Michael Fromm
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Beiträge von Michael Fromm
Popstars – im eigenen Tonstudio aufzeichnen
0Popstars – im eigenen Tonstudio aufzeichnen
Die Legende berichtet davon, dass Bobby McFerrin seinen Welthit „Don´t worry, be happy“ alleine mithilfe eines Vierspurgerätes (ein Recorder, mit welchem man auf einer Normalkassette vier Spuren aufzeichnen kann) produziert haben soll.
Verglichen mit modernen Tonstudios, die nahezu unbegrenzt viele Spuren aufzeichnen können, sind vier Spuren natürlich sehr wenig; verglichen mit der Aufnahmetechnik der 60er Jahre (und vor allem vor dem Hintergrund der Ergebnisse, welche diese Studios leisteten) ist es wiederum sehr viel …
Somit kann man mithilfe von Logic Fun © jedes Klassenmusizierarrangement aufzeichnen. Ob nun mit einem Stereomikrofon (und dementsprechend zwei Spuren) oder mit einem Mikrofon, mit dessen Hilfe man die einzelnen Instrumente nacheinander aufzeichnet.
Je „sauberer“ man die Audiospuren schneidet (man spricht hier tatsächlich vom „Spurensäubern), d.h. jede größere Pause herausschneiden, desto mehr Musik kann man auf vier Spuren arrangieren.
Not macht hier erfinderisch. Einen vierstimmigen Chor kann man nacheinander aufzeichnen. „Gebounct“ benötigt er anschließend nur noch eine Spur. So lassen sich mit vier Spuren theoretisch unbegrenzt viele Instrumente und Stimmen aufzeichnen.
Versehen mit entsprechenden Effekten kann somit die Aufzeichnung eines einzelnen Titels an verschiedene Gruppen weitergegeben werden, die „ihren“ Mix erstellen.
Im Laufe der Zeit sollte man mit verschiedenen Mikrofontypen (und vor allem deren Standort; hier gibt es eine ganze Fülle von Literatur) experimentieren, deren Spezifikationen diesen Rahmen sprengen würden.
Ein Xylophon kann mit entsprechenden Effekten plötzlich unglaublich „hip“ klingen und Kleinpercussion (auch „musikpädagogische Scherzartikel“) kann im richtigen Arrangement grooven …
Drum ‘n’ Bass – eigene Songs aus Loops erstellen
0Drum ‘n’ Bass – eigene Songs aus Loops erstellen
Über die Audiospuren von Logic Fun © ist es möglich, mit Samples bzw. Loops zu arbeiten. Hierbei handelt es sich um kleine, in der Regel eintaktige wav-Dateien verschiedener Instrumente und Stimmen.
Loops sind in der Regel nummeriert, wobei sich die Ziffern am Ende auf die Tonstufenfolge beziehen; so entspricht „1“ dem Akkord der 1. Stufe, „2“ dem Akkord der zweiten Stufe usw. Somit ist es für Schüler ohne Kenntnisse der Harmonielehre möglich, einen Song zu arrangieren. Wichtig ist, dass alle Instrumente die gleiche Ziffer haben.
Sehr viele Loops kann man u.a. unter http://www.loopmania.com gratis downloaden. In der Regel sind sie hier im mp3-Format abgelegt und lassen sich über „audacity“ in wav-Dateien konvertieren.
Loops werden in der Regel in „bpm“ (beats per minute; Schläge pro Minute) angegeben. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass nur Loops, welche die gleiche „bpm-Endung“ haben miteinander kombiniert werden.
Die Arbeitsweise entspricht nun weitestgehend der des oben beschriebenen Projektes; allerdings sollte man das Metronom im Transportfenster auf die gleiche „bpm-Zahl“ wie die der benutzten Loops bzw. Samples (in diesem Fall 100 bpm) setzen.
Anschließend werden die einzelnen Loops über den Befehl „Audio/Audio File importieren …“ auf die entsprechenden Audiospuren kopiert.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Werkzeug “Stift” zu wählen und direkt in die entsprechende Audiospur zu klicken; automatisch wird der “Importieren-Befehl” geöffnet.
Logic importiert diese Files in der Regel grau; der Übersicht wegen sollte man sie über den Befehl „Spur/Objektfarben“ entsprechend färben.
Nun kann man mit den einzelnen wav-Dateien „spielen“. Wav-Dateien lassen sich – genau wie midi-Dateien – „loopen“, was anfangs sehr hilfreich ist, um den Grundcharakter eines Songs zu erfassen.
Um einen „break“ in die Schlagzeugspur zu „programmieren“, importiert man an die gewünschte Stelle (in diesem Fall 4. Takt) den „break“ und kopiert dahinter den Loop vom Anfang usw.
Achtung: importierte wav-Dateien werden immer an die Stelle gesetzt, an welcher sich der Taktbalken (der lange graue Strich) befindet. Befindet sich dieser am Anfang einer Spur, auf welcher schon eine wav-Datei liegt, so kopiert das Programm diese auf die vorhandene Datei. Man muss sie dann weiter schieben. Der Einfachheit halber sollte man stets den Taktbalken mitbewegen.
Nun ist es möglich, auf die einzelnen Spuren verschieden Loops zu legen (etwa auf die erste Spur „drums“, darunter den Bass, darunter die Stimme usw.)
Diese Arbeit hat stets einen sehr hoch motivierenden Charakter und in der Regel „zaubern“ Schüler hier sehr gute Ergebnisse.
Kombiniert mit eigenen Sprachaufnahmen (in jeder Klasse findet sich ein „Rapper“, der dann meist von Rechner zu Rechner zieht, um „einzusprechen“) oder selbst erstellten Instrumentalloops (etwa mit dem Xylophon) sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.
Kulturfunk – eigene Hörspiele erstellen
0Kulturfunk – eigene Hörspiele erstellen
Hörspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und gerade die Produktion stellt hier den interessantesten Aspekt dar. Hierfür sind nahezu alle Textarten geeignet; mit gesteigerter Popularität wächst die Motivation.
Da Logic Fun © digitale Aufnahmen ermöglicht, sind kleinere und größere Korrekturen möglich, d.h. Versprecher, Räuspern oder Störgeräusche können nachträglich herausgeschnitten werden.
Zunächst startet man die Aufnahme wie oben beschrieben und lässt den Sprecher den Text lesen. Bei „Fehlern“ braucht man nicht abzubrechen sondern fängt vielmehr ein oder zwei Worte vorher an und liest weiter.
Um die „Versprecher“ herauszuschneiden, klickt man anschließend auf die entsprechende Spur. Der aufgezeichnete Bereich wird nun als „Wellenform“ dargestellt.
Um einen Fehler herauszuschneiden, markiert man den entsprechenden Bereich:
Mit dem Befehl „Bearbeiten/Ausschneiden“ kann nun die markierte Stelle gelöscht werden.
Eine derart bearbeitete Tonspur gilt nun als Ausgangsmaterial für das Hörspiel. Hörspiele leben von Geräuschen, die über http://www.hoerspielbox.de ausgewählt werden können.
Da Logic Fun © vier Audiospuren anbietet, können drei Spuren für weiteres Material verwendet werden. Hier kann man weiterhin verschiedene Sprecher aufzeichnen und Geräusche oder Musik einfügen.
Dazu klickt man in der gleichen Art und Weise die nächste Spur an und zeichnet auf.
Hat man nun vier Spuren aufgezeichnet, müssen diese im Mischpult abgemischt werden. Hier kann man weiterhin die Effekte „Chorus“ und „Reverb“ beimischen, welche im oberen Bereich der Kanalfader gesteuert werden.
Weiterhin kann man einen kleinen Equalizer benutzen.
Die Feineinstellung der Effekte nimmt man an den „Bus-Wegen“ vor, indem man auf den entsprechen den Effektnamen klickt.
Da sich die Geister hier oft scheiden – und es eine ganze Reihe von Fachliteratur hierzu gibt – sollte man hier anfangs „mutig“ an den Reglern „spielen“ und sich den „Effekt“ anhören.
In der Regel findet man „seinen“ Sound anfangs viel eher über den Weg des Experimentierens als über den des Lesens …
Für die Feineinstellungen sollte man sich viel Zeit nehmen (wobei man sich allerdings vor dem „Verkünsteln“ hüten muss; oft macht es sehr viel Spaß mit Geräuschen, Effekt, Stimmen und Musik zu expe
rimentieren und sehr schnell verliert man den Überblick bzw. das „Übergehör“ …
Ist der so genannte „Endmix“ fertig, muss er wieder in eine wav-Datei umgewandelt werden, da man zurzeit noch vier abgespielte Spuren hört. Dies geschieht über den Befehl „Bounce“.
Unterhalb des Kanalfaders „Output 1 – 2“ befindet sich der Button „Bnce“. Klickt man diesen an, öffnet sich das „Bounce-Fenster“, welches aus dem Arrangement eine wav-Datei erstellt.
Diese Datei kann man dann – wie jedes andere Musikstück – auf eine CD brennen, so dass das erstellte Produkt mit nach Hause genommen, vorgestellt oder auch verkauft werden kann.
Generell sollte man erst dann „bouncen“, wenn man mit dem Endmix „richtig glücklich“ ist …
Soundlibrary – eigenes waves erstellen
0Soundlibrary – eigene *.wav erstellen
Auch mit Logic Fun © lassen sich eigene wav-Dateien erstellen; für Lehrer, welche die „all-in-one-Lösung“ bevorzugen wohl die beste Alternative.
Hierzu muss man die Audiospuren zunächst einmal „scharf schalten“, d.h. eine Audiospur muss ausgewählt (angeklickt) und der Record-Button gedrückt werden. Logic Fun © fordert dann auf, der wav-Datei einen Namen zu geben (Logic Fun © bietet hier zunächst immer den Namen „AUDIO“an, der z.B. in „Stimme 1“ o. ä. geändert werden kann). Diese Datei sollte stets – wie immer – in einem separaten Ordner abgespeichert werden, um die Übersicht zu behalten. Beim ersten Experimentieren kann man sie zunächst auf dem Desktop abspeichern, vorausgesetzt, dieser ist aufgeräumt …
Das „R“ („Record“) soll nun rot sein.
Anschließend bietet es sich an, über den Mischer zu arbeiten, den man über den Befehl „Fenster/Mischer öffnen …“ öffnet. (Man kann diese Arbeit durchaus über das „Arrangierfenster“ durchführen; es ist mehr oder weniger eine Gewohnheitssache, für welche Version man sich entschließt)
Nun wird im „Transportfenster“ (das kleine kassettendeckähnliche Fenster) der „Record-Button“ gedrückt und die Aufnahme wird gestartet.
Logic Fun © schaltet hier das Metronom ein, welches man durch Anklicken wieder ausschalten kann.
Oben links ist nun der Aufnahmeprozess erkennbar. Mit den Lautstärkefadern des Mischpults kann man nun die Aufnahme aussteuern.
Exkurs – Audacity
0Exkurs – Audacity
Um eigene (kleinere) wav-Dateien zu erstellen (wie z.B. zum Aufbau einer „Soundlibrary“ mit Geräuschen, Effekten, Stimmen oder kurzen Instrumentalpassagen, mit denen man später in der gleichen Art und Weise wie oben beschrieben arbeiten kann) genügt der Anschluss eines Mikrofons an den entsprechenden Eingang der Soundkarte (oft ist hier ein Mikrofon abgebildet).
Hier ist anzumerken, dass mit der Qualität der einzelnen Komponenten (Soundkarte, Prozessorleistung und vor allem Mikrofon) die Qualität des erstellten Produktes steigt. Natürlich gilt auch hier oft „je teurer desto besser“, was allerdings nicht „per se“ behauptet werden kann, da oft „günstige Produktionen“ schon recht gut klingen können und im Musikunterricht der Kosten-Nutzen-Faktor nicht außer Acht gelassen werden darf.
Audacity (http://audacity.sourceforge.net/about.php) ähnelt im Aufbau des einen herkömmlichen Kassettenrecorders; oben findet sich ein „play-, ein stop- und ein record-button“.
Unter „File/Preferences …/Audio I/O“ (Audio in/out) wird der Audio-Treiber eingestellt; darüber hinaus kann man eine Stereooption einstellen:
Mit Drücken des Record-Button kann die Aufnahme gestartet werden. Das Programm zeichnet auf und stellt das Ergebnis in Wellform dar.
Anschließend markiert man die Spur, indem man mit gedrückter linker Maustaste im oberen Bereich entlang fährt oder den Befehl Edit/Select All … wählt. Nun lässt sich die erstellte Datei mit Effekten versehen (Effect).
Hierbei sollte man anfangs zunächst etwas „experimentieren“, da sich die Arbeit hier in der Regel mit dem Handeln (learning by doing) erklärt.
Besonders interessant (vor allem für die Verfechter der sog. backmasking-Theorien, welche im Rückwärtsspielen von Musik immer noch verschlüsselte Botschaften hören wollen) ist der Effekt „Reverse“ (Effect/Reverse), welcher die wav-Datei von hinten nach vorne spielt.
Störgeräusche markiert man wie oben beschrieben separat und löscht sie mit dem Befehl Edit/Cut. Darüber hinaus kann man bestimmte Bereiche ausschneiden und über „Paste“ wieder einfügen.
Das Programm kann noch weit mehr; hier sollte man einfach ausprobieren.
Eine derart bearbeitete Datei wird dann über den Befehl „File/Export as WAV …“ gespeichert. Auch hier hat es sich bewährt, spezielle Ordner anzulegen, um die Übersicht zu behalten.
Eine derart erstellte Datei lässt sich nun problemlos wieder in Logic Fun © öffnen und dort weiterbearbeiten, arrangieren, mit anderen Dateien vermischen, ergänzen etc.

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