähigkeiten schwinden, bleiben wir bis ins hohe Alter über Musik ansprechbar. Denn rhythmische Klänge berühren uns im Innersten und wirken sich unmittelbar auf unseren Körper aus. Musik lässt das Herz höher schlagen, beeinflusst Atmung und Blutdruck und löst Glücksgefühle aus.

Ein Instrument zu spielen, verändert sogar unser Gehirn. Das zeigen Studien. Warum Musik so stark auf uns wirkt, ist zwar noch nicht eindeutig erforscht. Wissenschaftler sind sich aber in einem schon einig: Selbst zu musizieren, ist viel wirkungsvoller als Musik nur zu hören. Denn das fördert unsere Entwicklung und wirkt heilsam für Körper, Geist und Seele!

Der Film kann hier angeschaut werden. In der gleichen Reihe gibt es Beiträge über die Heilkraft des Singens und zur Heilkraft des Tanzens mit entsprechendem Film.

Mit Musik gegen den Tinnitus

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Mit Musik gegen den Tinnitus
Gerade Musiker werden oft von Ohrengeräuschen geplagt. Deutsche Wissenschaftler glauben, eine neue Form der Therapie entwickelt zu haben: mithilfe einer speziellen Musiktherapie.

Ein interessanter Bericht auf SpiegelOnline.

Wer hören will, muss fühlen

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Wer hören will, muss fühlen
Menschen hören nicht ausschließlich mit den Ohren sondern auch mit der Haut: Der Tastsinn registriert und reagiert auf Luftstöße, die beim Aussprechen bestimmter Buchstaben produziert werden. Nur so kann das Gehirn zwischen manchen Lauten unterscheiden. Und sogar die Augen helfen beim Hören mit.

Ein interessanter Artikel bei SpiegelOnline.

Hörauffälligkeiten

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Hörauffälligkeiten
Beim Hören unterscheidet man zwischen dem „fokussierten“ (also gezielten) und dem „peripheren“ (also quasi nebensächlichen) Hören.

Es ist eine Eigenart der Zeit, dass man heutzutage nahezu überall genötigt wird, peripher zu hören: So ist die „Berieselung“ aus dem Hintergrund mittlerweile alltäglich geworden – überall läuft Musik.

Dennoch können wir – trotz „hintergründiger Beschallung“ – gezielt hören, was eine der erstaunlichsten Leistungen des menschlichen Gehörs zu sein scheint. Der Effekt hat seinen Namen aus der Party-Sprache: der “Cocktaileffekt”.

Cocktaileffekt
Wie groß auch der Schallpegel sein mag und wie verwirrend sich auch das Stimmengewirr in einer Party vermischen mag – jeder wird dennoch heraushören, ob irgendwo über ihn getuschelt wird. Das menschliche Gehör kann auch im schwierigsten Umfeld, wenn sich noch so viele Geräusche vermischen, aus diesem Chaos die wichtige und relevante Information heraushören.

Zum Cocktaileffekt lässt sich eine ganze Reihen von Spielen durchführen. Sie können entweder am Computer vorbereitet und über CD gehört oder „live“ gespielt werden. So kann man unter http://www.hoerspielbox.de eine Soundcollage erstellen, die zunächst mit einem Sound beginnt. Als nächstes nimmt man den gleichen Sound auf und legt einen weiteren dazu, anschließend einen dritten usw. Die Ergebnisse werden aufgeschrieben und hinterher verglichen.

In der gleichen Art und Weise lässt es sich „live“ spielen, wobei der oder die Ratenden die Augen verbunden haben, während zunächst ein Instrument und anschließend immer mehr gespielt werden. Hier kann die Zielsetzung, so viele wie möglich zu erkennen, sein.

Synästhesie
Schätzungen zu Folge „überschneiden“ sich bei jedem zweitausendsten Menschen die Sinne. Ein Problem, welches von daher regelmäßig in der Schule auftauchen kann. Synästhetische Menschen riechen, wenn sie sehen, sehen, wenn sie hören oder schmecken, wenn sie fühlen usw.

Unter Synästhesie versteht man weitläufig Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines anderen; ein zusätzlicher Kanal der Wahrnehmung. Manche Synästhetiker können Buchstaben fühlen, andere können Töne in bunten Farben sehen; sehr viele sehen Texte und Zahlen in Farbe (oft wird die „Eins“ in weiß empfunden; spricht man Synästhetiker darauf an, ist es für sie „völlig normal“, dass die „Eins weiß“ ist).

Hierbei muss beachtet werden, dass das Gehirn die Außenwelt nicht „abbildet“ sondern vielmehr Signale von außen „interpretiert“, die dann neu zusammengesetzt werden. Aus den Signalen der „Außenwelt“ wird eine Art „Innenwelt“ geschaffen, wobei diese beiden Welten bisweilen nur sehr wenig miteinander zu tun haben können Die Nervenzellen erschaffen eine Art „Abbild“, welches bewertet wird. So kann das Bild eines saftigen Bratens unwillkürlich den Geruch im Menschen aufsteigen lassen und somit Appetit erzeugen.

Dies geschieht, ohne dass etwas in das Bewusstsein dringt; Neurophysiologen haben herausgefunden, dass das Bewusstsein etwa eine halbe Sekunde hinter den Aktivitäten des Gehirns hinterherhinkt. Das heißt: Schon bevor unser Bewusstsein glaubt, eine Entscheidung zu fällen, hat das Gehirn alle Informationen der Außenwelt analysiert, bewertet und zurechtgelegt.
Bei Synästhetikern scheinen die die Informations- und Wahrnehmungsfilter durchlässiger als bei der Mehrzahl der Menschen zu sein.

Es gibt Synästhesien zwischen den Sinnen Hören, Sehen, Schmecken, Fühlen, Riechen und Motorik. Wenn man einen Klang hört und mit dem Klang eine bestimmte Körperhaltung assoziiert, wäre das eine Synästhesie zwischen Hören und Motorik. Wer bei einem optischen Reiz zusätzlich zur optischen Wahrnehmung einen Geruchseindruck verspürt, muss nicht notwendigerweise auf einen Geruch wiederum mit einer visuellen Vorstellung reagieren. Die Verbindung vom Sehen zum Riechen wird als eine Synästhesie bezeichnet und die vom Riechen zum Sehen als zweite eigenständige Synästhesie. In manchen Menschen sind mehrere Synästhesien vorhanden. Bei sechs Sinnesmodalitäten – Hören, Sehen, Schmecken, Fühlen, Riechen, Motorik – ergeben sich dreißig (!) mögliche Kombinationen von Synästhesien. Eine Synästhesie zwischen den Sinnen Hören und Sehen in der Richtung vom Hören zum Sehen bezeichnet man als Farbenhören.

Forscher des Farbenhörens fanden heraus, dass die Flöte überwiegend hellblau, die Trompete rot, und Holzblasinstrumente häufig grün beurteilt wurden. Allerdings reichen die „herkömmlichen“ Farben oft nicht aus, da die Probanden oft Assoziationen wie „blau mit geringem Grüneinschlag und einem Hauch von Rot“ äußern …

Das farbige Hören – auch als Farbenhören, als “Audition coloreé”, “coloured hearing” bezeichnet – bei dem typischerweise Geräusche, Musik, Stimmen und ausgesprochene Buchstaben und Zahlen zur Wahrnehmung bewegter Farben und Formen führen, die in die Außenwelt bzw. auch in das Kopfinnere projiziert werden ist die am häufigsten ausgeprägte Form von Synästhesie.

Auf einer Art eines „inneren Monitor”, welcher allerdings keine räumliche Begrenzung aufweist, erscheinen dann häufig vorbeilaufende Strukturen, Kugeln bzw. lang gestreckte vorüber ziehende dreidimensionale Gebilde mit charakteristischen Oberflächen, beispielsweise samtigen, glitzernden oder auch gläsernen bzw. metallischen Oberflächen.

Zu den Komponisten mit Farbassoziationen gehörten Olivier Messiaen, Alexander Skrjabin und Nikolai Rimskij-Korsakow. Bei den Farben von Tonarten gab es zwischen Skrjabin und Rimskij-Korsakov nur eine einzige Tonart, D-Dur, bei der ihre Farbassoziationen übereinstimmten.

Schwerhörigkeit
Mittlerweile geht man davon aus, dass 26,8 % der Deutschen schwerhörig sind, was ca. 21 Millionen Menschen entspricht. Erschreckend wirkt allerdings die Zahl der „bekennenden Schwerhörigen“: Hier sind es nur 14 Millionen Menschen, die einen anerkannten Hörschaden haben.

In Deutschland leben rund 14 Millionen Menschen mit Hörbehinderungen. Die Hälfte, also sieben Millionen, müsste ein Hörgerät tragen, tatsächlich tun es aber nur 2,5 Millionen Menschen. Viele Geräte bezeichnet man als „Schubladengeräte“; entweder werden sie gar nicht oder nur selten benutzt, wobei ein wesentlicher Aspekt hierbei die Tatsache ist, dass Schwerhörige die Batterien für ihre Hörgeräte selbst zahlen müssen.

Ursache hierfür kann Freizeitlärm sein; in Diskotheken werden oft bis zu 120dB gemessen. Ohrenärzte fordern immer wieder eine Begrenzung des Lautstärkepegels von Walkman, Disco und Co. auf maximal 95dB. Erschreckend war eine Untersuchung, bei der man herausfand, dass Naturvölker mit 70 Jahren noch so gut hören wie mitteleuropäische Städter mit 30 Jahren.

Im Internet lässt sich unter http://www.besserhoeren.de ein kleiner Hörtest zumindest „durchspielen“; die Ergebnisse können allerdings nicht als „wissenschaftlich-fundiert“ gewertet werden. Hier ist eher ein Anhaltswert zu erreichen.

Als eine Art Checkliste kann man im Musikunterricht folgende Punkte bei den Schülern (und natürlich auch bei sich) überprüfen:

- Fällt es schwer, den Text eines Songs im Radio bzw. von der CD zu verstehen?
- Gibt es Probleme, ein Gespräch zu verstehen, wenn mehrere Leute im gleichen Raum sprechen?
- Hört man ein leises Klingeln (wie beim Telefon), auch wenn es im Nebenraum steht?
- Hört man das Wasser im Kessel kochen?
- Kann man ein Tischgespräch in „großer Runde“ verstehen?

Sollte man nur wenige Fragen mit „Ja“ bzw. „Vielleicht“ beantworten, ist ein Hörtest ratsam.

Schall

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Schall
Die Bereiche „Hören“ und „Schall sind zwar weitestgehend Themen im Physikunterricht, dennoch kann ein kurzer „Exkurs“ – zumindest in höheren Klassen – nicht schädlich sein; oft “öffnen” solche Experimente einigen Schülern Augen und Ohren …

Schall sichtbar machen
Um Schall sichtbar zu machen, eignet sich folgendes Experiment: Zwei Tambourine stehen parallel zueinander senkrecht auf dem Boden. Der Abstand zwischen den beiden Fellen beträgt etwa einen halben Meter. Vor der linken Trommel ist eine leichte Wollkugel so aufgehängt, dass sie am Fell anliegt. Wenn man nun das rechte Tambourin kurz und kräftig anschlägt, schnellt der Ball nach links weg. Danach schwingt er wieder zurück und pendelt dann noch einige Mal hin und her.

Beim Anschlagen des rechten Tambourins entsteht eine Schallwelle, die sich vom Fell ausgehend ausbreitet. Diese Schallwelle bringt das Fell des gegenüber stehenden Tambourins in Schwingung, so dass der Ball von dem schwingenden Fell angestoßen wird.

Wird das Fell des Tambourins angeschlagen, drückt sich die Luft, die sich unmittelbar vor dem gespannten Fell befindet, ein wenig zusammen; sie wird “komprimiert”. Um diesem Überdruck “auszuweichen”, bewegen sich die Luftteilchen nach vorne und stoßen dabei wiederum auf davor befindliche Luftteilchen. Es werden also viele kleine Impulse von einem Teilchen auf ein anderes übertragen. Dadurch entsteht eine sich fortpflanzende Druckwelle in Richtung auf das linke Tambourin.

Die Schallwelle breitet sich zwar auch in andere Richtungen aus, denn sonst könnte man einen Ton nur dann hören, wenn man sich genau davor befindet …

Trifft die Schallwelle am Fell des linken Tambourins auf, überträgt sich der Impuls auf das Fell und es wird eingedrückt.
Dadurch erhält der Ball einen Impuls, so dass er vom Fell abgestoßen wird.

Schall kann auch sehr gut in mit Wasser gefüllten Klangschalen sichtbar gemacht werden; die Schwingungen verlaufen in feinen Bahnen.

Mit Wasser lassen sich noch zahlreiche weitere Experimente durchführen. So kann man eine mit Wasser gefüllte Schüssel auf eine Box stellen; die Bässe schwingen sichtlich anders als die Höhen und erzeugen somit andere Linien und konzentrische Kreise.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Glasscherbe mit einer Kerze zu schwärzen, auf welche anschließend eine angeschlagene Stimmgabel gehalten wird, so dass sich feine Rillen ergeben.

Darüber hinaus kann man vor eine liegende Trommel (Djembé oder Conga) eine Kerze stellen. Mit kräftigem Schlag auf das Fell wird die Trommel „ausgepustet“.

Exkurs – Doppler-Effekt
Als Doppler-Effekt bezeichnet man die Veränderung der Frequenz von Wellen jeder Art, wenn sich die Quelle und der Beobachter einander nähern oder voneinander entfernen. Wenngleich dieser Effekt in erster Linie die Physiker interessiert, ist es doch immer wieder erstaunlich, dass auch im Musikunterricht hieran Interesse besteht.
Nähern sich der Beobachter und die Quelle einander, so erhöht sich die Frequenz; im umgekehrten Falle verringert sie sich. Ein bekanntes Beispiel ist die Änderung der Tonhöhe des Martinshorns eines fahrenden Krankenwagens. Solange sich das Fahrzeug nähert, ist der Ton höher, wenn es sich entfernt, wird der Ton tiefer.

Wenn man annimmt, dass das Martinshorn Schallwellen mit einer Frequenz von 1000 Hertz ausstrahlt, dann sendet es die zweite Spitze der Schallwellen genau 1/1000 Sekunde nach der ersten Spitze aus.

Für den Beobachter eines fahrenden Krankenwagens erscheint dies anders. Wenn der Krankenwagen nämlich auf den Beobachter zufährt, hat die zweite Spitze der Schallwellen einen kürzeren Weg zum Beobachter als die erste und kommt also nicht mit 1/1000 Sekunde zeitlichen Abstandes an, sondern etwas früher, wodurch die Frequenz bzw. der Ton des Martinshornes höher erscheint.

Wenn der Krankenwagen am Beobachter vorbei gefahren ist, verhält es sich umgekehrt: dem Beobachter erscheint der Ton tiefer zu sein.

Dieses Experiment lässt sich mit Boomwhackers oder Klangstäben auf dem Schulhof nachstellen. Entweder laufen Musiker an der Gruppe oder die Gruppe läuft an den Musizierenden vorbei.

Der Effekt sollte nicht zum „Unterrichtsgegenstand“ gemacht sondern vielmehr spielerisch nebenbei erwähnt werden (interessierten Schüler kann man dann entsprechende Literatur bzw. Links nennen)

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