Arbeit am Lied

Die Heilkraft der Musik

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Die Heilkraft der Musik
Klänge, Rhythmen und Melodien Film von Sarah Spitzner

Musik ist eine universelle Sprache, die jeder Mensch intuitiv erfasst. Schon kleine Kinder können harmonische von schiefen Tönen unterscheiden. Selbst wenn unsere geistigen Fähigkeiten schwinden, bleiben wir bis ins hohe Alter über Musik ansprechbar. Denn rhythmische Klänge berühren uns im Innersten und wirken sich unmittelbar auf unseren Körper aus. Musik lässt das Herz höher schlagen, beeinflusst Atmung und Blutdruck und löst Glücksgefühle aus.

Ein Instrument zu spielen, verändert sogar unser Gehirn. Das zeigen Studien. Warum Musik so stark auf uns wirkt, ist zwar noch nicht eindeutig erforscht. Wissenschaftler sind sich aber in einem schon einig: Selbst zu musizieren, ist viel wirkungsvoller als Musik nur zu hören. Denn das fördert unsere Entwicklung und wirkt heilsam für Körper, Geist und Seele!

Der Film kann hier angeschaut werden. In der gleichen Reihe gibt es Beiträge über die Heilkraft des Singens und zur Heilkraft des Tanzens mit entsprechendem Film.

The Day The Music Died

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The Day The Music Died
Morgen, am 03.02.10 jährt sich der Tag, an dem die Musik starb zum 51. Mal. Am 3. Februar 1959 verunglückten bei einem Flugzeugabsturz die Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und “The Big Bopper” Jiles Perry Richardson tödlich.

Das Lied American Pie von Don McLean aus dem Jahr 1971, das sich kurz auf diesen Tag bezieht, wurde von Madonna gecovert und ist den meisten Schülern (noch) bekannt.

Die Biographie von Buddy Holly wurde als Musical auf die Bühne gebracht und mit  The Buddy Holly Story verfilmt. Ritchie Valens wurde mit dem Film La Bamba ein Denkmal gesetzt.

Eine Playlist zu diesem Thema kann man hier hören.

Pappbecher – Spiel und Performance

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Pappbecher – Spiel und Performance
Diese oder ähnliche Spielereien haben ihren Ursprung meist in Mensen, in Jugendherbergen oder Freizeiten. Ein Becher wird nach einem bestimmten Muster hin- und herbewegt und nach Klatschen, Drehen, Aufstetzen und Trommeln weitergegeben.

In einem Tutorial lässt sich eine bestimmte Bewegungsfolge recht gut lernen, welche im Musikunterricht gut eingebaut, vertieft, adaptiert oder erweitert werden kann:

Die Choreographie liest sich zunächst schwerer als sie ist, in Kombination mit dem Film lässt sie sich allerdings gut nachvollziehen. Sie kann hier als pdf-Datei angesehen und geladen werden.

(Anm.: Auf die Zählzahl „zwei“ spielt die Dame im Film zwei Sechzehntel und eine Achtel; in der folgenden Sequenz werden an dieser Stelle zwei Achtel gespielt.)

Erweitert man obiges Pattern um ein paar weitere und fügt man weiterhin einige wenige szenische Elemente hinzu, so erhält man eine stomporientierte Performance, welche zwar für den ausgefeilteren Musikunterricht geeignet ist, die es allerdings verdient hat, aufgeführt zu werden – solche Beiträge bereichern jedes Schulfest.

Das Intro (es kann hier als pdf-Datei angeschaut und geladen werden) wird zunächst ohne Becher gepielt, dem sich ein hilfesuchender Blick nach rechts anschließt. Wird die letzte Spielerin angeschaut, nimmt sie für jeden Spieler einen Becher hervor und gibt ihm nach dem Muster CupGroove I weiter.

Hat die letzte Spielerin ihren Becher erhalten, legt sie ihn auf den Schoß und beginnt mit dem nächsten Pattern (die entsprechende pdf-Datei kann hier angeschaut und geladen werden), welches auf die Zählzahl „2“ vom CupGroove I einsetzt.

Nacheinander legt jede Spielerin ihren Becher auf den Schoß und übernimmt das zweite Pattern, bis es unisono von der ganzen Gruppe gespielt wird, dem sich ein Break (die dazugehörige pdf-Datei liegt hier) anschießt, der von allen Spielern ausgeführt wird:

Nun wird das Ensemble in zwei Gruppen geteilt, die zunächst im Call-and-Response-Spiel gegeneinander, anschließend miteinander spielen. Da die Datei zu groß ist, um hier abgebildet zu werden, habe ich diese ausschließlich als pdf (sie kann hier eingesehen und geladen werden) abgelegt.

Den Schluss der Performance bildet ein erneutes Aufheben eines Bechers der ersten Spielerin, der sich ein zweimaliges Spiel des ersten Patterns anschließt, das mit einem Zusammenfall auf dem Tisch endet.

Die Patterns sind durchaus erlern- und spielbar, ein besonderer Reiz liegt allerdings auch hier im Anpassen auf bzw. im Adaptieren, Weiterkomponieren und -entwickeln durch die jeweilige Lerngruppe.

Letzten Endes lässt sich das oben notierte Pattern nutzen, um es zur Liedbegleitung einzusetzen:

Der Liedtext lässt sich hier nachlesen; der Song scheint von Lulu and the Lamshades zu stammen, deren Live-Auftritte man hier bewundern kann.

Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement

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Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement
Zugegeben – die Jungen Dichter und Denker haben seinerzeit eine Nische für sich entdeckt und diese mittlerweile mit den Zahlen- und Lern-CDs viellicht ein wenig zu arg ausgeschlachtet; dennoch – die ersten beiden CDs allerdings konnten und können sich hören lassen.

Die Geschichte von Belsazar aus dem Buch Daniel (5, 1 – 30) gehört zu einer der spannesten und mystischsten Geschichten der Bibel. Ob nun fächerübergreifend mit Religion bzw. Ethik (immerhin handelt es sich hier um ein die Konfessionen überschreitendes Thema das mit seiner Respektlosigkeit anderer Religionen gegenüber nie an Aktualität verlieren wird) oder in Verbindung mit Deutsch, indem das Gedicht Heinrich Heines zum Sujet wird – der Song Belsazar kann behandelt, kritisch besprochen, gerapt und (mit-)gespielt werden.

Besonders reizvoll wirkt hierbei auch das Gemälde Rembrandts, welches – als stummer Impuls präsentiert – die Geschichte quasi von alleine erzählt.

Bei diesem Song handelt es sich um ein klassisches HipHop-Arrangement: wenige, einfach und überschaubare Pattern (Loops) werden miteinander verknüpft.

Diese Arbeitsweise ist vielen Schülern vom MagicMusicMaker bzw. von GarageBand her vertraut: Loops werden miteinander verbunden, übereinander arrangiert, so dass ein Song wie ein „hörbares Legospiel“ zusammengebaut wird. Demzufolge kann das Gedicht als Grundlage dienen, einen eigenen Song zu produzieren. Hierfür lässt sich neben den beiden Programmen auch Freeware einsetzen:

Aviary bietet mit Myna eine online-Version eines Sequenzers an, so dass keine Software am Rechner installiert werden muss, was an manchen Schulen durchaus problematisch sein kann. Mit MU.LAB Free von MUTOOLS gibt es eine Softwarelösung, die zwar installiert werden muss und für schulische Belange mehr als ausreichend ist.

Darüber hinaus lässt sich ein passendes Arrangement durchaus mit LiveLooping (mit Soft- oder Hardware) erstellen.

Die Version der Jungen Dichter und Denker besteht aus folgenden Loops:

  • Drums
  • Bass
  • Gitarre I
  • Gitarre II
  • Piano I
  • Piano II
  • Rhodes
  • Streicher
  • Chor

Die Patterns sind einfach spielbar, eine Partitur habe ich rausgehört und hier hinterlegt.

Die Schüler können diese Bausteine üben und anschließen ihr eigenes Arrangement einrichten. Das Arrangement muss weder vollends mit dem Original übereinstimmen noch muss es in der gleichen Art instrumentiert werden. Hier ist Kreativität erwünscht – es soll ergänzt, ersetzt, ausgelassen, umgestellt kurzum: bearbeitet werden.

Weiterhin kann es zunächst einmal interessant sein, das Originalarrangement „herauszuhören“. Dies kann durch die Karaoke-Version erleichtert werden, da man hier den einzelnen Bandstimmen besser folgen kann.

Mithilfe einer einfachen Matrixnotation (Tabelle) kann nun eine Art Partitur erstellt werden, in welcher die einzelnen Stimmen mitverfolgt und eingetragen werden.

Hierbei empfiehlt es sich, anfangs den Fokus nur auf wenige Instrumentalgruppen (etwa nur Drums, nur Piano etc.) zu richten und den Rest in Gruppenarbeit erarbeiten zu lassen.

Letzten Endes kann natürlich auch ein Werkvergleich mit bzw. eine vertiefende Auseinandersetzung durch die Kompositionen von Robert Schumann oder das Oratorium von Georg Friedrich Händel angestrebt werden.

Liedersammlungen für den Unterricht

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Liedersammlungen für den Unterricht

Der Begriff Liederdatenbank für Volks- und Kinderlieder wird im Netz ein wenig inflationär benutzt; zu oft findet man hier dann lediglich Seiten mit weniger als 50 Liedern, was für eine Recherche oft nicht ausreichend ist.

Micha Labbés Liederbaum ist eine der schönsten Liedersammlungen mit Texten, Noten und MIDIs. Umfangreich, geschmackvoll, schön und vor allem liebevoll gestaltet findet man hier in der Regel das passende Volks- oder Kinderlied und falls nicht, kann man mit Sicherheit Lieder entdecken, die genau so gut (oder manchmal sogar noch besser passen).

Bei weitem nicht so ansprechend, aber dennoch umfassend ist die Seite ingeb.org, die mit einer Sammlung von 29.000 Liedern aufwartet. Ein privater Sammler ist Herbert Fritz, der auf seiner Website sowohl Kinder- als auch Volkslieder veröffenticht.

Auf der Seite www.kinder-lieder.com kann man ganze Sammlungen in Form von pdf-Liederbücher anschauen und laden. Neuerdings gibt es auch ein Schlafliederbuch für registrierte Benutzer. Eine äußerst lohnenswerte Reihe von Wiegen- und Schlafliedern, welche wöchentlich mit einem Notenblatt, einer
Aufnahmen und einem Halbplayback erscheint, bietet übrigens auch die Zeit an.

Weitere umfangreiche Sammlungen sind auf der Seite www.singenundspielen.de (unter der Kategorie Das Liederbuch), in Mamas Truhe und im Alojado-Liederarchiv zu finden.

Für höhere Klassen (etwa ab 8. Schuljahr) oder Feiern im Kollegium kann sich auch einmal der Blick in die Lumpenlieder, eine Sammlung mit deftigen, pikanten, bisweilen auch schlüpfrigen Volksliedern.

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