Archiv für Januar, 2010

Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement

0

Belsazar – ein Heine-Rap-Arrangement
Zugegeben – die Jungen Dichter und Denker haben seinerzeit eine Nische für sich entdeckt und diese mittlerweile mit den Zahlen- und Lern-CDs viellicht ein wenig zu arg ausgeschlachtet; dennoch – die ersten beiden CDs allerdings konnten und können sich hören lassen.

Die Geschichte von Belsazar aus dem Buch Daniel (5, 1 – 30) gehört zu einer der spannesten und mystischsten Geschichten der Bibel. Ob nun fächerübergreifend mit Religion bzw. Ethik (immerhin handelt es sich hier um ein die Konfessionen überschreitendes Thema das mit seiner Respektlosigkeit anderer Religionen gegenüber nie an Aktualität verlieren wird) oder in Verbindung mit Deutsch, indem das Gedicht Heinrich Heines zum Sujet wird – der Song Belsazar kann behandelt, kritisch besprochen, gerapt und (mit-)gespielt werden.

Besonders reizvoll wirkt hierbei auch das Gemälde Rembrandts, welches – als stummer Impuls präsentiert – die Geschichte quasi von alleine erzählt.

Bei diesem Song handelt es sich um ein klassisches HipHop-Arrangement: wenige, einfach und überschaubare Pattern (Loops) werden miteinander verknüpft.

Diese Arbeitsweise ist vielen Schülern vom MagicMusicMaker bzw. von GarageBand her vertraut: Loops werden miteinander verbunden, übereinander arrangiert, so dass ein Song wie ein „hörbares Legospiel“ zusammengebaut wird. Demzufolge kann das Gedicht als Grundlage dienen, einen eigenen Song zu produzieren. Hierfür lässt sich neben den beiden Programmen auch Freeware einsetzen:

Aviary bietet mit Myna eine online-Version eines Sequenzers an, so dass keine Software am Rechner installiert werden muss, was an manchen Schulen durchaus problematisch sein kann. Mit MU.LAB Free von MUTOOLS gibt es eine Softwarelösung, die zwar installiert werden muss und für schulische Belange mehr als ausreichend ist.

Darüber hinaus lässt sich ein passendes Arrangement durchaus mit LiveLooping (mit Soft- oder Hardware) erstellen.

Die Version der Jungen Dichter und Denker besteht aus folgenden Loops:

  • Drums
  • Bass
  • Gitarre I
  • Gitarre II
  • Piano I
  • Piano II
  • Rhodes
  • Streicher
  • Chor

Die Patterns sind einfach spielbar, eine Partitur habe ich rausgehört und hier hinterlegt.

Die Schüler können diese Bausteine üben und anschließen ihr eigenes Arrangement einrichten. Das Arrangement muss weder vollends mit dem Original übereinstimmen noch muss es in der gleichen Art instrumentiert werden. Hier ist Kreativität erwünscht – es soll ergänzt, ersetzt, ausgelassen, umgestellt kurzum: bearbeitet werden.

Weiterhin kann es zunächst einmal interessant sein, das Originalarrangement „herauszuhören“. Dies kann durch die Karaoke-Version erleichtert werden, da man hier den einzelnen Bandstimmen besser folgen kann.

Mithilfe einer einfachen Matrixnotation (Tabelle) kann nun eine Art Partitur erstellt werden, in welcher die einzelnen Stimmen mitverfolgt und eingetragen werden.

Hierbei empfiehlt es sich, anfangs den Fokus nur auf wenige Instrumentalgruppen (etwa nur Drums, nur Piano etc.) zu richten und den Rest in Gruppenarbeit erarbeiten zu lassen.

Letzten Endes kann natürlich auch ein Werkvergleich mit bzw. eine vertiefende Auseinandersetzung durch die Kompositionen von Robert Schumann oder das Oratorium von Georg Friedrich Händel angestrebt werden.

Musik visualisieren – Music Animations Machine

0

Musik visualisieren – Music Animations Machine

1970 hatte Stephen Malinowski die Idee, Musik zu visualisieren – nicht nur mit bunten Kreisen und aufleuchtenden Effekten, wie Winamp und Mediaplayer es tun sondern musikalisch.

Die ersten Versuche der Music Animation Machine setzte er Mitte der 80er Jahre um, was er später mit MIDI, schnelleren Rechnern und ausgefeilteren Methoden perfektionierte.

Noten sind in der Regel der Ursprung der Musik vor 1900 (fälschlicher Weise oft als „klassische Musik bezeichnet), für den Musizierenden als Vorschrift, für den Dirigenten als Komplettansicht, für den Laien allerdings nahezu unlesbar, da die Notation nur wenig beim Verwständnis von Musik hilft.

Die Music Animation Machine visualisiert nun auf eine ganz andere Art als die klassischen Noten Musik. Die Musik wird hier in farbige Balken (“bars”) zerlegt, wobei diie Länge der Balken die Länge der Töne angeben und die Tonhöhe räumlich angezeigt und einzelne Stimmen farblich unterschiedlich dargestellt werden, wodurch Musik in gewisser Weise reduziert und in jedem Fall verständlicher dargestellt wird.

Malinowski experimentiert und entwickelt weiter. Er stellt die Software zur Verfügung und ergänzt seine Animationen durch eine mitlaufende Partitur.

Eine neue Variante besteht darin, hinter die Grafik Filmsequenzen des Orchesters zu legen, was einen weiteren visuellen Reiz darstellt.

Es lohnt sich mit Sicherheit, Malinowskis YouTube-Kanal zu beobachten – er aktualisiert ihn regelmäßig.

Eine weitere Idee, für oder von höheren Klassen Musik mit einer mitlaufenden Partitur zu unterlegen bzw. unterlegen zu lassen, lieferten (zumindest in ähnlicher Weise) die Macher von Musescore, der Notendruckfreeware, die immer professioneller zu werden scheint.

In einem Tutorial zeigen sie, wie man das Notendruckprogramm mit einer Screen-Capture-Software (hier gibt es zahlreiche Free- bzw. Shareware für den Mac und für Win) abfilmen kann.

Besonders elegant wird der Film, wenn man statt dem oftmals sehr schlechten Klang der MIDIs, die man für Orchestermusik in wahrer Fülle in den classicalarchives findet und die man ins Notendruckprogramm importiert, später durch gute Aufnahmen ersetzt.

Das verlangt schon ein wenig Arbeit, da man das Tempo des MIDIs auf das Tempo (und auf etwaige Schwankungen) der Originalaufnahme anpassen muss, liefert aber in jedem Fall sehr elegante (und brauchbare) Ergebnisse.

Einen Song im Stil von Stefan Raab produzieren

2

Einen Song im Stil von Stefan Raab produzieren
Leider gibt es bislang für das Genre, dem sich Stefan Raab so oft bedient, keine offizielle Bezeichnung. Meist entstanden die Ideen aus dem Nippleboard, mit dem er immer wieder kleine Zitate in die Sendung einstreute.

Vorreiter war vermutlich Paul Hardcastle mit nineteen (die deutsche Version „neunzehn“ von Werner Veigel ist nur sehr schwer zu bekommen), der Nachrichtensequenzen einer Vietnamdokumentation über einen eindringlichen Beat legte.

Im Laufe der Zeit gelang es Raab, sich in diesem Metier einen Namen zu machen, allen voran mit Maschen-Draht-ZaunGebt Das Hanf FreiWir Kiffen! oder dem bislang nur live aufgeführten „Alle drei zusammen

Die Machweise dieser Songs ist recht einfach, was der Song „Bildung bringt Gewinn“ zeigt, der 2004 von meinen Hauptschülern in einem 6. Schuljahr erstellt wurde und anlässlich des Besuches von Bundespräsident Johannes Rau auf der Musikmesse aufgeführt wurde. Dazu wurde eine Rede Johannes Raus geschnitten (und stellenweise entstellt) und mit Loops, Beats und Samples unterlegt. Die Bläser wurden live dazu gespielt.

Das Tutorial hier zeigt komprimiert die wesentlichen Schritte:

Gerade unter fächerübergreifendem bzw. -verbindendem Aspekt bietet sich diese Art der musikalischen Collage an und kann mit nahezu jedwedem Fach kombiniert werden. YouTube bietet einen wahren Fundus an Audioquellen. Weiterhin ist das LeMo-Archiv empfehlenswert, in welchem das Deutsche Historische Museum in Berlin knap 250 historische Tondokumente zur Verfügung gestellt hat.

Gerade für kabarettistische Elemente wie Oettingers “In my homeland, Baden Württemberg, we are sitting all in one boat.” oder die berühmten Stoiberismen eignen sich besonders, um hieraus einen Hit zu produzieren.

Letzten Endes steht im Sommer die WM ins Haus, wofür gerade CDs wie 5 Jahrzehnte Fußball im Originalton oder Fußball Weltmeisterschaften 1954-2002 in Originaltönenprädestiniert sind.

Tanz zum Hit oder Hit zum Tanz

0

Tanz zum Hit oder Hit zum Tanz
Sommerhits haben den Vorteil, dass sie – sind sie erst einmal„angesagt“ – für einige Wochen echte „Dauerbrenner“ sind. Keine Party, kein Fest bei denen sie nicht für gute Laune sorgen.

Zwar lösen sie nach einer gewissen Zeit eine Art „Ermüdungsgefühl“ aus – man ist ihrer dann doch schnell überdrüssig – aber meist gibt es dann „gute Partygeister“ die mit ansteckender Laune doch irgendwie zum Mitmachen animieren.

Die Bewegungen hierfür sind meist recht einfach und in der Regel in kürzester Zeit erlernbar und gerade in der Faschingszeit bieten sich neben dem Line-Dance oder Square-Dance bestimmte Tänze immer wieder an:

Dance Little Bird (Chicken Dance, Ententanz; ‚The Hit Crew‘, Electronica, Helga Feddersen, Kirmesmusikanten sowie über 150 registrierte Coverversionen)

1, 2, 3, 4 Ellbogen vom Körper abgewinkelt hochhalten und Hände wie Entenschnäbel auf und zu klappen
1, 2, 3, 4 Hände unter die Arme und mit Armen „flattern“
1, 2, 3, 4 In die Knie gehen und mit den Hüften wackeln
1, 2, 3, 4 Viermal in die Hände klatschen

B-Teil Beim Partner unterhaken und im Kreis umeinander herum gehen, anschließend Laufrichtung ändern.

Ketchup Song (Las Ketchup, div. Coverversionen)

Der Tanz wird sitzend durchgeführt; beide Hände kreuzen in Hüfthöhe mit ausgestreckten Fingern, Handrücken nach oben wie beim ‚Sitzboogie‘:

1,2 Rechte Hand 2x über linke
3,4 Linke Hand 2x über rechte
5,6 Rechte Hand 2x über linke
7,8 Linke Hand 2x über rechte

1,2 Rechte Hand 2x über linke
3,4 Linke Hand 2x über rechte
5,6 Rechter Daumen („Anhalterdaumen“) 2x über rechte Schulter
7,8 Linker Daumen (Anhalterdaumen“) 2x über linke Schulter

1,2,3,4 Beide Arme parallel (Schulterhöhe) vor dem Körper mit „Flamenco-
bewegung“ der Hände langsam bis über den Kopf führen.
5,6,7,8 Rechter Handrücken an Stirn, linke Hand an den Hinterkopf, Position halten.

Macarena (‘Los Del Rio‘)
(Vereinfachte Version)

1,2 Rechter Arm vorstrecken
3.4 Linker Arm vorstrecken
5,6 Rechte Hand auf linken Oberarm
7,8 Linke Hand auf rechten Oberarm

1,2 Rechte Hand über‘s rechte Ohr
3,4 Linke Hand über‘s linke Ohr
5,6 Rechte Hand auf rechte Hüfte
7,8 Linke Hand auf linke Hüfte

1,2 Hüften bewegend in die Knie gehen
3,4 Viertel-Rechts-Drehung mit Hüpfer

Burger Dance (DJ Oetzi, Original „Fast Food Song“ von „The Fast Food Rockers“)

Erklärt sich weitestgehend beim Hören von selbst

PIZZA HUT
Hände über den Kopf halten und ein
Dach formen (und „Pizza Hut“ rufen)

KENTUCKY FRIED CICKEN
mit den Armen wie ein Hühnchen
flattern (und „Kentucky Fried
Chicken“ rufen)

MC DONALD‘S
mit Armen ein großes M formen (und „Mc Donald‘s“) rufen)

Electric Boogie (Marcia Griffiths)

1-2  Schritt nach rechts mit rechts – Linken Fuß hinter rechten kreuzen
3-4  Schritt nach rechts mit rechts – Linken Fuß neben rechtem auftippen, klatschen
5-6 Schritt nach links mit links – Rechten Fuß hinter linken kreuzen
7-8 Schritt nach links mit links – Rechten Fuß neben linkem auftippen, klatschen

1-4 3 Schritte zurück (r – l – r) – Linken Fuß neben rechtem auftippen, klatschen

1-2 Schritt nach vorn mit links – Rechten Fuß neben linker Hacke auftippen
3-4 Schritt zurück mit rechts – Linken Fuß neben rechter Fußspitze auftippen
5-8 wie 1-4

1-2 Schritt nach vorn mit links – ¼ Drehung links herum und kleiner Hüpfer auf dem linken Fuß (9 Uhr)

Wiederholung bis zum Ende

Luftgitarre

0

Luftgitarre
Prägnante Riffs haben eine fast magische Anziehungskraft auf Schüler und gerade „Smoke on the Water“ von Deep Purple gehört (wenn auch meist in e- statt g-moll gespielt und dann in der Regel nur einstimmig) zu den beliebtesten überhaupt. Und spätestens ab dem Moment, wo das erste kleine Pattern aufführungswürdig erscheint, kommt noch das dazu, was das Stromgitarrenspiel zusätzlich auszeichnet: spezielle Haltungen, Gangarten, Verrenkungen, Gesten, Mimiken und Sprünge – kurz: das Posing.

Deshalb erscheint es kaum verwunderlich, dass es auch hierfür spezielle Wettbewerbe gibt, allerdings mit dem Unterschied, dass das Gitarrenspiel nicht erforderlich, ja, sogar unerwünscht ist: das Luftgitarrenspiel.

Imitatorisches Spiel ist im Musikunterricht nichts Neues; Ähnliches findet sich in nahezu jedem Unterrichtswerk, sei es, um beispielsweise Orchesterinstrumente und deren Spielweise kennen zu lernen, um Gehörtes zu verdeutlichen bzw. umzusetzen oder einfach, um Freude an der Bewegung zur Musik zu haben. Somit ist diese Art des Spielens fest verankert in die gängige Musikunterrichtspraxis und findet nach wie vor dort ihre Berechtigung.

Das Luftgitarrenspiel hingegen unterscheidet sich hier insofern von der bisherigen Praxis des pantomimischen Musizierens, als es auf der einen Seite zwar gewisse Regeln hinsichtlich Körperhaltung, Griffweise und Spieltechnik vorgibt, auf der anderen Seite allerdings ein hohes Maß an Improvisation und Eigenkreation verlangt.

Der Legende nach, war es Joe Cocker, dessen Verrenkungen und Gebärden mit “invisible guitar” 1969 beim Festival in Woodstock als erste Live-Performance des Luftgitarrenspiels betrachtet werden.

Seit 1996 wird in Finnland die Weltmeisterschaft im Luftgitarrenspiel ausgetragen; seit 2004 gibt es einen deutschen Verband, die German Air Guitar Federation, die seither die deutsche Meisterschaft ausrichtet. Die Auftritte dürfen nicht mehr als 60 Sekunden dauern und gliedern sich in Pflicht und Kür. Die Bewertung (4.0 bis 6.0 Punkte) orientiert sich an der Originalität, der Ausdrucksfähigkeit, dem Charisma, der Technik und dem Gesamteindruck.

Pantomimisches Spiel wird gerade bei Kindern und Jugendlichen um ein Vielfaches erleichtert, wenn sie mit entsprechenden Requisiten arbeiten können. Deshalb bietet es sich gerade beim Luftgitarrenspiel an, eine aufblasbare Gitarre (gibt es in der Regel für ungefähr einen Euro und oft als Werbegeschenk) zu Hilfe zu nehmen. Somit haben die Schüler tatsächlich etwas in der Hand und können die erlernten Spieltechniken besser anwenden.

Koordination
Hierbei empfiehlt es sich, zunächst kurz die Funktionsweise kurz zu demonstrieren (die Saite muss mit der linken Hand gegriffen und der rechten – am besten mit imaginärem Plektrum – gezupft werden. Höhere Töne bedeuten ein Wandern der Greifhand nach rechts bzw. nach oben, tiefere entsprechend umgekehrt). Das Pattern des Riffs in seiner rhythmischen Struktur kurz erarbeiten und anschließend an Luft- bzw. Aufblasgitarre üben.

Gitarrenhaltung
In der Regel lässt sich an der Körperhaltung eins Rockgitarristen erkennen, wes Geistes Kind er ist: Während der durchschnittliche Gitarrist sein Instrument so hält, dass es am besten zu spielen ist, hält man im Hard Rock die Gitarre gerne tief in der Lendengegend, während die Black Metaller sie noch ein Stückchen tiefer und mit leicht gekrümmten Knien halten. Letzten Endes ist ein gewisses Maß an Headbanging (mit dem Kopf den Rhythmus schlagen und dabei im Idealfall mit den langen Haaren um sich werfen) immer richtig.

Ein Online-Kurs findet sich hier, wer es schneller und vor allem für den Unterricht passend möchte, kann hier ein Arbeitsblatt laden, welches in Verbindung mit einem Beobachtungsbogen im Unterricht eingesetzt werden kann. Hierbei sollte neben der Originalität und der Abwechslung auch ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass das Spiel bei aller Liebe zum Detail dennoch realistisch bleiben muss und den Eindruck vermittelt, dass ein guter Gitarrist so agieren könnte. Besonders interessant gestalten sich solche Wettbewerbe, wenn zur Pflicht nur eine Kür kommt, ein Musikstück also, welches sich die Luftgitarristen selbst ausgesucht haben.

Pausenfüller
Pausen füllen Gitarristen sehr gerne mit gewissen Gesten: sei es die ausgestreckte Dieter-Bohlen-Faust, die bei Luftgitarristen besonders beliebte Windmühle, das gezielte ins-Publikum-Zeigen oder schlichtweg das vor Powerrock glühende Zusammenkneifen aller Gesichtszüge.

Gangarten
Nichts ist langweiliger als am Bühnenrand stehende Musiker. Hier hat sich eine ganze Reihe ernst zu nehmender Pflichtgangarten entwickelt, die immer wieder für Begeisterung sorgen. An erster Stelle muss dort der so genannte „Duckwalk“, in den frühen 70ern von Chuck Berry entwickelt und später von Agnus Young perfektioniert, genannt werden. Hierzu wird das linke Bein im 45-Grad-Winkel zum rechten in die Luft gestreckt. Nun geht man mit dem rechten Bein quasi springend nach vorne. Während des Sprungs wird das linke Bein wieder nach unten gezogen, so dass beide Beine wieder auf dem Boden sind. Der Duckwalk kann rückwärts aber auch drehend auf der Stelle durchgeführt werden. Zu den Gangarten zählen weiterhin alle Arten von Tritten und Sprüngen, die bis zum Stagediving (Sprung in die Menschenmenge, die den Springenden auffangen) reichen.

Solo
Im Solo zeigt der Luftgitarrist dann seine eigene wirkliche Performance. Hier stellt jeder sein eigenes Programm zusammen, kombiniert aus dem oben erwähnten Repertoire und ergänzt es darüber hinaus um Spezialitäten wie Hendrix’ Spiel mit der Zunge, das Spiel mit der Gitarre hinter dem Kopf, der Fall in die Knie, das auf dem Rücken liegende und sich dabei drehende Spiel Agnus Youngs, das Halten der Gitarre zwischen den Beinen oder das weite Herausstrecken der Zunge.

Diese „Pflicht“ kann dann mithilfe eines Bewertungsbogens und den obligatorische Bewertungszahlen von einer Jury beurteilt werden.

Empfehlenswerte Songs
Walk this way
You Ain’t Seen Nothing Yet
Fight For Your Right
All Right Now
Voodoo Child
American Woman
Smells Like Teen Spirit
Song 2
Kids Wanna Rock

Darüber hinaus ist es immer wieder interessant, Coverversionen von Orchestermusik einzsetzen, wie

Sabre Dance
Bird and Peter oder
Canon Rock

da die Schüler hierbei nebenbei eine Hörrepertoireerweiterung erfahren können, die in gewisser Weise Lust auf mehr weckt.

Weiterhin gibt es einen iMix gibt es für iTunes-Nutzer. Letzten Endes gab es beim Kiddy Contest eine interessante Adaption des Songs “Zeit für Optimisten” (Silbermond). Der Song Gitarristen bietet sich für den Musikunterricht an – den Text gibt es hier.

Gehe zum Anfang